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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

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Eingänge von meteorologischen Journalen etc., Mai 1885, 
Ostwind, der später, dann für kurze Zeit flau geworden, durch N nach W 
umlief, Bei frischem Winde aus letzterer Richtung ging „Amanda & Elisabeth“ 
am 23. September in 38,9° S-Br von westlicher in östliche Länge über. Der 
23. September war der 19, bis dahin in südlicher Breite zugebrachte Tag. 
Während dieser Zeit hatte man: 10° S-Br in 25,9° W-Lg am 8. September, 
20° S-Br in 26,5° W-Lg am 11. September und 30° S-Br in 17,8° W.Lg am 
16. September überschritten. 
Der Mitsegler „Triton“ erreichte östliche Länge in 38,5° S-Br am 
27. September. „Henriette Behn“, welche 20° S-Br in 34,7° W-Lg am 11. Sep- 
tember kreuzte, befand sich am 23. September in 39,8° S-Br und 55,7° W-Lg. 
Am Mittag des 17. September hatte sich: „Amanda & Elisabeth“ in 32,6° S-Br 
und 13,5° W-Lg und „Triton“ in 35,2° S-Br und 14° W-Lg befunden. An 
diesem Tage war also der Standpunkt der letzteren Bark ein günstigerer 
gewesen, als der von „Amanda & Elisabeth“. Dafls dieses Schiff trotzdem den 
Null-Meridian vier Tage früher als „Triton“ erreichen konnte, war besonders 
eine Folge des Umstandes, dafs der am 19., 20, und auch noch während der 
ersten Hälfte des 21. September wehende, von einem hohen bis auf 773,5 mm 
steigenden Luftdruck begleitete Ostwind bei „Amanda & Elisabeth“ anscheinend 
raumer und weniger stürmisch wehte, als bei „T7riton“, und dafs sich bei jener 
Bark der Wind später durch N nach W veränderte, während er bei „Triton“ 
bis zum 23. September südöstlich blieb. Die respektiven Breiten der beiden 
Schiffe veränderien sich aus diesem Grunde dann auch bald gegeneinander. 
Während der bei jenem Ostwinde oft nach Norden liegende „7riton“ vorher 
das südlicher stehende Schiff war, befand sich derselbe am 20. Septomber 
Mittags in 36,1° S-Br und 11,8° W-Lg, gegen „Amanda & Elisabeth“ in 
36,8° S-Br und 8,8° W-Lg, nördlich von dieser Bark. Den Meridian von 
Greenwich schnitt „Amanda & Elisabeth“ schliefslich auch noch in einem süd- 
licheren Punkte, als es „Triton“ that. 
In östlicher Länge traf „Amanda & Elisabeth“ ebenfalls recht günstige 
Verhältnisse an. Der kräftige und beständige, sich vorherrschend in westlicher 
oder südlicher Richtung haltende Wind führte die Bark dort in befriedigend 
rascher Fahrt bis zum 5. Oktober nach 30,8° S-Br in 41,2° O-Lg. In der 
Nähe dieses Punktes wurde der Westwind flau, und indem sich derselbe zwei 
Tage später durch S nach SSE veränderte, wurde derselbe zum SE-Passat. 
Die polare Grenze desselben schien am 8, Oktober in der Nähe von 28,6° S-Br 
und 42,7° O-Lg zu liegen. Man beobachtete dort einen höchsten Barometer- 
stand von 763,1 mm. Der frische Passat führte die Bark bis zum 9. Oktober 
in Sicht der Küste von Madagascar, Im Kanal von Mozambique sank der 
Passat zur schwachen, unregelmäfsigen, nicht selten aus nordöstlicher oder süd- 
westlicher Richtung kommenden Briese herab. Sehr häufig wurden dort auch 
Windstillen beobachtet. Die Strömungen waren sowohl nach Richtung wie 
Stärke sehr unregelmäfsig, Bis nach 15,5° S-Br in 42,6° O-Lg hin versetzten 
sie indessen vorherrschend nach südlicher und östlicher Richtung, während 
nördlich von diesem Punkte meist nördlicher, und nachdem 105° S-Br über- 
schritten worden war, gewöhnlich westlicher Strom angetroffen wurde. Bei 
leichtem nordöstlichem Winde erreichte „Amanda & Elisabeth“ am 27. Oktober 
den Hafen von Zanzibar. Um zu demselben vom Kanal aus zu gelangen, waren 
87 Tage e:forderlich gewesen. In östlicher Länge hatte die Bark: 20° O-Lg 
in 38,8° S-Br am 29. September, 30° O-Lg in 36,4° S-Br am 2. Oktober, 
40° O-Lg in 31,8° S-Br am 5. Oktober, 35° S-Br in 34,5° O-Ly am 3. Oktober, 
30° S-Br in 42,2° O-Lg am 7. Oktober, 25° S-Br in 42,6° O-Lg am 9. Oktober, 
20° S-Br in 42,2° O-Lg am 12. Oktober, 15° S-Br in 42,6° O-Lg am 20. Oktober 
und 10° S-Br in 41,2° O-Lg am 24, Oktober gekreuzt. Von 27,5° S-Br in 
42,5° O-Lg an bis nahe vor Zanzibar hatte „Amanda & Elisabeth“ an jedem 
Tage auf dem Meere treibenden Bimstein beobachtet. Der Mitsegler „Triton“ 
war nach 42,4° S-Br in 30° O-Lg am 5. Oktober gelangt. Am 27. Oktober 
befand sich „7Zriton“ in 17,5° S-Br und 110,6° O-Lg. 
Nachdem „Amanda & Elisabeth“ bis zum 14. November auf der Rhede 
von Zanzibar zugebracht hatte, verliefs sie dieselbe, um nach dem im nord- 
westlichen Theile von Madagascar gelegenen Hafen Nossi Be zu segeln. Auf 
See, wo man zunächst nördlichen, südlich von 10.5° S-Br aber starken, in zwei
	        
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