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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

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Eingänge von meteorologischen Journalen etc., Juni 1885, 
16. Juli nach 5° N-Br in 16,2° W-Lg führte. Nachdem dort gewendet war, 
konnte bei dem bald raumer laufenden kräftigen Winde bis zum 19. Juli die 
Strecke zu der in 22,8° W-Lg überschrittenen Linie zurückgelegt werden, Es 
waren dann 28 Tage seit der Abfahrt vom Kanal vergangen. 40° N-Br war 
in 15° W-Lg am 27. Juni, 30° N-Br in 21° W-Lg am 3. Juli, 20° N-Br in 
21,3° W-Lg am 6. Juli und 10° N-Br in 21,8° W-Lg am 12, Juli gekreuzt 
worden, 
Die von Bordeaux nach Mazatlan bestimmte Hamburger Bark „Louise 
u. Georgine“, welche sich am Mittage des 3. Juli in 30° N-Br und 15,3° W-Lg 
befunden hatte, während gleichzeitig „Malinche“ in 29° N-Br und 21,2° W.Lg 
stand, und welche ebenfalls östlich von der Kap Verde-Gruppe nach Süden 
segelte, erreichte südliche Breite in 26,6° W-Lg am 26. Juli. Noch ein anderer 
Mitsegler, die auf einer Reise von Hamburg nach Valparaiso begriffene Ham- 
burger Bark „Parsıfal“, deren Schiffsort am 3. Juli Mittags 27,8° N-Br in 
22,5° W-Lgy gewesen war, passirte den Aequator in 22,5° W-Lg am 18. Juli. 
Dieses Schiff hatte sich westlich von den Kap Verde-Inseln gehalten. Und 
noch ein anderes, damals auf einer Reise von Bordeaux nach der Westküste 
Amerika’s begriffenes Schiff, der Belgische Dreimastschoner „General Brialmont“, 
der die Kap Verde-Gruppe ebenfalls westlich passirte, verliefs nördliche Breite 
in 20° W-Lg am 18. Juli. Derselbe hatte sich am Mittage des 3. Juli schon 
in 12,4° N-Br und 24,9° W-Lg befunden. Von diesen vier Schiffen war die 
zwischen 30° N-Br und Aequator liegende Strecke: von „Malinche“ in 16, von 
„Louise u. Georgine“ in 23, von „Parsifal“ in 16 und von „General Brialmont“ 
in 22 Tagen zurückgelegt worden. Die äquatoriale Passatgrenze hatte „Ma- 
Kinche“ in 11,3° N-Br und 21,8° W-Lg am 10, Juli, „Louise u. Georgine“ in 
10,8° N-Br und 23° W-Lg am 13. Juli, „Parsiıfal“ in 10,3° N-Br und 26,4° 
W-Lg am 9. Juli und „General Brialmont“ in 11° N-Br und 24,5° W-Lg am 
4. Juli angetroffen. Als östlichsten Punkt erreichten: „Malinche“ 5° N-Br in 
16,2° W-Lg am 16. Juli, „Lowise u. Georgine“ 6,4° N-Br in 18,7° W-Lg am 
20. Juli, „Parsifal“ 4,8° N-Br in 16,8° W-Lg am 16. Juli und „General Brial- 
mont“ 4,1° N-Br in 14,8° W-Lg ebenfalls am 16, Juli. Ob östlich oder west- 
lich von den Kap Verde-Inseln war für die Dauer der Reisen von keinem KEin- 
fufs gewesen. Die beiden Schiffe, welche während der zwischen äquatorialer 
Passatgrenze und Linie zugebrachten Zeit am seltensten gewendet, hatten die 
günstige Fahrt erzielt, doch scheinen diese beiden Schiffe auch die viel schneller 
segelnden gewesen zu sein. 
Im Südatlantischen Ocean wurde „Malinche“ nur bis nach 19,5° S-Br in 
36,2° W-Lg vom frisch und beständig angetroffenen Passat begleitet. Derselbe 
endete in der Nähe dieses Punktes, indem sich der schwächer gewordene Wind 
dort bei einem Barometerstande von 766,8 mm nach NE veränderte. Nachdem 
der Wind bald darauf weiter durch N nach NW gedreht hatte, sank derselbe 
zur flauen unbeständigen Briese herab. Er frischte wieder auf, nachdem die 
Drehung durch den westlichen Halbkreis vollendet und die Windrichtung wieder 
eine südöstliche geworden war. Indem die Fahrt dann für mehrere Tage durch 
kräftigen Ostwind begünstigt wurde, stieg der Luftdruck bis zu dem unweit 
von 24,3° S-Br in 40° W-Lg abgelesenen höchsten Betrag von 770,3 mm. Nach 
einigen Tagen fand noch eine andere, von Gewitter begleitete, sehr rasch ver- 
laufende Drehung des Windes nach links statt, nach welcher sich der Wind 
wieder für mehrere Tage in östlicher Richtung hielt. Nachdem sich der Wind 
am 6, August, in geringer Entfernung von 34° S-Br und 50° W-Lg, noch ein- 
mal durch N verändert hatte, blieb seine Richtung für längere Zeit eine west- 
liche. Erst südlich von 41,5° S-Br in 60,5° W-Lg wurde „Malinche“ wieder 
für mehrere Tage von kräftigem Ostwinde begünstigt. Bei demselben konnte 
man die Fahrt zu dem in 65,3° W-Lg überschrittenen Parallel von 50° Süd in 
rascher Weise vollenden. Man erreichte diese Breite am 19. August, dem 31. 
bis dahin in südlicher Breite zugebrachten Tage. Während dieser Zeit hatte 
man: 10° S-Br in 28,5° W-Lg am 23. Juli, 20° S-Br in 36,5° W-Lg am 24, Juli, 
30° S-Br in 45° W-Lg am 3. August und 40° S-Br in 55,6° W-Lg am 11. August 
gekreuzt. Der Mitsegler „Lowise u. Georgine“ gelangte nach 50° S-Br in 
64,5° W-Lg am 27. August, „Parsifal“ in 63,7° W-Lg am 19. August und 
„General Brialmont“ in 63,5° W-Lg am 20, August,
	        
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