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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

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Segelanweisungen für die Sulu-, Celebes- und Java-See. 
Vorsicht geboten, da die See sich bei SE-Winden auf derselben bricht. Vom 
Eingang verläuft der Fluß 3 Sm S’/40 bis KEvans-Insel und theilt sich dann in 
viele Zweige, 
7. Tangusu-Bai ist eine flache Bucht südwestlich von Tambisan-Insel, 
Ein Felsen mit 1,2 m Wasser bei Niedrigwasser Springzeit liegt beinahe 1 Sm 
von dem die Küste einschliefsenden Riff, 2 Sm SWzW von Tambisan Pik. 
8. Tambisan-Insel ist in der Richtung Ost— West ca 3Sm lang, 1!/2Sm 
breit, 67 m hoch und mit Bäumen bedeckt. Die Westspitze ist hoch und leicht 
von See aus zu unterscheiden, die Ostspitze dagegen niedrig. Vor der Insel 
liegt ein ausgedehntes Korallen-Riff. Ein schmaler Kanal trennt sie vom Fest- 
lande; derselbe ist jedoch nur für Boote befahrbar, da sich fast quer über 
denselben, 1!/s Sm vom westlichen Ende, ein Riff erstreckt. Die Westspitze der 
insel liegt in 5° 27‘ 0“ N-Br und 119° 6’ 10“ O-Lg. 
9. Dent Haven ist zwischen Reef- und Mangrove-Spitze fast 2 Sm breit. 
Der Hafen bietet im SW-Monsun guten Ankerplatz in ungefähr 9m Wasser 
mit Sand und Schlickboden; zuweilen steht jedoch eine leichte Dünung in der 
Bucht. Der südliche Theil der Bucht in der Nähe von Mangrove-Insel ist unrein, 
Drei Bäche mit brackigem Wasser münden in die Bucht, die beiden nördlichen 
fallen zur Zeit des Niedrigwasser bei ihrer Mündung trocken; im südlichen 
können Boote im tiefen Wasser guten Schutz finden, die Einfahrt zu demselben 
geht durch einen schmalen Kanal im Riff. Reef-Spitze ist auf %/s Kabllg. von 
Untiefen umgeben und 3 Kabllg. in N0%40 von derselben liegt eine bei Niedrig- 
wasser trocken fallende Sandbank. Eine andere Bank, 1’ Sm von derselben 
Spitze, erstreckt sich bei einer Breite von ’/4 Sm 1'/3 Sm weit in nord-südlicher 
Richtung. Nahe ihrem nördlichen Ende liegt der Hull-Felsen, über dem bei 
Niedrigwasser Springzeit 1,2 m Wasser stehen und bei SW-Winden die See 
sich bricht; Reef-Spitze peilt WSW 1'%A Sm von dem Felsen. Wenn man von 
Norden kommt, darf man, um Hull-Felsen und die Bank zu vermeiden, die 
äufserste Spitze südlich von Dent Haven nicht südlicher als SWzS in Peilung 
bringen, bis das Südende des langen sandigen Strandes in der Bucht WzS peilt, 
dann kann man hierauf los halten und nach Gutdünken ankern. Bei Dent Haven 
befindet sich keine Ortschaft, aber die Eingeborenen besuchen den Platz zu- 
weilen. Fische kann man mit dem Netz in der Nähe des Strandes südwärts 
von dem südlichen Bach bekommen, Baden ist wegen der Alligatoren gefährlich. 
10. Die Insel Baguan, 225m NO von Sandakan. Querab von der 
Nordspitze der Insel Baguan, 22 Sm nordöstlich von Sandakan, wurde entfärbtes 
Wasser beobachtet, welches sich ziemlich weit in dieser Richtung erstreckt. 
Die Passage zwischen Baguan und dem Laurel-Felsen ist deshalb auch nicht 
zu empfehlen, 
11. Das Nymphe-Riff‘) liegt 6 Sm N23°O von Driftwood- Spitze, 
Dieses Korallenriff ist 1,8 Sm lang, 7 Kabllg. breit und hat nur 0,3 m Wasser 
bei Niedrigwasser Springzeit, während 4 Kabllg. von demselben entfernt die 
Tiefe 31 bis 37m beträgt. An der Südwestseite in !/ und 1Sm Entfernung 
wurden Stellen mit 10,5m resp. 12,8 m gefunden. Da das Riff innerhalb des 
durch den Kinabatangan gefärbten Wassers liegt, so ist es selten zu sehen, 
markirt sich aber durch eine leichte Kabbelung und bei schwerem Wetter oft 
durch Brandung. Die Linie Abai-Gruppe WNW*/4W führt südlich von dem 
Riff und die Mündung des Kinabatangan in SW östlich von demselben. 
12. Pegasus-Riff*) liegt 10 Sm N 76° O0 vom Nymphe-Riff und 14 Sm 
von der Küste. Es ist in der Richtung Nord—$Süd beinahe 2 Sm lang, 
ca 1! Sm breit, hat 0,9m Wasser an der flachsten Stelle, und besteht aus 
Korallen mit Sandstellen. In 1 Sm Entfernung von demselben wurden 48 bis 
55 m gelothet. Vom Top war es an der Farbe des Wassers leicht zu erkennen. 
Die Mitte liegt in 5° 46'/4“ N-Br und 118° 50‘ O-Lg. 
Die Untiefe, welche nach dem Berichte des Br. Schiffes „Fly“ 11 Sm 
NWzW!AW von der Peri-Bank liegen soll und die letztere Bank selbst, deren 
Position in 5° 47’N-Br und 118° 56'/2‘ O-Lg angegeben ist, sind wahrscheinlich 
beide identisch mit dem Pegasus-Riff,®) 
-) „Nachr. f. Seef,“ 1884, No. 77 ad 1 und Findlay’s „Indian Archipelago“ 1878, S. 883. 
?) S. „Nachr. £. Seef.“, 1884, No. 77 ad 2 und Findlay’s „Indian Arch.“, 1878, S. 888. 
3) S, ‚Nachr. f. Seef,“, 1884. No. 77 ad 3 und 4.
	        
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