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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

‚Eingänge‘ von meteorologischen Journalen ‚etc., Mai 1885. 527 
vember, 50° W-Lg in 17° N-Br am 10. Dezember und 70° W-Lg in 24,4° N-Br 
am 16. Dezember gekreuzt. 
Von Savannah versegelte „Johanne“ nach City Point, Die Reise wurde 
am 12. Februar angetreten und in sechs Tagen vollendet. Nachdem die Bark 
am letzteren Platze eine neue Ladung erhalten hatte, verliefs sie die Chesapeake- 
Bai am 3. April, um nach Hamburg zurückzukehren. Der beim Antritt dieser 
Reise aus südöstlicher Richtung wehende Wind veränderte sich am 4. April 
durch S nach W. Da sich der Wind daun fast ununterbrochen im westlichen 
Halbkreise hielt und aus demselben zwar kräftig aber nicht stürmisch wehte, 
nahm die Reise einen recht befriedigenden Verlauf, Ohne dafs sich Nennens- 
werthes während der Fahrt ereignete, erreichte „Johanne“ am 21. April den 
Kanal. Das Schiff hatte die Reise über den Ocean in 18 Tagen vollendet. 
Während derselben war: 70° W-Lg in 37,8° N-Br am 5. April, 60° W-Lg in 
37,7° N-Br am 7. April, 50° W-Lg in 38° N-Br am 10. April und 30° W-Lg 
in 45° N-Br am 16. April geschnitten worden, 
5. Reise der eisernen Hamburger Bark „Levuka“, Kapt. A. F. Hansi. 
Am 8, April 1884 ging die nach Sydney bestimmte Bark „Levuka“ von 
der Elbe aus in See, Begünstigt von frischem NE-Winde, verliels dieselbe am 
13. April den Kanal. Im Atlantischen Ocean verlief die Reise während der 
ersten vier dort verbrachten Tage ebenfalls in recht günstiger Weise. Als man 
sich aber am 17. April in der Nähe von 405° N-Br und 14,6° W-Lg befand, 
nahm der Wind bis zum leisen unbeständigen Zuge ab, und es erfolgte eine 
Verzögerung der Fahrt. Nachdem man bei später herrschenden westlichen und 
östlichen Winden wieder rascheren Fortgang hatte erzielen können, wurde 
endlich am 28. April der in 23,7° N-Br und 27,8° W-Lg einsetzende SE-Passat 
angetroffen. Dieser zwischen 23° und 8° N-Br am frischesten wehende Wind 
dehnte sein Gebiet bis nach 3,3° N-Br in 25,2° W-Lg aus. Der Stillengürtel 
konnte bei leichter östlicher Briese in zwei Tagen überschritten werden. Nach 
Verlauf derselben traf „Levuka“ den am 8. Mai in 0,7° N-Br und 25,5° W-Lg 
beginnenden SE-Passat wieder an, bei dem man noch an demselben Tage den 
Aequator in 25,7° W-Lg passirte. Um zu demselben von Lizard her zu 
gelangen, waren 25 Tage erforderlich gewesen. Während dieser Zeit hatte 
man: 40° N-Br in 14,9° W-Lg am 18. April, 30° N-Br in 22,8° W-Lg am 
24. April und 10° N-Br in 25,8° W-Lg am 3. Mai geschnitten. Die auf einer 
Reise nach Hongkong begriffene Hamburger Bark „Papa“, welche den Kanal 
am 6. April verlassen hatte, war am 6. Mai in 25,9° W-Lg von nördlicher in 
südliche Breite übergegangen. Noch ein anderer Mitsegler, die von Bremen 
nach Honolulu bestimmte Bremer Bark „C. R. Bishop“, die sich am 14. April 
bei Lizard befunden hatte, verliels nördliche Breite in 25,8° W-Lg ebenfalls 
am 7. Mai. Als dritter Mitsegler ging dann auch noch am 7. Mai in 26° W-Lg 
die am 5. April von Boston abgegangene, nach Adelaide bestimmte Elsfether 
Bark „Gerd Heye“ von nördlicher in südliche Breite über. Am Mittag des 
28. April hatte sich „Levuka“ in 23,7° N-Br und 27,8° W-Lg, „Papa“ in 
11,6° N-Br und 27,5° W-Lg, „C. R. Bishop“ in 21,2° N-Br und 24,7° W-Lg 
und „Gerd Heye“ in 21° N-Br und 29,5° W-Lg befunden. . 
Im Süd-Atlantischen Ocean wurde „Levuka“ nur bis nach 15,5° S-Br in 
33,4° W-Lg vom mäfsigen Passate begleitet, Nachdem der sehr schwach 
gewordene Wind in der Nähe dieses Punktes nordöstlich geworden war, hielt 
sich derselbe für längere Zeit in diesem Viertel. Südlich von 22° S-Br trat 
der NE-Wind kräftig auf, und in der Nähe von 25° S-Br lief der Wind durch 
N.nach NW. Später beobachtete man veränderliche, wiederholt von Stillen 
unterbrochene Winde, auf die schliefslich ein unweit von 34° S-Br in 15° W-Lg 
beginnender, kräftiger Nordwind folgte. Bei demselben ging „Levuka“ am 
4. Juni in 40° S-Br von westlicher in östliche Länge über. Der 4. Juni war 
der 27. bis dahin in südlicher Breite zugebrachte Tag. Während dieser Zeit 
hatte man: 10° S-Br in 31° W-Lg am 13. Mai, 20° S-Br in 29,8° W-Lg am 
20. Mai und 30° S-Br in .18° W-Lg am 29, Mai gekreuzt. Der Mitsegler 
„Papa“ hutte den Null-Meridian in 404° S-Br am 28, Mai‘ erreicht. Die 
Bark „Gerd Heye“ ging am 7. Juni in 40° S-Br von westlicher in östliche 
Länge über. Der Mitsegler. „C. R. Bishop“, . welcher nach 20° S-Br in
	        
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