Sydney- und Mary-Insel in der Phönix-Gruppe.
Tages betrug 3,3mm, die kleinste 0,2mm. Der höchste Luftdruck war 761,0mm
und wurde am 25. Oktober um 8 Uhr Morgens bei leichtem NE-Winde und
schwach bewölktem Himmel beobachtet, während das Minimum von 755,2mm
am 24. und 25. Dezember, beide Male um 4 Uhr Nachmittags, bei leichtem
NNE-Winde und ebenfalls wenig bewölktem Himmel eintrat. Die absolute
Schwankung des Luftdrucks erreichte mithin 5,8mm. Um die Angaben über
Luftdruck auf den Meeresspiegel zu reduciren, ist eine Korrektion von +0,2mm
anzubringen.
Die mittlere Temperatur der Luft für 8* a. m., 12" m., 4% p. m. und
8% p. m. erreichte die Höhe von 28,5° C. und hatte daher seit der Periode
September—Oktober um 0,4° zugenommen. Der tägliche Gang der Temperatur
weicht diesmal insofern von dem früheren Ergebnifs ab, als die mittlere Tem-
peratur der Luft um 4" p. m. 0,1° gröfser ist, als um 12* m., während für
September— Oktober die mittlere Temperatur um 12* m. 0,4° gröfser war, als
um 4* p. m. Entsprechend den örtlichen, rein oceanischen Verhältnissen war
die Schwankung der Lufttemperatur, sowohl die tägliche, als auch die während
der ganzen Zeit, nicht bedeutend, obwohl dieselbe einen höheren Grad, als
einige Monate vorher, erlangte. Während der jetzigen Periode betrug die
größte beobachtete tägliche Schwankung der Temperatur 6,2°, die kleinste
0,3°C. Der Unterschied zwischen dem absoluten Maximum und Minimum er-
reichte eine Höhe von 8,5° C. Das Maximum der Lufttemperatur — 33,8°C. —
ereignete sich am 24. Januar 1884 um 4" p.m., bei leichtem NE-Winde, mäßig
bewölktem Himmel und schauriger Luft; das Minimum sank nur bis 25,3° C,,
und zwar am 14. Dezember um 8* a, m., bei mäfsigem Westwinde mit Böen
und Regen, sowie am 1. Februar um 4* und 8* p. m. bei leichtem nordöstlichem
Winde und regnerischem Wetter. Für die Bestimmung der Amplituden des
Drucks und der Temperatur der Luft während der ganzen Zeit sind auch die
Beobachtungen von 12" p. und 4” a. m. mit berücksichtigt.
Die mittlere Bewölkung des Himmels an den Beobachtungsterminen
während des Tages beträgt 4,1 der zehntheiligen Skala. Die Schwankung der-
selben während des Tages war ziemlich unbedeutend. Sie scheint in den Nach-
mittagsstunden am größten gewesen zu sein, In der Nacht war die mittlere
Bewölkung geringer, als am Tage.
Das Verhälinifs der Häufigkeit der verschiedenen Wolkenformen zu ein-
ander geht aus Folgendem hervor: Von 678 Beobachtungen ergaben 7° Cir,
5% Cir-c, 2% Cir-s, 3% Str, 9% W-oc, 51% Cum, 8% Cum-s und 15 % Nim.
Der allgemeine Witterungscharakter für Oktober 1883 bis Februar 1884
muls, abweichend von dem für die Zeit vom 12. September bis 16. Oktober 1883
gefundenen, als sehr unbeständig bezeichnet werden, Es verging in der That
kaum ein Tag, an welchem nicht wenigstens ein Schauer auftrat. Böen, mit-
unter von der Stärke 8—9, begleitet von heftigem Regen, waren nicht selten,
besonders in der Periode, als die westlichen und nordwestlichen Winde wehten.
Es fand häufig Wetterleuchten statt, einige Male wurden Gewitter beobachtet
und das Wetter hatte oftmals ein drohendes Aussehen. Wenn man solche Tage,
an denen ein Schauer, eine Böe mit Regen oder anhaltender Regen auftraten,
als Regentage und die übrigen als trockene Tage bezeichnet, so hat man unter
112 Tagen, an denen Beobachtungen über das Wetter angestellt wurden,
74 Regentage und 38 trockene Tage,
In Uebereinstimmung mit der geringen mittleren Windstärke war die
mittlere Höhe des Seeganges bezw. der Dünung ebenfalls gering. Dieselbe be-
trug 2,4 der neuntheiligen Skala. Die Richtung des Seceganges war frei vom
Lande stets der Windrichtung entsprechend und vorherrschend östlich. Dahin-
gegen lief die Dünung auf den Ankerplätzen, ganz unabhängig von dem herrschen-
den Winde, fast immer aus einer nordwestlichen oder westlichen Richtung,
Einige Male fand sogar eine südwestliche Dünung statt. Am Strande erzeugte
die Dünung, wie schon bemerkt, manchmal eine hohe Brandung.
Die mittlere Meerestemperatur von 27,7° C. war nahezu dieselbe, wie in
der Zeit vom 12. September bis 16. Oktober. Der berechnete Unterschied
beläuft sich auf nur 0,1°C. Zu den diesbezüglichen Angaben der Tabelle ist
weiter nichts zu bemerken.
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Ann. d. Hydr. efe., 1885, Heft IX.