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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Kleine hydrographische Notizen. 
0.2°C, 
U, 
547 
Neu-England. . . . 
Mitt]. Atlant. Staaten 
Südl. n ” 
Florida-Halbinsel . . 
Destliche Golfstaaten. 
Westliche „ 
Rio Grande-Thal . . — 
Tennessee, . . . . + 
Ohio-Thal. . . .. 
Untere Seenregion. . 
Obere m . 
Aeufserst. Nordwesten 
Oberes Mississippi-Thal 
Missouri-Thal . . . 
[ nördl. Theil 
Felsen- mitt] 
. 0 
gebirge l südl. 
Südliches Plateau. . 
Mittleres ä 4 
Nördliches 2. . — 
Pacifische En 1. 
Küste |güdl. „ — 10 
Mount Washington. N.H. — 0,7 
Pike’s Peak. Colo. . — 1,6 
1. Nord- f a. östliches . + 0,5°C. 
deutsches ? b. mittleres . + 0,7 
Tiefland l c. westliches . -' 0,5 
2. Mittel- ( a. östliches .-,- 15 
deutsches { b. mittleres . +- 
Hügelland | c. westliches . -- 
” a. Bayern . .- 
DB b. Württemberg - 
lang |“ Baden . . .- 
d.linksrhein. Geb. - 
4. Dänemark . . . . 
5. Niederlande . . . .- 
a. nördl.. -- 0 
6. Oesterreich, b. mittl. , + 0: 
c. südl. . Aa 1 
7. Schweiz. . . AL 
Kleine hydrographische Notizen. 
1. Ansteuerung und Einsegelung in den Hafen von Mozambique. 
Nach dem Bericht S. M. S. „Gneisenau“, Kommandant Kapt. z. See Valois.!) 
Bei der Ansteuerung des Hafens von Mozambique macht sich der Mangel richtig 
bestimmter Landobjekte zur Ortsbestimmung des Schiffes sehr fühlbar. Die nach 
den in der Karte angegebenen Bergen Pao und Tafelberg und dem auf der 
Insel St. Georg befindlichen Leuchtthurm genommenen Peilungen konnten nicht 
in Uebereinstimmung gebracht werden; es ergaben sich Differenzen von nahezu 
3 Sm. Indessen ist der Tafelberg ein ganz vorzügliches, weithin sichtbares 
und durchaus nicht zu verkennendes Ansegelungsobjekt. 
Der auf der Insel St. Georg gelegene viereckige weiße Leuchtthurm hat 
aus der Ferne gesehen viel Aehnlichkeit mit einem unter Segel befindlichen 
Fahrzeug. Die auf der Karte angegebenen Bojen sind zwar vorhanden, markiren 
sich aber, da sie zu klein sind, sehr schlecht, und sind schwer aufzufinden. 
Dieselben hatten zur Zeit des Einpassirens S. M. S. „Gneisenau“ ihre rothe 
Farbe völlig verloren und sahen, durch krystallisirtes Salz überzogen, nahezu 
weiß aus. Zudem haben die in winzig kleinen Booten fischenden Eingeborenen 
vorwiegend grelle rothe Oberkleider an, so dafs Anfangs wiederholt solche 
Boote für die Bojen gehalten wurden. 
Der auf der Karte für die Einsegelung angegebene Kurs NWzW !/2W 
ist richtig, konnte jedoch nicht eingehalten werden, da die Ebbe das Schiff zu 
sehr nach Norden versetzte, und mufste westlicher gesteuert werden. Ebenso 
zeigte sich beim Verlassen des Hafens von Mozambique, dafs die Fluth stark 
nach Süden setzte. Die Wassertiefen auf diesem Kurse bis Sebastian Spit waren 
ebenfalls richtig. Der in der Karte angegebene Kurs beim Passiren von Sebastian 
Spit NzW1!/«W ist falsch. Derselbe führt auf Land und mufste anstatt dessen 
mit NWzN auf den Ankerplatz gesteuert werden. Es scheint, dal entweder die 
Wassertiefen im inneren Hafen falsch sind oder die Peilobjekte nicht richtig 
X) Findlay’s „Indian Ocean“, 1882, S. 387.
	        
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