532 Kingänge von meteorologischen Journalen ete., Mai 1885,
östliche Winde, auf die schliefslich der am 20. Juli in der Nähe von 32,5° N-Br
und 164,5° W-Lg einsetzende frische NE-Passat folgte. Als derselbe begann,
hatte das Barometer einen höchsten Stand von 771,6 mm erreicht. Bogünstigt
vom kräftigen Passat, nahm die Reise dann für mehrere Tage einen recht
günstigen Verlauf. „Dorothea“ segelte bei demselben bis zum 28, Juli nach
6,2° N-Br in 163,5° W-Lg. Nicht weit von diesem Punkte entfernt wurde
durch den schwach werdenden und sich gleichzeitig nach SE verändernden
Wind die Nähe der äquatorialen Passatgrenze angedeutet. Um den Stillengürte],
in welchem man vorherrschend leichte südöstlicho oder südwestliche, von
mäfsiger Ostströmung begleitete Briese beobachtete, zu überschreiten, waren
vier Tage erforderlich. Nach Verlauf dieser Zeit gelang es, den in etwa 3,6°
N-Br und 163° W-Lg durchkommenden SE-Passat wieder zu finden, bei dem
bis zum 3. August zu dem in 164,2° W-Lg überschrittenen Aequator gesegelt
wurde, Der 3. August war der 43, seit der Abreise verflossene Tag. Während
dieser Zeit war: 40° N-Br in 168° O-Lg am 9. Juli, 30° N-Br in 164,7° W-Lg
am 21. Juli, 20° N.Br in 163,8° W-Lg am 24. Juli, 10° N-Br in 1644° W-Lg
am 27. Juli, 150° O-Lg in 41,8° N-Br am 2. Juli,” 160° O-Lg in 41,2° N-Br
am 7. Juli, 170° O-Lg in 39,7° N-Br am 9, Juli, 180° Länge in 38,7° N-Br
am 13. Juli und 170° W.Lg in 34,8° N-Br am 17. Juli gekreuzt worden. In
südlicher Breite nahm die Reise bei dem dort wehenden frischen und bestän-
digon Passat einen weiteren günstigen Verlauf. Die Bark kreuzte: 5° S-Br in
165,6° W-Lg am 4. August und 10° S-Br in 168,1° W-Lg am 6. August. Am
3. August, 46 Tage später als die Posiette-Bai verlassen worden war, ankerte
„Dorothea“ auf der Rhede von Apta.
In Apia wurde „Dorothea“ mit etwa 300 Tonnen Kopra beladen und
dann am 25, September auch dieser Platz verlassen, um nach Tongatabu zu
scgeln. Man erreichte diesen letzteren Hafen am 4. Oktober. Nachdem hier
mit weiteren 412 Tonnen Kopra die Ladung vervollständigt worden war, trat
ie Bark am 29. Oktober die Rückreise nach Lissabon an. Der auf See gleich
angetroffene schwache Westwind veränderte sich am zweiten "Tage der Reise
nach SSW und wurde dann frischer. Man segelte nun in befriedigend rascher
Fahrt bis zum 5, November nach 29,5° S-Br in 161° W-Lg. Nachdem
„Dorothea“ durch die in der Nähe dieses Punktes herrschende Stille einen Tag
lang zurückgehalten worden war, stellte sich ein mäfsiger NE-Wind ein, bei
üem sich wieder ein mäfßig schneller Fortgang erzielen liefs. Als dieser Wind
am 9. November bei 34° S-Br in 157° W-Lg ganz flau wurde, veränderte sich
derselbe durch N nach NW und gewährte, indem er aus letzterer Richtung
rasch auffrischte, dem Schiffe aufs Neue eine erwünschte Gelegenheit zur Förde-
rung der Reise. Man segelte bei dem nicht sehr stürmischen, sich von nun an
vorherrschend im westlichen Halbkreise haltenden Winde bis zum 5, Dezember
zur Länge des Kap Horn. Der 5. Dezember war der 37. seit der Abreise
von Tongatabw verflossene Tag. Während dieser Zeit hatte man: 30° S-Br in
160,5° W-Lg am 7. November, 40° S-Br in 146° W-Lg am 13. November, 50°
S-Br in 102° W.Lg am 27. November, 150° W-Lg in 38,4° S-Br am 12. No-
vember, 120° W-Lg in 46,3° S-Br am 23. November und 90° W-Leg in 53,5°
S-Br am 30. November gekreuzt.
Im Süd-Atlantischen Ocean wurde „Dorothea“ zunächst fast ununter-
brochen von West- oder hoch südlichen Winden begünstigt. Bei dem nördlich
von 33° S-Br angetroffenen SE-Winde liefs sich ebenfalls ein befriedigend
rascher Fortgang erzielen, und entschieden ungünstig waren erst die nördlich
von 29° S-Br in 26,5° W-Lg auftretenden nördlichen Winde. Dieselben be-
safson nur sehr geringe Stärke, wurden wiederholt von Stillen unterbrochen
und begleiteten, anfänglich meist aus nordnordwestlicher, weiterhin meist aus
nordnordöstlicher Richtung kommend, die Bark für eine ungewöhnlich lange
Zeit. Indem sich der schwache Wind am 4. Januar 1885 in geringer Ent-
firnung von 19,2° S-Br in 26,5° W-Lg durch NE veränderte, entstand aus ihm
schliefslich der Passat. Kräftig geworden, führte dieser die Bark dann bis zum
12. Januar zu der in 28° W-Lg überschrittenen Linie. Um zu derselben vom
Kap Horn zu gelangen, waren 38 Tage erforderlich gewesen. Während dieser
Zeit hatte man: 50°.S-Br in 48,8° W-Lg am 10. Dezember, 40° S-Br in 36°
W-Lg am 15. Dezember, 30° S-Br in 27° W-Lg am 22. Dezember, 20° S-Br