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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

5928 Eingänge von meteorologischen Journalen ete.,, Mai 1885, 
57,8° W-Lg am 20. Mai gelangt war, befand sich am 4. Juni in 36° S-Br und 
50° W-Lg. Während der Zeit, in welcher die erforderliche Länge zurückgelegt 
wurde, hielt „Levuka“ sich für längere Zeit in der Nähe von 43° S-Br. Man 
traf dort zwar vorherrschend aus westlicher Richtung wehende Winde an, aber 
verhältnifsmäfsig häufig war die Windstärke eine überaus geringe. Unter ver- 
schiedenen Stürmen, durch welche die Fahrt beunruhigt wurde, war derjenige, 
welcher am 1. Juli in der Nähe von 42° S-Br und 97° O-Lg überstanden 
wurde, der heftigste. Derselbe wehte bei abnehmendem Luftdruck aus nord- 
westlicher Richtung und mäfsigte sich schon mehrere Wachen, bevor der 
niedrigste Luftdruck von 735,7 mın eintrat. Bei mäfsigem Westwinde gelangte 
„Levuka“ am 14. Juli in Sicht des Südkaps von Tasmanien, und am 19, Juli 
ankerte die Bark im Hafen von Sydney. Es waren dann 97 Tage seit der 
Abfahrt vom Kanal vergangen. Während der in östlicher Länge zugobrachten 
Zeit hatte man: 20° O-Lg in 41,3° S-Br am 11. Juni, 50° O-Lg in 42,8° S-Br 
am 19. Juni, 80° O-Lg in 42° S-Br am 27. Juni und die Länge des Kap 
Leeuwin in 42,3° S-Br am 7. Juli überschritten. Der Mitsegler „Papa“ war 
nach 80° O-Lg in 384° S-Br am 14. Juni gelangt. Die Bark „Gerd Heye“, 
welche 80° O-Lg in 43° S-Br am 27. Juni und die Länge der SW-Spitze von 
Australien am 5. Juli überschritten hatte, ankerte am 12, Juli im Hafen von 
Adelaide. 
Am 22. August verliels „Levuka* Sydney wieder, um nach dem Hafen 
Levuka zu segeln. Aus dem ganz schwachen, auf See zunächst beobachteten 
Zuge entwickelte sich am zweiten Tage der Reise ein kräftiger und sehr be- 
ständiger NNW-Wind, bei dem die Reise während der folgenden 6 Tage einen 
recht befriedigenden Fortgang nahm. Man segelte während derselben bis nach 
29,5° S-Br in 173,5° O-Lg. In geringer Entfernung von diesem Punkte endete 
jener Wind in leichte Mallung, die zwei Tage lang anhielt. Auf diese folgte 
dann der sich am 30, August in 29° S-Br und 174,6° O-Lg, bei einem höchsten 
Barometerstande von 771,7 mm, einstellende SE-Passat, der bald auffrischte und 
bei dem die Bark bis zum 4, September den noch vorliegenden Reiseabschnitt 
zurücklegte, Es waren dann 13 Tage seit der Abreise von Sydney vergangen. 
Während dieser Zeit hatte man: 30° S-Br in 172,5° O-Lg am 28. August, 
25° S-Br in 176° O-Lg am 1. September, 20° S-Br in 178,2° O-Lg am 3. Sep- 
tember, 160° O-Lg in 33,3° S-Br am 24. August und 170° O-Lg in 31,4° S-Br 
am 27. August gekreuzt. 
Nachdem die Bark in Levuka eine volle Ladung Kopra eingenommen 
hatte, ging sie mit derselben am 12. November in See, um nach dem Kanal 
zurückzukehren. Bei dem gleich angetroffenen mäfsigen Passat segelte die 
Bark mit B-B.-Halsen. Südlich von 28,5° S-Br wurde der Passat schraler und 
schwächer, und als „Levuka“ sich am 20. November bei 30° S-Br in 175,3° O-Lg 
befand, veränderte sich dort der schwache Wind nach Süd. Nachdem später 
längere Zeit anhaltende Ost- und West-Winde, die oft von Stillen unterbrochen 
wurden, geherrscht hatten, stellte sich am 30, November in geringer Entfernung 
von 37° S-Br und 172,4° W-Lg wieder ein rasch auffrischender NE-Wind ein. 
Bei demselben wurde der Verlauf der Reise dann für mehrere Tage ein recht 
befriedigender, Südlich von 43° S-Br waren westliche Winde vorherrschend, 
bei denen man, ohne dabei durch nennenswerthe Stürme gestört zu werden, bis 
zum 3. Januar 1885 den Weg zum Kap Horn vollendete. Der 3. Januar war 
der 53. seit der Abreise verflossene Tag. Während dieser Zeit hatte man: 
30° S-Br in 175,3° O-Lg am 20. November, 40° S-Br in 169,8° W-Lg am 
2. Dezember, 50° S-Br in 105° W-Lg am 26. Dezember, 180° Länge in 31,4° 
S-Br am 24. November 150° W-Lg in 455° S-Br am 10. Dezember, 120° W-Lg 
in 47° S-Br am 20. Dezember und 90° W-Lg in 53° S-Br am 29. Dezember 
gekreuzt. 
Im Süd-Atlantischen Ocean wurde „Levuka“, deren Segelfähigkeit durch 
den allmählich sehr unrein gewordenen Schiffsboden stark beeinträchtigt war, 
zunächst auch noch von Westwinden begünstigt. Man segelte bei denselben 
bis zum 14, Januar nach 42° S-Br in 37,8° W-Lg. In geringer Entfernung 
von diesem Punkte nahm der SW-Wind bis zum ganz leisen Zuge ab, und bald 
darauf endete derselbe in Stille. Auf letztere folgte ein rasch auffrischender 
Ostwind, der jedoch nur von kurzer Dauer war. Später waren wieder für
	        
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