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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Eingänge von meteorologischen Journalen etc., September 1884, 51 
3, Juli, „Kaiser“ 5,1° N-Br in 22° W-Lg am 5. Juli und „Pallas“ 4,5° N-Br 
in 20,7° W-Lg- ebenfalls am 5. Juli, 
Im Südatlantischen Ocean wurde der „J/. W. Gildemeister“ bis nach 18° 
S-Br in 38,1° W-Lg vom Passat begleitet. Südlich von diesem Punkte wurde 
auch zwar noch für längere Zeit ein mäfsiger Ostwind beobachtet, doch wehte 
derselbe nicht beständig, wurde vielmehr wiederholt von Stille und leichter 
Mallung unterbrochen, Einen höchsten Luftdruck von 773,3 mm beobachtete 
man in geringer Eutfernung von 23° S-Br und 39° W-Lg. Unweit 28° S-Br 
veränderte sich der Wind zum ersten Male nach NE, um dann während der 
nächsten Tage eine unregelmäfsig verlaufende Drehung nach links zu vollenden. 
Nicht weit von 32° S-Br entfernt, drehte der Wind zum zweiten Male durch N, 
worauf der Wind sich dann kräftig wehend. im- westlichen Halbkreise hielt. 
Derselbe führte das Schiff bis zum 31. Juli zu der in 37,5° S-Br überschrittenen 
Länge von Greenwich, Um zu derselben vom Aequator her zu gelangen, waren 
24 Tage erforderlich gewesen. 10° S-Br hatte man in 34° W-Lg am 11. Juli, 
20° S-Br in 37,7° W-Lg am 16. Juli und 30° S-Br in 35° W-Lg am 22. Juli 
gekreuzt. Der Mitsegler „Kaiser“ gelangte nach 20° S-Br in 37,4° W-Lg am 
19. Juli, und „Pallas“ schnitt diesen Parallel in 37,8° W-Lg am 20. Juli. Am 
21. Juli Mittags war der Schiffsort des „J. W. Güildemeister“. in 28,4° S-Br und 
36,4° W-Lg, derjenige von „Kaiser“ in 254° S-Br und 41,4° W-Lg und 
„Pallas“ Standpunkt in 23,4° S-Br und 384° W-Lg gewesen, Als der „J. W. 
Gildemeister“ am 31. Juli östliche Länge erreichte, befand sich „Kaiser“ in 
34,5° S-Br und 467° W-Lg und „Pallas“ in 33,7° S-Br und 44,5° W-Lg. | 
Während der Zeit, in welcher die erforderliche Länge zurückgelegt 
wurde, hielt sich „J. W. Gildemeister“ am längsten in der Nähe von 40° S-Br. 
Man traf dort kräftige durchstehende Westwinde an, die dem Schiffe eine 
recht günstige Gelegenheit gewährten und welche nur in einem Falle eine 
anerwünscht große Stärke besafsen. Es geschah dieses Letztere, als das Schiff 
sich am 3. August in der Nähe von 38,5° S-Br und 15° O-Lg befand. Der 
dort herrschende sehr heftige Sturm begann und endete aus W und war von 
Hagel, Blitz und einem niedrigsten Barometerstand von 750,1 mm begleitet. 
Nach dem Sturme blieben die Winde dem raschen Fortgange des schnell- 
segelnden Schiffes in solcher Weise günstig, dafs schon am 16. August, \ nur 
15 Tage und 18 Stunden später als westliche Länge verlassen worden war, 
der Meridian von 80° Ost in 40,5° S-Br überschritten werden konnte, Der 
„J. W, Gildemeister“ hatte in der vorerwähnten Zeit eine Strecke von 3740 Sm 
mit einer mittleren Schnelligkeit. von 10 Kn zurücklegen können. Während 
zweier auf einander folgenden Tage hatte das Schiff 532 Sm gut gemacht. 
Auch östlich von 80° O-Lg blieben die Verhältnisse anhaltend günstig. Die 
westlichen Winde endeten erst, nachdem sie das Schiff bis zum 29, August 
nach 39° S-Br in 139° O-Lg geführt hatten. Nachdem sich der Wind in der 
Nähe dieses Punktes nach SE verändert hatte, wurde derselbe bald schwach, 
und da er nun auch hoch nördlich lief, verursachte er hier in geringer Ent- 
fernung vom Ziele noch eine Verlängerung der Reise um mehrere Tage. Am 
2. September, nur 88 Tage später als New-York verlassen worden war, ge- 
langte „J, W. Gildemeister“ in Sicht vom Kap Otway. In östlicher Länge war 
während der 33 dort zugebrachten Tage: 20° O-Lg in 39° S-Br am 4. August, 
50° O-Lg in 40,4° S-Br am 10. August, 80° O-Lg in 40,5° S-Br am 16. August 
und die Länge des Kap Leeuwin in 40° S-Br am 23, August gekreuzt worden, 
Nachdem der „J. W. Gildemeister“ in Melbourne entlöscht worden war, 
versegelte derselbe in Ballast nach dem nahe gelegenen Newcastle. Die Reise 
dahin wurde am 6. Oktober angetreten und bis zum 10. Oktober vollendet, 
Im letzteren Platze wurde das Schiff mit Kohlen beladen und darauf am 
27. Oktober die Reise nach Manila fortgesetzt. Ein kräftiger, auf Seo ange- 
troffener SW-Wind begünstigte den Anfang derselben, und hielt dieser Wind 
an, bis das Schiff sich am 30. Oktober in der Nähe von 29,5° S-Br und 158,5° 
O-Lg befand. Auf die dort herrschende Stille folgte am nächsten Tage ein 
mäfsiger NW-Wind, der sich nach kurzer Zeit langsam nach links zu verändern 
begann und aus dem schliefslich der Passat entstand, ohne dafs vorher Störung 
irgend einer Art beobachtet wurde. Unweit 21,7° S-Br in 162,4° O-Lg,' wo 
am 3. November die Windrichtung recht S geworden war, schien die polare 
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