Segelanweisungen für die Sulu-, Celebes- und Java-See,
b) Takut Langon. Die östliche Kante dieser Untiefe mit 11 m Wasser
liegt ungefähr 5/4 Sm westlich von Takut Lungu; von hier erstreckt sich die
Untiefe 1'/4 Sm nach WNW bei einer Breite von !/z Sm und Tiefen von 10 bis
14m. Von der flachsten Stelle, in 8,5 m, nahe der Westkante, sieht man die
NO-Spitze der Insel Lapac in Linie mit einem hervortretenden Baum in der
Stadt auf Siassi, während die Insel Selun in SWzW'!/sW nahezu 4 Sm ab liegt.
Zwischen Takut Lungu und Langon sind Wassertiefen von 40—44 m.
Westsüdwestlich 1'% Sm von Takut Langon und 2 Sm NO*/40 von Selun
liegt cine 11m-Bank von ungefähr !/2 Sm Ausdehnung.
c) Takut Kadyafan. Oestlich von Siasst und dem Riff SSO von Tara
ist auf der Bank, welche sich ca 1!% Sm vom Riff erstreckt, eine Untiefe mit
zwei 4 m-Stellen entdeckt. Zwischen dieser Untiefe und dem Riff nördlich der
Insel Lamenusa befindet sich ein '/a Sm breiter Kanal mit Tiefen von 11—20 m.
Während des NE-Monsuns sind starke Stromkabbelungen in der Nähe der
Bank gesehen. Zwischen Takut Kadyafan und Siassi liegen verschiedene
kleine Untiefen; '/2» Sm von der Küste das Bambagan-Riff, das zum Theil
trocken fällt. Zwischen diesem und Takut Kadyafan liegt der nördliche nach
Lamenusa-Rhede führende Kanal mit 20 m Wassertiefe. Iunerhalb des
Bambagan-Riffes sind gute Ankerplätze in 7—10m Wasser.
2. Basilan-I.') Das Kohlendepot im Hafen Isabella ist nur für
Spanische Kriegsschiffe bestimmt.
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| IL Celebes, ;
1. Untiefe im Spermonde-Archipel, Macassar-Strafse. Ungefähr
W5AN von der Insel Dajang-dajangan in 5° 21‘ S-Br und 118° 58‘ 30” O-Lg
wurde eine Tiefe von 5,2 m gelothet.?)
2. Untiefe im Golf von Boni. Südwestlich vom Kap Bungie, an
der östlichen Küste des Golfes von Beni liegt ein Riff mit 3,3m Wasser; von
demselben peilt Kap Bungie N 55° O0 und die SW-Spitze der Insel Padamarang
S 61° 0,3)
3. Die Charucca-Bank, Celebes-See, liegt nach dem Bericht des
Führers der Deutschen Bark „Marie“ 10 Sm NNW'A4W von der Insel Anda,
besteht aus Sand und dehnt sich 1 Kabllg. in der Richtung Ost-— West aus;
auf derselben steht starke Brandung.%)
IV. Java.
‚A. Der Strom in der Baly-Strafse®) setzt während des NW-Monsuns
14—18 Stunden am Tage nach Norden; bei Banjoewangie beträgt die
Geschwindigkeit zur Springzeit 3—4 Kn, in den Engen 7—9 Kun; die südliche
Strömung beträgt in dieser Jahreszeit selten mehr als 3 Ku; Schiffe müssen die
Nähe der Küste von Baly vermeiden, da hier starke Stromkabbelungen und
Strudel, aber keine Ankerplätze sich befinden.
2. Die Untiefe Bromo®) in der Baly-Strafse, mit 64m Wasser,
S0O?/4S ca 3'% Sm von Banjoewangtie-Fort soll nicht existiren.
3. Rhede von Batavia.‘) Nahe der 9 m- (5 Fad.-) Linie, gegenüber
dem Kanal, NNO!/sO 6! Kabllg. von der eisernen Leuchtbake am Eingang
des Kanals ist eine Bank mit 7,7m Wasser gefunden worden. Im östlichen
Wellenbrecher befindet sich in der Nähe des Leuchtthurms eine Durchfahrt
für Boote. Zwischen den Inseln Onrust und Amsterdam ist das Wasser
flacher, als auf der Karte angegeben. Die Bank nördlich vom Wala-Riff,
östlich der Insel Menscheter, soll sich 2 Kabllg. weiter nach Norden erstrecken,
als auf der Karte gezeichnet ist.
Die rothe Boje beim Tongara-Felsen liegt auf der Südseite desselben
(„Nachr. f. Seef.“ 1884, No. 1389). Zwischen den Inseln Great- und Little
‘8. Findlay’s „Indian Arch.“, 1878, S. 892.
"> S. „Nachr. f. Seef.“, 1884, No. 1334 und Findlay’s „Indian Arch.“, 1878, S. 805.
" S. „Nachr. f. Seef.“, 1884, No. 781 und Findlay’s „Indian Arch.“, 1878, S. 815.
S. „Nachr. f. Seef.“, 1884, No. 79 und Findlay’s „Indian Arch.“, 1878, S. 883.
- 3. Findlay’s „Indian Arch.“, 1878, S. 31 und 748,
6) S. Findlay’s „Indian Arch.“, 1878, S. 752,
N S. Findilay’s „Indian Arch.“, 1878, S. 677.