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Eingänge von meteorologischen Journalen ete., Juni 1885,
des vom Passat eingeschlossenen Gebietes westlichen Monsuns zur entsprechen-
den Jahreszeit im Grofsen, wie im Atlantischen und Indischen Ocean wiederholt
beobachtet worden sind. Während es ununterbrochen regnete und elektrische
Entladungen stattfanden, sank der Luftdruck bis auf den für die in Betracht
kommende Breite sehr niedrigen Stand von 753,8 mm. Dabei veränderte sich
leichzeitig der stürmischo Wind durch N nach NW und später durch W nach
Sw. Nachdem die auf den Sturm folgenden leichten südlichen Winde einige
Tage geweht hatten, hielt sich der Wind noch wieder für einen Tag in nord-
nordöstlicher Richtung. Fast nur aus südwestlicher Richtung und von daher
meistens frisch wehend kam der Wind, nachdem „Aeolus“ am 25. August nach
11,3° N-Br in 114,5° W-Lg gekommen war. Der Verlauf der Reise wurde von
diesem Tage an ein recht günstiger. Nachdem man bis zum 10. September
nach 6° N-Br in 80,7° W-Lg gesegelt hatte, wurde der Wind schwach und die
Windrichtung eine unbeständige. Am 14. September, 40 Tage später als
Portland verlassen worden war, ankerte „Aeolus“ auf der Rhede von Panama.
Auf dem Wege dahin hatte man: 45° N-Br in 126,1° W-Lg am 7. August,
40° N-Br in 125,6° W-Lg am 9. August, 35° N-Br in 124,3° W-Lg am
il. August, 30° N-Br in 122° W-Lg am 14, August, 25° N-Br in 120,7° W-Lg
am 17. August, 20° N-Br in 118,8° W-Lg am 18, August, 15° N-Br in 118° W-Lg
am 20. August, 10° N-Br in 112,5° W-Lg am 27. August und 5° N-Br in 97,5°
W-Lg am 3. September gekreuzt. Von den Meridianen war der von 120° West
in 23,5° N-Br am 17. August, der von 110° West in 7,8° N-Br am 30. August,
der von 100° West in 5,1° N-Br am 2. September und der von 90° West in
4,5° N-Br am 6. September überschritten worden.
Von Punta Arenas aus, wo „Aeolus“ mit Cedernholz beladen worden war,
trat die Bark endlich am 15. Januar 1885 die Heimreise an. Der Anfang der-
selben verlief infolge der auf See angetroffenen überaus lange anhaltenden und
meistens aus ungünstiger Richtung kommenden Mallung, wie vielen Stillen, in
angewöhnlich langsamer Weise. Erst bei dem sich am 1, Februar in geringer
Entfernung von 45° N-Br in 82,7° W-Lg einstellenden beständigeren und
frischeren Ostwind liefs sich ein etwas rascherer Fortgang erzielen. Bei
schwachem NNE-Winde ging „Aeolus“ am 4. Februar in 84,5° W-Lg von nörd-
licher in südliche Breite über. Der 4. Februar war der 20, seit der Abreise
verflossene Tag. 5° N-Br war in 82,6° W-Lg am 1. Februar gekreuzt worden.
In südlicher Breite wurde der Verlauf der Reise bei dem dort wieder
bis zur schwachen unbeständigen Briese abnehmenden Ostwinde wieder ein
ungünstiger. Den gröfsten Theil der täglichen Ortsveränderung verdankte man
hier der in drei Etmalen 100 Sm nach Westen versetzenden Strömung. Als die
Bark bis zum 8. Februar nach 2,4° S-Br in 88° W-Lg gekommen war, stellte
sich dort endlich der langsam auffrischende SE-Passat ein, bei dem sich ein
längere Zeit anhaltender rascherer Fortgang erzielen liefßs. Der Passat trat
indessen auch nur auf der zwischen 22° und 33° S-Br liegenden Strecke in
einigermafsen befriedigender Stärke auf, Die polare Passatgrenze wurde am
26. Februar in der Nähe von 35° S-Br und 104,7° W-Lg angetroffen. Bei
einem höchsten Luftdruck von 773,0 mm veränderte sich dort der flau gewordene
Wind nach NE und bald darauf in langsamer Drehung weiter durch N nach
NW. Nachdem die Windrichtung am 27. Februar bei 37,5° S-Br in 104,7° W-Lg
eine nordwestliche geworden war, hielt sich der Wind für lange Zeit im west-
lichen Halbkreise. Die Reise nahm dann ihren weiteren ungestörten Verlauf,
bis zu dem am 13. März erreichten Meridian des Kap Horn. Der 13. März
war der 37, bis dahin in südlicher Breite zugebrachte Tag. Während dieser
Zeit hatte man: 10° S-Br in 95,6° W-Lg am 13. Februar, 20° S-Br in 99,8° W-Lg
am 19. Februar, 30° S-Br in 104° W-Lg am 23. Februar, 40° S-Br in 102,5 W-Lg
am 1. März und 50° S-Br in 87,0° W-Lg am 7. März überschritten. Durch
nennenswerthe Stürme war die Fahrt bis dahin nicht beunruhigt worden. In
einer heftigen Böe war dem Schiff jedoch am 8. März die Vormarsstenge ge-
brochen, und sah sich Kapt. Reiners dadurch gezwungen, die Falkland-Inseln
anzulaufen.
Im Süd-Atlantischen Ocean wurde „Aeolus“ zunächst auch noch von
frischen Westwinden begünstigt. Am 16. März beobachtete man mäfsigen
Nordwind, und am 17. März führte ein schwacher SW-Wind die Bark nach