Eingänge von meteorologischen Journalen etc., September 1882,
südliche Breite in 32,2° W-Le am 14, Juli verlassen. Am Mittag des 29, Juli,
als sich „Melpomene“ in 28,4° N-Br und. 38,5° W-Lg befand, war der Schiffsort
von „Indra“ in 17° N-Br und 31,1° W-Lg, derjenige von „Roland“ in 28,2° N-Br
und 41° W-Lg gewesen.
Reise der eisernen Bremer Bark „Germania“, Kapt. E. Susewind.
Am 8, Dezember 1883 überschritt die von Cardiff nach Rangoon bestimmte
Bark „Germania“ den Parallel von 50° Nord. Der östliche Wind, bei dem
dasselbe geschah, veränderte sich während der nächsten Tage durch S nach W
and wehte am 4. Dezember schon wieder raum und frisch genug aus der. letz-
teren Richtung, um dem Schiffe aufs Neue eine günstige Gelegenheit zur Förde-
rung der Reise zu gewähren. Indem der Wind die Drehung nach rechts auch
am 10. und 11. Dezember fortsetzte, lief er, dabei für kurze Zeit nur geringe
Stärke. besitzend, .am 12. Dezember in der Nähe von 41° N-Br und 15,5° W-Lg
durch N nach E und wurde bald wieder kräftiger. ‚Der Fortschritt des Schiffes
nach Süden erfolgte nun in recht befriedigender Weise, und es wurde der Wind
zum Passat, ohne dafs desseu polare Grenze zu erkennen war. In nahezu
derselben günstigen Weise erfolgte auch später der Uebergang des Schiffes
vom Gebiete des NE- in das des SE-Passats. Während der Dauer jenes so
ungewöhnlich günstigen Windes hatte der unweit 41° N-Br mit 778,8 mm seinen
höchsten Stand erreichende Luftdruck langsam und beständig abgenommen bis
zu dem in der Nähe von 7° N-Br beobachteten tiefsten Stand von 759,2 mm,
Nicht weit von 3° N-Br in 26° W-Lg entfernt, wo der Ostwind am 26. De-
zember für wenige Stunden als leiser Zug auftrat, schien die Grenze zwischen
NE- und SE-Passat zu liegen. Bei dem SE-Passat segelte „Germania“ bis zum
27. Dezember zu der in 285° W-Lg überschrittenen Linie. Um zu derselben
von 50° N-Br her zu gelangen, waren nur 19 Tage erforderlich gewesen.
40° N-Br hatte man in 15,7° W-Lg am 12. Dezember, 30° N-Br in 20,5° W-Lg
am 16. Dezember, 20° N-Br in 24,8° W-Lg am 20. Dezember und 10° N-Br in
25,7° W-Lg am 23. Dezember gekreuzt. Die von Hamburg nach Antofagasta
bestimmte Hamburger Bark „Martha“, welche sich bei Lizard am 3. Dezember
befunden hatte, verließ nördliche Breite in 28° W-Lg am 28, Dezember.
Dieses Schiff hatte unweit 43° N-Br zwar auch schon am 6. Dezember einen
beständigen NE-Wind angetroffen, war aber später zwischen 23° und 20° N-Br
vier Tage lang durch leichte östliche Mallung aufgehalten worden. Von diesem
Schiff war der regelmäfsige Passat erst am 17. Dezember in der Nähe von
20,2° N-Br und 23,8° W-Lg angetroffen worden. Am Mittage des 24. De-
zember, als „Martha“ unweit 3,9° N-Br in 24,1° W-Lg in den mehr als’ zwei
Tage zu seiner Ueberschreitung erfordernden Stillengürtel gerieth, war der
gleichzeitige Schiffsort von „Germania“ in 5,8° N-Br und 25,5° W-Lg. ;
Im Südatlantischen Ocean wurde „Germania“ bis nach 16° S-Br hin
von frischem, beständigem Passat begünstigt... Südlich von diesem Parallele
trat der Passat nur schwach auf, und als die Bark sich am 5. Januar 1884
in der Nähe von 20° N-Br und 32,5° W-Lg befand, nahm derselbe bis zum
ganz leisen Zuge ab. Als der Wind später wieder auffrischte, führte derselbe
eine unregelmäfsig verlaufende Drehung nach. links aus. Nachdem der Wind
unweit von 32° S-Br zum zweiten Male durch N nach W gedreht hatte, hielt
er sich dauernd im westlichen Halbkreise. Der Verlauf der Reise wurde dann
wieder ein günstiger. Am 17. Januar wurde die Insel Tristan da Cunha ge-
sichtet, und am 21. Januar gelangte „Germania“ zu dem in 39,7° S-Br über-
achrittenen Meridian von Greenwich. Der 21. Januar war der 25. bis dahin in
züdlicher Breite zugebrachte Tag. Während dieser Zeit hatte man: 10° S-Br
in 32,6° W-Lg am 31. Dezember, 20° S-Br in 32,5° W-Lg am 5, Januar und
30° S-Br in 27,38° W-Lg am 13. Januar gekreuzt. Die Bark „Martha“, welche
20° S-Br in. 36,9° W-Lg am 5. Januar überschritt; befand sich am 21. Januar
in 38° S-Br und 53,2° W-Lg. Am 21. Januar ging in 39,4° S-Br auch die
ebenfalls. dem Rheder. der „Germania“ gehörige, nach Singapore bestimmte
Bark „Alma“ von westlicher in östliche Länge über. Dieselbe hatte 50° N-Br
am 2, Dezember und den Aequator in 27,2° W-Lg am 28. Dezember verlassen.
Für sie waren, um von 3° N-Br aus die Linie‘ zu erreichen, vier Tage er-
forderlich gewesen.
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