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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Eingänge von meteorologischen Journalen ete., Mai 1885. 541 
stellte sich der in 12,7° N-Br und 26,1° W-Lg einsetzende, mäfsig und beständig 
wehende SW-Monsun ein. „Amanda & Elisabeth“ gsegelte bei demselben in 
einem Schlage bis zum 2. September nach 2,7° N-Br in 13,2° W-Lg, wendete 
dort bei dem inzwischen S gewordenen Winde und erreichte zwei Tage später 
den in 16,8° W-Lg überschrittenen Aequator. Um zu demselben von Lizard 
her zu gelangen, waren 34 Tage erforderlich gewesen. Während dieser Zeit 
hatte man: 40° N-Br in 14,2° W-Lg am 11. August, 30° N-Br in 20,3° W-Lg 
am 19. August, 20° N-Br in 26° W-Lg am 23. August und 10° N-Br in 25° W-Lg 
am 28, August gekreuzt. 
Die auf einer Reise nach Valparaiso begriffene Hamburger Bark „Henriette 
Behn“, welche den Kanal am 30. Juli verlassen hatte, passirte die Linie in 
21° W-Lg am 4. September. Die von Cardiff nach Batavia bestimmte eiserne 
Eleflether Bark „Zriton“, welche 50° N-Br am 1. August verlassen hatte, betrat 
die südliche Halbkugel in 20,4° W-Lg ebenfalls am 4. September, Am Mittage 
des 13. September, an welchem Tage sich bei „Henriette Behn“ und „Triton“ 
der NE-Passat einstellte, war der Schiffsort von „Amanda & Elisabeth“ in 
38,1° N-Br und 13,8° W-Lg, der von „Henriette Behn“ in 30,7° N-Br und 
19,8° W-Lg und der von „Triton“ in 30,6° N-Br und 19,4° W-Lg gewesen. 
Als „Amanda & Elisabeth“ am 18. August den Passat erreichte, befand sich 
„Henriette Behn“ schon in 19,2° N-Br und 25,9° W-Lg und „Triton“ in 20,8° 
N-Br und 25,1° W-Lg. Zur ägquatorialen Passatgrenze gelangten „Henriette 
Behn* in 12,9° N-Br und 27° W-Lg am 22. August, „Triton“ in 13,4° N-Br 
und 26,7° W-Lg ebenfalls am 22. August und „Amanda & Elisabeth“ wie schon 
erwähnt, in 131° N-Br und 26° W-Lg am 26. August. Durch den Umstand, 
dafs jene beiden Barken südlich vom Passatgebiet fast vier Tage durch Stille 
und leichte Mallung zurückgehalten wurden, während die letztere diese Verhält- 
nisse nur vier Wachen lang beobachtete, war sie im Stande, den früheren 
Verlust wieder einzuholen. Der SW-Monsun setzte bei diesem Schiffe in 12,7° 
N-Br und 26,1° W-Lg wie bei der „Henriette Behn“ in 11,5° N-Br und 27,1° 
W-Lg fast zur selben Stunde am 26, August ein, während er bei dem in 
10,8° N-Br und 26° W-Lg stehenden „Triton“ am 25. August begann. Während 
„Amanda & Elisabeth“ und „Triton“ dann, ohne zu wenden, mit St-B.-Halsen 
segelten, machte „Henriette Behn“, was unter den herrschenden Verhältnissen 
kaum empfehlenswerth war, wiederholt Schläge nach Westen. Als östlichsten 
Punkt erreichten „Amanda & Elisabeth“, wie schon hervorgehoben, 2,7° N-Br 
in 13,2° W-Lg wie „Henriette Behn“, 3,5° N-Br in 16,5° W-Lg am 2, September 
und „Triton“ 3,9° N-Br in 15,6° W-Lg am 31. August. Zur Linie gelangten 
schließlich alle drei Mitsegler am 4. September, „Zriton“ jedoch etwa 16 Stunden 
früher als die anderen beiden Schiffe. Dieser Unterschied würde wahrscheinlich 
ein noch gröfserer zu Gunsten der eisernen Bark gewesen sein, wenn dieselbe 
nicht früher für mehrere Wachen mit St-B.-Halsen gesegelt hätte. * 
Im Süd-Atlantischen Ocean wurde „Amanda & Elisabeth“ von frischem 
beständigem Passat begünstigt. Die Bark segelte bei demselben bis zum 
13. September nach 23,1° S-Br in 24,7° W-Lg. In der Nähe dieses Punktes 
veränderte sich der frische Wind hei einem höchsten Barometerstand von 
769,4 mm nach NE. Bei „Henriette Behn“ nahm der mäfige Wind nordöstliche 
Richtung an, als dieselbe sich am 10. September in 18,3° S-Br und 34,1° W-Lg 
befand, und bei „Triton“ endete der Passat, als derselbe am 1l. September 
23,5° S-Br in 25,6° W-Lg erreicht hatte. Das letztere geschah, indem 
der schwach gewordene Wind sich bei einem Barometerstand von 769,7 mm 
von ENE nach SE veränderte und dann bis zum ganz leisen Zuge abnahm, 
Südlich vom Passatgebiet hielt sich der Wind bei den beiden, einen südöstlichen 
Kurs verfolgenden Schiffen „Amanda & Elisabeth“ und „Triton“ für längere 
Zeit im nordöstlichen Viertel, während derselbe bei „Henriette Behn“ einen in 
der Zeit vom 12. bis zum 15. September erfolgenden Rundlauf nach links aus- 
führte. Während desselben wehte der Wind für kurze Zeit stürmisch aus W. 
Durch N drehte der Wind bei “ 7riton“ zuerst am 17, September in 35° S-Br 
und 14° W-Lg und bei der sich noch nördlicher als diese Bark haltenden 
„Amanda & Elisabeth“ fand eine ganz rasche Drehung des dabei schwachen 
Windes am 18. September in der Nähe von 33,8° S-Br und 11,5° W-Lg statt. 
Auf diese folgte bald wieder ein heftiger, sich langsam nach links verändernder
	        
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