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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

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Kleine Notizen. 
wagen gelöscht oder in Prähme, die aufsen längsseit des Schiffes legen. Sollte 
ein Schiff aus einem oder dem andern Grunde auf der kleinen Rhede bleiben 
müssen, so wird die ganze Ladung in Prähme gelöscht. Es ist überhaupt sehr 
zu empfehlen, bei Abfahrt nach Dalsbruk das Werk davon telegraphisch in 
Kenntnifs zu setzen, da die Post länger geht, als ein Neunknoten-Dampfer., 
Der Grund bei obengenannter Brücke ist felsig. Es ist deshalb rathsam, 
das Schiff, sobald es an die Brücke kommt, nur durch Leinen vorwärts zu 
bringen. Der bei Ankunft der Schiffe anwesende Vogt (Stauer) giebt gehörige 
Anleitung beim Anlegen, und ist os zu empfehlen, dieser nachzukommen. In 
Dalsbruk sind zwei Zollbeamte stationirt, welche die Schiffe zu kontroliren 
haben. Die Art und Weise, wie diese ihren Pflichten obliegen, hat zu Klagen 
nie Anlafs gegeben, Arbeitsleute, wie auch der oben erwähnte Stauer, werden 
seitens der Fabrik gestellt, sowie auch Tubbs für Cokes und Kohlen und starke 
Schaalen für Roheisen in kleineren Stücken, Die Winschleute stellt das Schiff, 
Die Arbeitszeit geht von 5 Uhr Morgens bis 7 Uhr Abends; bei Nachtarbeit 
sind die Brücken sowie das ganze Werk elektrisch erleuchtet. 
Bei Ankunft in Dalsbruk übergiebt man die vom Zollbeamten in Hangö 
erhaltenen Papiere sowie die Musterrolle dem Dalsbruker Zollbeamten, der 
dieselben nach Abo zur Klarirung resp. Visirung durch den Konsul besorgt, 
allerdings durch Vermittelung der Direktion des hiesigen Werkes. Proviant ist 
billiger als in Deutschland, freilich nicht täglich zu haben, immerhin aber in 
ein bis zwei Tagen zu beschaffen, Das ganze Werk ist mit einer Wasserleitung 
versehen, jedoch läuft diese Leitung nicht die Brücke entlang, und würde das 
Einnehmen von gröfseren Quantitäten Wasser für Schiffe daher umständlich 
sein. Es verlautet, daß diesem Uebelstande baldigst abgeholfen werden soll. 
Aufser der oben erwähnten Brücke sind noch zwei andere Anlegeplätze 
für Schiffe bis 3,7m Tiefgang vorhanden; an einem der Anlegeplätze befindet 
sich ein großer Krahn, der bis zu 10 Tons tragen kann. 
Dalsbruk hat Postverbindung über Abo und Hangö; das Werk besorgt 
seine Post nach Deutschland im Sommer über Abo—Stockholm, weil dies die 
schnellste Route ist. In Dalsbruk befindet sich ein Telegraphenbüreau für alle 
Richtungen. Die nächsten Eisenbahnstationen sind Hangö und Abo. Nach Abo 
ist fünf Mal wöchentlich Dampferverbindung. Die Fahrt dauert ca 6 Stunden. 
In Bezug auf Reparaturen ist zu bemerken, dafs die Fabrik bereitwillig alle 
Holz-, Eisen- und Metallarbeiten zu mäfsigen Preisen ausführt. Das nächste 
Slip ist in Abo, das nächste Trockendock in Helsingfors. 
Preise: 
Lotsengebühren von See nach Hangö für 4,1m (13% Fuß) 15,04 A, 
” „ Hangö „ Dalsbruk » 23,68 
Arbeitslohn für 570 Tons Roheisen. . . . . . 185,00 , 
» » 300 „ Cokes . . 0.0... + 0 + + + 24000 
# „ 80 „ Walzenschlacken in Säcken . . 25,60 
5. Segelanweisung für den Kanal von Four. Westküste von 
Frankreich. („Annonce hydrographique“ No. 106/548,, Paris 1885.) Der 
Kommandant des Französischen Vermessungsfahrzeuges „Elan“, Lieut. Ponty, 
empfiehlt folgende Segelanweisung für den Kanal von Four:'!) 
Von Norden kommend, halte man sich in der Linie „Leuchtthurm von 
St, Mathieu und Leuchtthurm von Kermorvan“, bis die Ostseite der östlich von 
Fourches gelegenen Klippe und die Westseite der Klippe Goaltock in Deck- 
peilung sind, dann steuere man mehr nach St-B., so dafs Grand Melgorne zwi- 
schen den beiden Klippen zu sehen ist. Von hier halte man diesen Kurs, bis 
die Semaphorstation zu Penhir rechts von der grofsen, im Süden von KRospects 
gelegenen Klippe erscheint, wodurch eine neue Richtungslinie entsteht, welche 
bis zu der Deckpeilung „Louchtthurm von Fowr und Klippe Grande Fourche“ 
in den alten Kanal zurückführt. Die Klippe Grande Fourche verdeckt den 
Leuchtthurm von Four vollständig. 
Bei Innehaltung dieser Kurse bleibt man in ca 1,7m gröfserer Wasser- 
tiefe, als man sonst im Kanal vorfindet. 
1) „West Coasts of France etc. Directions“ (B, VI: 5), London 1881, pag. 19, und „Pilote 
de la Manche“ (B, IV: 8), Paris 1880, pag. 146.
	        
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