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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Eingänge von meteorologischen Journalen etc., September 1884, 
Reise einen rascheren Verlauf nahm. Am 13. August, 115 Tage nach der 
Abreise, erreichte „Germania“ den Hafen von Falmouth. Im Nordatlantischen 
Ocean hatte die Bark 38 Tage zugebracht und dort: 10° N-Br in 246° W-Lg 
am 11. Juli, 20° N-Br in 32,4° W-Lg am 18. Juli, 30° N-Br in 36,3° W-Lg 
am 24. Juli und 40° N-Br in 831° W-Lg am 3. August gekreuzt. „Indra“ ge- 
langte zur Kanalmündung am 30. August. Die von Pisagua nach Hamburg 
bestimmte Hamburger Bark „Martha“, welche südliche Breite in 29,7° W-Lg 
am 30. Juni verlassen hatte, überschritt die Länge von Lizard am 8. August. 
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5. Reise der Hamburger Bark „Parnass“, Kapt, J. Früdden, 
Die auf einer Reise von Hamburg nach Valparaiso begriffene Bark 
„Parnass“ verliefs am 16. Februar 1884 den Kanal. Dieselbe traf im Ocean 
Winde an, die vorherrschend aus südlicher und westlicher Richtung kamen und 
daher nur ein langsames Fortschreiten des Schiffes nach Süden zuliefsen. Als 
die Bark am 29, Februar nach 30° N-Br gelangt war, folgte dort auf kurze 
Stille ein leichter, allmählich auffrischender und sich nach rechts verändernder 
Westwind, aus dem zwei Tage später der Passat entstand. Das Gebiet desselben 
schien am 2, März in etwa 283,5° N-Br und 23,7° W-Lg zu beginnen. Man 
beobachtete in der Nähe dieses Punktes einen höchsten Barometerstand von 
767,0 mm. Der bis nach 8° N-Br hin ungewöhnlich kräftig und beständig auf- 
tretende Passat dehnte sich bis in südliche Breite aus. Als „Parnass“ am 
9. März in 25,7° W-Lg den Aequator überschritt, geschah dasselbe noch bei 
mäfsigem Passat. Die Bark hatte die zwischen Kanal und Linie liegende Strecke 
in 22 Tagen vollendet und auf derselben: 40° N-Br in 14,1° W-Lg am 24, Fe- 
bruar, 30° N-Br in 21,7° W-Lg am 29. Februar, 20° N-Br in 25,8° W-Lg am 
3. März und 10° N-Br in 264° W-Lg am 6. März geschnitten. Die nach 
Zanzibar bestimmte Hamburger Bark „Suaheli“, welche ebenfalls am 16, Februar 
vom Kanal abgegangen war, erreichte den Aequator in 26,8° W-Lg am 17. März, 
Und der am 8. Februar von der Elbe ausgegangene, nach Callao bestimmte 
Dreimastschoner „Johann Hinrich“, welcher sich gleichfalls am 16. Februar in 
Sicht von Lizard befunden hatte, verlielßs nördliche Breite in 26,1° W-Lg am 
14. März. Am Mittage des 20. Februar, an welchem Tage alle drei Schiffe 
einen ungewöhnlich heftigen SW-Sturm überstanden, befand sich „Parnass“ in 
44,8° N-Br und 11,7° W-Lg, „Suaheli“ in 48° N-Br und 10,5° W-Lg, wie 
„Johann Hinrich“ in 46,8° N-Br und 11,9° W-Lg. Dagegen war der Schiffsort 
am 2. März Mittags, dem Tage, an welchem sich bei allen Mitseglern ein 
durchstehender, bei „Parnass“ und „Johann Hinrich“ zum Passat werdender 
NE-Wind einstellte, von „Parnass“ in 24,1° N-Br und 23,6° W-Lg, von „Suaheli“ 
in 37,6° N-Br und 18,8° W-Lg und von „Johann Hinrich“ in 28,2° N-Br und 
188° W-Lg. Zur äquatorialen Grenze des von allen Schiffen aufsergewöhnlich 
kräftig beobachteten Passats gelangte „Suaheli“ in 1,1° N-Br und 27,1° W-Lg 
am 16, März und „Johann Hinrich“ in 1,1° N-Br und 25,7° W-Lg am 12, März. 
„Suaheli“ hatte die zwischen Kanal und Aequator liegende Strecke in 30, 
„Johann Hinrich“ in 27 und „Parnass“, wie schon erwähnt, in 22 Tagen 
zurückgelegt, 
Ganz ungewöhnlich ungünstige Verhältnisse wurden von allen drei Schiffen 
während der ersten im Südatlantischen Ocean zugebrachten Zeit angetroffen. 
Es erwies sich die Ueberschreitung des dort angetroffenen Stillengürtels fast 
schwieriger, als es der Fall ist, wenn derselbe in nördlicher Breite liegt. Am 
meisten begünstigt wurde auch hier „Parnass“; denn nachdem bei dieser am 
10, März in etwa 1° S-Br und 25,5° W-Lg stehenden Bark der NE-Passat 
geendet hatte, folgten hier doch nur fünf Tage der leichten Mallung und Stille, 
bis sich am 15. März unweit 5,2° S-Br in 27,8° W-Lg der SE-Passat wieder 
einstellte. Dagegen konnte „Johann Hinrich“ das Gebiet dieses günstigen in 
4,3° S-Br und 26,5° W-Lg beginnenden Windes erst am 23. März, dem neunten 
bis dahin in südlicher Breite zugebrachten Tage erreichen. Und bei „Suaheli“ 
war das Ausdehnen des Stillengürtels nach Süden hin ein solch ungewöhnlich 
weites, dafs diese Bark erst am 28, März, nachdem sie bis nach 8° S-Br in 
27° W-Lg gesegelt war, den SE-Passat auffinden konnte. . Durch diese so 
ungewöhnlichen Verhältnisse wurden damals auch die Reisen von anderen mit 
der Seewarte in Verbindung stehenden, aber nordwärts bestimmten Schiffen
	        
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