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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Segelanweisungen für die Sulu-, Celebes- und Java-See, 
13. Die Untiefe Rene!) besteht aus Korallen und Sand, ist in der 
Richtung NW—SO 5 Sm lang, 2 Sm breit und 37m tief. 
Von der flachsten Stelle, 5,5m, liegt der Pik auf Tambisan-I. 4'/ Sm 
in SW. Die Untiefen Rene und Modeste, welche letztere in 5° 30‘ N-Br und 
119° 11‘ O-Lg liegen soll, sind identisch. 
14. Gem-Riff?) liegt 3 Sm nördlich der Untiefe Rene, besteht aus 
Korallen, ist 3% Sm lang, nahezu 2 Sm breit, und hat auf einzelnen Felsen- 
spitzen nur 0,9 m Wasser; in geringem Abstande von den Felsen wurde tiefes 
Wasser gefunden; von der flachsten Stelle liegt Tambisan-Pik 8'/ Sm in SzW. 
Die Untiefe Swinger, die nach der Angabe des Br. Schiffes „Swinger“ in 
5° 34‘ N-Br und 119° 10’ O-Lg liegen soll, ist identisch mit Gem-Riff.®) 
15. Magpie-Bank. Diese ausgedehnte Bank liegt 8 Sm NNW von 
Gem-Riff; innerhalb der 37 m- (20 Faden-) Linie ist sie 7Sm lang in der 
Richtung NW—SO und 2'/» Sm breit. Mit Ausnahme der Westseite nehmen 
die Wassertiefen plötzlich auf mehr als 180m zu, Die Mitte der Bank, wo 
sich 18m Wasser befinden, liegt N!aAW 17'% Sm von Tambisan-Pik; ein 
isolirter 16 m-Fleck, die flachste bis jetzt gefundene Stelle auf der Bank, liegt 
1! Sm SW von dieser Position. Kntfärbtes Wasser wurde vom „Erzherzog 
Friederich“ in 5° 37‘ N-Br und 119° 15’ O-Lg gemeldet, von der „Magpie* 
wurde an dieser Stelle mit 36m Leine jedoch kein Grund gelothet; %4 Sm 
nordwestlich wurden 256 m und 2 Sm nordnordöstlich‘ 123 m gefunden. 
16. Sibuco- (St. Lucia-) Bai. Untioefe Pulo Bunju. Das 
Holländ. Schiff „Banda“ fand ein Riff, dessen geringste Tiefe 2,1 m war. Von 
dem Ankerplatz des Schiffes 2!/4 Kablig. Nord vom Riff peilte die Südseite von 
Bunja-I. N 65° O, und die SO-Spitze in Nord, 
17. Gezeiten. In Dent Haven beträgt die Hafenzeit während des 
SW-Monsuns 6 34”, bei Tambisan-I. 10% 52”, die Springfluthhöhe 1,1 m; 
beim Kinabatangan die Hafenzeit 11% 17”, Springfluthhöhe 1,7 m, Nippfluthhöhe 
1,2m. Zwischen Sandakan und Tambisan setzt der Fluthstrom nach NW und 
der Ebbstrom nach SE; beide sind schwach, selten bis zu 1 Ku Geschwindigkeit 
erreichend. 
Während des SW-Monsuns läuft 10 Sm von der Küste der regelmäfsige 
SE-Strom mit 1 bis 2 Kun Geschwindigkeit, eine NW- (Fluth-) Strömung ist 
nicht beobachtet, nur ein Schwächerwerden des Stromes während der Fluth; 
zwischen Tambisan und Dent Haven treten die Gezeitenströmungen schärfer 
hervor, die Fluth setzt nach Norden, die Ebbe nach Süden mit 2 bis 3 Kun 
Geschwindigkeit, Nach Beobachtungen in Sandakan tritt während des NE- 
Monsuns das Hochwasser zwei Stunden später ein als oben angegeben, 
Zwischen Gem-Riff und der Sibutu-Passage begegnet man häufig Strom- 
kabbelungen, die wie Untiefen aussehen. 
—_ 18. Winde. Das Wetter im August und September war meist schön, 
leichte Winde von Süd bis SW am Vormittag und am Nachmittag veränder- 
liche Winde sowie oft Seewind aus ENE, der gegen Sonnenuntergang abflaute. 
Regenböen waren häufig, dauerten aber selten lange und erstreckten sich nicht 
weit von der Küste. 
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II. Sulu-Archipel. 
1. Untiefen bei der Tapul-Gruppe.‘) Nördlich von der Insel 
Siasst in dem Kanal zwischen ihr und der Insel Bulipongpong sind drei Untiefen 
aufgefunden worden. 
a) Takut Lungu erstreckt sich 1 Sm Ost— West und !/s Sm Nord—Süd, 
besteht aus Sand und Korallen, ihre geringste Tiefe beträgt 5m, während 
nördlich davon 29—37m sind. Von der Mitte der Untiefe peilt die kleine 
nördlich von Tara liegende Insel 0%4S, und die Nordspitze von Siassi SO*/40 
in einem Abstande von 1! Sm. 
1) S. .„Nachr, f. Seef.“, 1884, No. 77 ad 7. 
2) S. „Nachr, f. Seef.“, 1884, No. 77 ad 5, 
3) S. „Nachr. f. Seef.“, 1884, No. 77 ad 6. 
4‘) S. Findlay’s „Indian Arch.“, 1878, S. 885.
	        
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