Eingänge von meteorologischen Journalen ete., Juni 1885,
in 120,6° W-Lg am 22. Dezember, 20° N-Br in 119,5° W-Lg am 28, Dezember
und 10° N-Br in 119° W-Lg am 1. Januar geschnitten.
In südlicher Breite, wo die Bark den frischesten Passat auf der zwischen
5° und 19° S-Br liegenden Strecke beobachtete, dehnte sich dessen Gebiet bis
nach 28,5° S-Br in 124,2° W-Lg aus. In geringer Entfernung von diesem
Punkte veränderte sich der frische Wind am 15. Januar nach NE. Als die
Bark sich am 18. Januar in der Nähe von 36° S-Br und 119,5° W-Lg befand,
sprang dort der bis zum Sturme zugenommene Wind während einer schweren
Gewitterböe um nach SW und wurde dann schwächer. Nach diesem Vorfalle
blieb die Windrichtung vorherrschend eine westliche, wenngleich auch östliche
und hoch südliche Winde nicht selten vorkamen. Man vollendete bei denselben
den noch vorliegenden Reiseabschnitt zum Kap Horn und überschritt am
4. Februar die Länge desselben, Um zu derselben von San Francisco aus zu
gelangen, waren 52 Tage erforderlich gewesen. In südlicher Breite hatte man
davon 30 Tage zugebracht, und während dieser Zeit war: 10° S-Br in 123,6°
W-Lg am 8, Januar, 20° S-Br in 125,9° W-Lg am 12. Januar, 30° S-Br in
123,6° W-Lg am 16. Januar, 40° S-Br in 115° W-Lg am 19. Januar und 50°
S-Br in 98° W-Lg am 27. Januar gekreuzt worden.
Am 3. Februar überschritt die nun ebenfalls auf der Heimreise von
Corinto begriffene Bark „Jason“ den Meridian des Kap Horn. Dieselbe hatte
nördliche Breite in 87,8° W-Lg am 17. Dezember verlassen, später aber noch
in Sicht der Gallapagos-Inseln kreuzen müssen, Sie war schliefslich zu der in
31° S-Br und 105,2° W-Lg liegenden polaren Passatgrenze am 7. Januar
gelangt. An diesem Tage befand sich der „C. R. Bishop“ noch in 5,3° S-Br
und 123,5° W-Lg.
Im Südatlantischen Ocean nahm die Reise des „C. R. Bishop“ in Folge
der dort angetroffenen fast stets aus westlicher Richtung wehenden Winde
einen weiteren befriedigenden Verlauf. Nachdem 40° S-Br erreicht worden
war, hielt sich der Wind für mehrere Tage im südöstlichen Viertel und ge-
währte so dem Schiffe eine ebenfalls erwünschte Gelegenheit, Nördlich von
31° S-Br herrschten nördliche Winde vor, anfänglich nordwestliche und später
nordöstliche, bei denen man bis zum 27. Februar nach 24,5° S-Br in 34,4°
W-Lg vorrückte. Als der in steifen Böen wehende Wind sich nach dem letzteren
Tage noch immer in nordnordöstlicher Richtung hielt, liefs Kapitän Wolters
wenden und für längere Zeit mit B. B.-Halsen segeln. Nachdem dieser Wind
nach einiger Zeit schwächer geworden war, veränderte er doch seine Richtung
nicht, so dafs dadurch eine bedeutende Verzögerung der Reise verursacht
wurde, Es dauerte eine ungewöhnlich lange Zeit, bevor es gelang, das Passat-
gebiet zu erreichen. Erst als man sich am 13. März bei 14,4° S-Br in 33,4°
W-Lg befand, drehte der ganz schwache Wind durch NE und wurde auffrischend
zum Passat. Da derselbe fortgesetzt nur in sehr mäßiger Stärke wehte, konnte
auch der übrige Theil der Reise zur Linie nur in langsamer Fahrt zurückgelegt
werden. Am 21. März, 45 Tage später als man sich beim Kap Horn befundeu
hatte, ging der „C. R. Bishop“ in 32° W-Lg von südlicher in nördliche Breite
über. Auf der zwischen Kap Horn und Aequator liegenden Strecke war: 50°
S-Br in 46° W-Lg am 11. Februar, 40° S-Br in 37,5° W-Lg am 16. Februar,
30° S-Br in 33,8° W-Lg am 22. Februar, 20° S-Br in 31,8° W-Lg am 8. März
und 10° S-Br in 33,2° W-Lg am 15. März gekreuzt worden. Der an Proviant-
mangel leidende Mitsegler hatte am 22, März auf der Rhede von Pernambuco
den Anker fallen lassen. Am Mittag des 13. Februar hatte sich „C. R. Bishop“
in 45,3° S-Br und 41° W-Lg und „Jason“ in 46° S-Br und 42,3° W-Lg befunden.
Am 20. März hatte in 31,3° W-Lg auch die Hamburger, von Antofagasta
kommende Bark „Parnass“ die nördliche Halbkugel betreten. Dieselbe hatte
sich am 16. Februar beim Kap Horn befunden und die polare Passatgrenze in
17,5° S-Br und 30,8° W-Lg am 12. März überschritten. Dieses Schiff, welches
sich am 14. März Mittags in 12,7° S-Br und 33,3° W-Lg gegen den gleich-
zeitigen Standort des „C. R. Bishop“ in 13,1° S-Br und 33,7° W-Lg befunden
hatte, war dem Mitsegler wahrscheinlich an Schnelligkeit bedeutend überlegen.
Während „Parnass“ am zuletzt erwähnten Tage 170 Sm gutmachte, legte der
„OO. R. Bishop“ deren nur 120 zurück.
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