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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Der Hafen von Bahia Blanca. Argentinien, 
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Kombuis liegt ein Korallenriff von !/2 Kabllg. Durchmesser mit 4m Tiofe bei 
Niedrigwasser, von 20—22 m Wasser umgeben; von demselben peilt Kombuis- 
Leuchtthurm N 46° W 2 Sm ab, das Nordende von Little Kombuis N 75° 0,') 
4. Tanjoog Priok.*) Der neue Hafen von Tanjong Priok ist sehr 
ungesund und der Aufenthalt dort ist vorläufig nicht zu empfehlen. 
5. Riff bei der Spitze Pamanoekan.*) Westlich von der Spitze 
Pamanoekan, ca 2 Sm NW vom Asem-Flusse, ist in 6° 12‘ S-Br und 107° 40 
O-Lg ein Korallenriff mit 4,6 m Wasser gefunden.*) 
6. Pamanoekan-Riff,?) N30°O 14 Sm von der Spitze Pamanoekan 
liegt ein ungefähr 1'% Kabllg. ausgedehntes Korallenriff, dessen geringste 
Wassertiefe 2,7 m beträgt. Zuweilen ist es an der Färbung des Wassers und 
leichten Stromkabbelungen zu erkennen, Nördlich von dem Riff in einer Ent- 
fernung von %4 Kabllg. liegt eine schwarze Glockentonne.®) 
7. Leuchtfeuer zu Samarang s. „Nachr. f. Seef.“, 1884, No. 1648.99 
Der Hafen von Bahia Blanca. Argentinien. Ostküste von Süd-Amerika. 
In der „Shipping Gazette“ hat der Führer der englischen Bark „John 
Gibson“, Kapt. Nickerson, unter dem 30. März d. J. aus Buenos Aires die 
folgenden Mittheilungen über den verhältnifsmäfßsig noch neuen und wenig hbe- 
kannten Hafen von Bahia Blanca (Port Belgrano)”) veröffentlicht, 
„ich fand es — schreibt der Gewährsmann -— sehr schwer, Karten von 
dem Platze zu erhalten oder Näheres über denselben zu erfahren, obgleich der- 
selbe meiner Ansicht nach in nicht zu ferner Zukunft zu großer Bedeutung 
gelangen wird. 
Die Fahrt nach Bahia Blanca bietet gegenwärtig noch manche Schwierig- 
keiten, da es draufsen weder Lotsen giebt, zoch in der Nachbarschaft irgend 
ein Feuer von Bedeutung vorhanden ist. Zwar befindet sich ein Feuer auf dem 
Berge Hermoso, dasselbe ist jedoch von geringer Intensität, so dafs man es häufig 
nicht sieht und es seiner Entfernung von dem Eingange des Hafens wegen von 
den Schiffen nicht früh genug erblickt wird, um die vor der Einfahrt liegende 
Grofse Nordbank zu vermeiden. Im Uebrigen ist das Betonuungssystem gut; 
das Fahrwasser ist ausreichend mit Tonnen versehen und gut bezeichnet, so 
dafs man nach der Ansteuerung der gelb angestrichenen und 3 bis 4 Sm sicht- 
baren Aufsentonne keine Schwierigkeiten mehr hat, um das Fahrwasser, das 
bis Port Belgrano, oberhalb Tonne Nu. 7, eine fast gerade Richtung verfolgt, 
von einer Tonne zur andern aufzufinden, Bei Port Belgrano ist vorzüglicher 
Ankergrund mit etwa 15m Wasser. Von Bahia Blanca führt eine Eisenbahn 
nach Buenos Aires; aulserdem ist daselbst eine große eiserne Mole im Bau 
begriffen, die nach ihrer Vollendung im August d. J. mehreren Schiffen Liege- 
plätze bieten wird und fest und gut gebaut ist. Die Hafenabgaben sind gegen- 
wärtig nicht ungehörig hoch, da sie 2'/ cts. pro Registertonne betragen, 
jedoch fallen dem Schiffe noch andere Unkosten zur Last, wie Schlepplohn, 
I) S. „Nachr. f. Seef,“, 1884, No, 1475. 
?) S. Findlay’s „Indian Arch.“, 1878, S, 677. 
3) S. Findlay’s „Indian Arch.“, 1878, S. 689, 
1‘) S. „Nachr, f, Seef.“, 1884, No. 1084. 
“) &. „Nachr, f. Seef.“, 1883, No. 694. 
 S. Findlay’s „Indian Arch.“, 1878, S. 694. 
nad Vgl. „South America Pilot“, Part I, London 1874, pag. 250; „Ann, d, Hydr.“ etc. 1883, 
Dag, 6.
	        
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