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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

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Eingänge von meteorologischen Journalen ete., Mai 1885. 
Im Süd-Atlantischen Ocean fand „Bessel“ zunächst ähnliche Verhältnisse, 
wie solche in den Reiseauszügen der Mitsegler schon erwähnt worden sind. 
„Bessel“ blieb jedoch auch hier gegen die Mitsegler zurück, denn als jene 
Bark sich am Mittage des 20. Januar in 49,5° S-Br und 47,1° W-Lg befand, 
stand gleichzeitig „Emil Julius“ schon in 46° S-Br und 41° W-Lg, „Panama“ 
in 46° S-Br und 43,7° W-Lg. Die zwischen 35,8° S-Br in 30,1° W-Lg und 
24,6° S-Br in 28° W-Lg liegende Strecke vollendete „Bessel“ bei frischem, 
sich allmählich von S nach E veränderndem Wind in rascher Fahrt. Dagegen 
wurde durch die nördlich von letzterem Punkt herrschenden schwachen Nord- 
winde wieder eine längere Verzögerung verursacht. Die polare Passatgrenze 
wurde von „Bessel“ in 21,7° S-Br und 23,6° W-Lg am 8. Februar, von „Emil 
Julius“ in 18,6° S-Br und 28° W-Lg am 7. Februar und von „Panama“ in 
17° S-Br und 31,7° W-Lg am 7. Februar erreicht. 
Am 19. Februar, 37 Tage später als das Kap Horn verlassen worden 
war, ging „Bessel“ in 26,5° W-Lg von südlicher in nördliche Breite über. Auf 
dem Wege zur letzteren hatte man: 50° S-Br in 49,4° W-Lg am 19. Januar, 
10° S-Br in 34,5° W-Lg am 25. Januar, 30° S-Br in 28,6° W-Lg am 31. Januar, 
20° S-Br in 24° W-Lg am 9. Februar und 10° S-Br in 26° W-Lg am 13. Fe- 
bruar überschritten. Der Mitsegler „Zmil Julius“ verliels die südliche Halb- 
kugel in 29,4° W-Lg am 17. Februar und die Bark „Panama“ that dasselbe 
in 30,7° W-Lg am 15. Februar. 
In nördlicher Breite wurde „Bessel“ bis nach 2,6° N-Br in 27° W-Lg 
vom SE-Passat begleitet. Nachdem derselbe dort am 20. Februar geendet 
hatte, mufste man einen Tag bei Mallung und Stille verbringen, bevor es gelang, 
den in 2,3° N-Br und 27,8° W-Lg einsetzenden NE-Passat wieder anzutreffen. 
Dieser zwischen 5° und 17° N-Br am kräftigsten wehende Wind begleitete die 
Bark, bis sie sich am 6. März in 27,5° N-Br und 46,5° W-Lg befand. „KXmil 
Julius“ traf die polare Passatgrenze am 4. März in 29,5° N-Br und 41,8° W-Lg 
an, und von „Panama“ geschah dasselbe in 28,5° N-Br und 41,2° W-Lg. Auf 
die kurze Stille, in welche der Passat bei „Bessel“ geendet hatte, folgte zunächst 
ein schwacher südwestlicher Wind und später noch wieder ein längere Zeit 
anhaltender leichter Ostwind. Bei demselben erreichte der Luftdruck einen 
in der Nähe von 42,5° N-Br und 36° W-Lg abgelesenen höchsten Stand von 
178,2 mm. Am 20, März wurde die Windrichtung in etwa 44° N-Br und 35° W-Lg 
eine westliche. Der Verlauf der Reise wurde dann wieder ein günstiger. Als 
der Wind in der Nähe der Küste von Irland wieder nordöstlich wurde, hielt 
man am 29. März, in 50,5° N-Br und 9° W-Lg stehend, mit der Führung des 
meteorologischen Journals ein. Der 29. März war der 124. seit der Abreise 
verflossene Tag. In nördlicher Breite hatte man bis dahin 38 Tage zugebracht 
und dort: 10° N-Br in 34,5° W-Lg am 25. Februar, 20° N-Br in 42° W-Lg 
am 2. März, 30° N-Br in 45,4° W-Lg am 8. März und 40° N-Br in 38,3° W-Lg 
am 16. März gekreuzt. Der Mitsegler „Emil Julius“ erreichte den St. Georgs- 
Kanal am 29. März und die Bark „Panama“ Lizard am 20. März. 
10. Reise der Hamburger Bark „Amanda & Elisabeth“, Kapt. F. Föh. 
Die auf einer ihrer gewöhnlichen Reisen nach Zanzibar begriffene Ham- 
burger Bark „Amanda & Elisabeth“ befand sich am 1. August bei Lizard. 
Dieselbe konnte von dort aus bei den zunächst angetroffenen leichten, meist 
westlichen Winden nur in langsamer Weise nach Süden hin vorrücken. Am 
5. August stellte sich jedoch bei der in 47,2° N-Br und 9,3° W-Lg stehenden 
Bark ein langsam auffrischender NE-Wind ein, bei welchem, wie bei dem später 
folgenden NW-Winde sich ein befriedigend rascher Fortschritt erzielen liefs. 
Südlich von 42° N-Br traten wieder schwache unbeständige Westwinde auf, 
während man, nachdem 38° N-Br überschritten worden war, aufs Neue von 
vorherrschend nördlichen und östlichen Winden begünstigt wurde, Aus diesen 
Winden entwickelte sich später der Passat, ohne dafs vorher eine Störung 
beobachtet wurde. Die polare Grenze desselben schien am 18. August in der 
Nähe von 31° N-Br und 19,4° W-Lg zu liegen. Der später zwischen 27° und 
i13,5° N-Br am kräftigsten wehende Passat dehnte sein Gebiet aus bis nach 
13,1° N-Br in 26° W-Lg. Als das Schiff südlich von diesem Punkte für fast 
einen Tag durch leisen westlichen Zug und Stille aufgehalten worden war.
	        
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