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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Eingänge von meteorologischen Journalen etc., Mai 1885, 
in 25,8° W-Lg am 4, Januar und 10° S-Br in 28,8° W-Lg am 8. Januar ge- 
kreuzt, Die eiserne, von San Francisco kommende Bremer Bark „Spica“, 
welche den Meridian des Kap Horn am 6. Dezember überschritten hatte, 
passirte den Aequator in 23,7° W-Lg am 17. Januar. Und die auf einer Reise 
von Valparaiso nach England begriffene Bremer Bark „Ceder“, welche den 
Grofsen Ocean am 3. Dezember verlassen hatte, erreichte nördliche Breite in 
28,5° W-Lgz am 15. Januar. Am Mittage des 19. Januar hatte sich: 
„Dorothea“ in 34,6° S-Br und 28,2 W-Lg, „Spica“ in 38,5° S-Br und 39,6° 
W-Lg und „Ceder“ in 34,5° S-Br und 35° W-Lg befunden. 
Der in etwa 2,5° N-Br schwach gewordene SE-Passat begleitete 
„Dorothea“ in nördlicher Breite bis nach 3,3° N-Br in 28,5° W-Lg. Um den 
in der Näho dieses Punktes angetroffenen Stillengürtel zu überschreiten, waren 
bei dem herrschenden leichten nordöstlichen Zuge zwei Tage erforderlich. 
Nach dieser Zeit setzte am 16. Januar, in etwa 4,4° N-Br und 30° W-Lg, der 
NE-Passat wieder ein, Dieser in den ersten Tagen nur schwach, später auf 
der zwischen 6,5° und 22° N-Br liegenden Strecke recht kräftig wehende Wind 
dehnte sein Gebiet aus bis nach 25,8° N-Br in 48° W-Lg. Nachdem der Luft- 
üruck in geringer Entfernung von diesem Punkte am 29. Januar einen höchsten 
Stand von 773,0mm erreicht hatte, nahm der östliche Wind bis zum leisen, un- 
beständigen Zug ab, um als solcher noch für mehrere Tage zu herrschen, Erst 
als die Windrichtung eine südöstliche geworden war, wurde auch die Wind- 
stärke wieder eine gröfsere. Der Wind drehte dann bald durch S nach SW. 
Da die Winde nach dieser Veränderung fast ununterbrochen günstige blieben, 
konnte der letzte Theil der Reise in verhältnifsmäfsig rascher Weiso vollendet 
werden. Bei mäfßsigem, am Tage vorher durchgekommenen Nordwinde erreichte 
„Dorothea“ am 21. Februar die Mündung des Tajo. Um zu derselben von 
Tongatabuw her zu gelangen, waren 114 Tage erforderlich gewesen. In nörd- 
licher Breite hatte man 40 Tage zugebracht und dort während dieser Zeit; 
10° N.Br in 40,6° W-Lg am 20. Januar, 20° N-Br in 45,7° W-Lg am 
24. Januar und 30° N-Br in 41° W-Lg am 3. Februar gekreuzt, Der Mit- 
segler „Spica“, dessen meteorologisches Journal am 17. Februar in 40,4° N-Br 
und 27° W-Lg abbricht, erreichte den Hafen von Londonderry am 2. März. Die 
Bark „Ceder“ stand am Mittage des 1, Februar in 23° N-Br und 42,8° W-Leg. 
Reise der eisernen Hamburger Bark „Emil Julius“, Kapt. J. Hansen. 
Die auf einer Reise von Hamburg nach Sydney hegriffene Bark „Emil 
Julius“ verliefs am 24. März 1834 den Kanal. Nachdem der dort wehende 
kräftige SE-Wind das Schiff in den Ocean hinaus geführt hatte, veränderte 
sich derselbe durch E nach NE und gewährte, diese Richtung für längere Zeit 
beibehaltend, dem Schiffe eine recht erwünschte Gelegenheit zur Förderung der 
Reise. Als „Emil Julius“ sich am 31. März in der Nähe von 34,5° N-Br und 
18° W-Lg befand, drehte der seit wenigen Wachen schwach gewordene Wind 
durch N nach W und gewann damit bald wieder etwas gröfsere Stärke. Der 
Verlauf der Reise wurde nun ein langsamerer. Erst als die allmählich weit 
nach Osten hin verdrängte Bark sich am 6. April in der Nähe von 23,3°N-Br 
in 18° W-Lg befand, kehrte der schwache Wind durch N nach NE zurück 
und wurde zum Passat. „Zmil Julius“ steuerte jetzt östlich von der Kap 
Verde-Gruppe südwärts, wurde dort auch von einem ziemlich frischen Passate 
begünstigt und erreichte, da, nachdem die Kap Verde-Inseln passirt worden 
waren, ein verhältnifsmäfßsig gut westlicher Kurs eingeschlagen wurde, die 
polare Passatgrenze in 2,8° N-Br und 27,3° W-Lg. In geringer Entfernung 
von diesem Punkte traf die Bark am 16. April Mallung an. Bei solcher ging 
„Emil Julius“ auch am 20. April in 27° W-Lg von nördlicher in südliche 
Breite über. Der 20. April war der 26, seit der Abreise vom Kanal ver- 
gangene Tag. Während dieser Zeit hatte man: 40° N-Br in 14,8° W-Lg am 
29. März, 30° N-Br in 18° W-Lg am 2, April, 20° N-Br in 20,8° W-Lg am 
8, April und 10° N-Br in 26,4° W-Lg am 18. April gekreuzt. Die von Amster- 
dam nach Makassar bestimmte Rostocker Bark „Emma Römer“, welche sich 
am Mittage des 26. März in 47,4 N-Br und 126° W-Lg befunden, während 
gleichzeitig „Zmil Julius“ in 47,1° N-Br und 9,7° W-Lg gestanden hatte, er- 
reichte südliche Breite in 25,6° W-Lg am 21. April. Am 6. April hatten beide 
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