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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Sydney- und Mary-Insel in der Phönix-Gruppe. 
Die in Zahlen angedeutete Geschwindigkeit der Strömung ist durch das 
Log ermittelt worden. 
Um den fehlenden Proviant zu beschaffen, lief „Agustina“ am 28. Februar 
Apia an und erhielt das Verlangte durch das Lotsenboot gegen Zahlung des 
einkommenden Lotsengeldes hinausgeliefert, während das Schiff sich vor dem 
Hafen kreuzend hielt. 
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1I. Die meteorologischen Verhältnisse in der Phönix-Gruppe 
vom 17. Oktober 1883 bis zum 20, Februar 1884. 
Während seines viermonatlichen Aufenthalts bei den Inseln der Phöniz- 
Gruppe stellte Kapt. Zimdars regelmäfsige meteorologische Beobachtungen 
an, und zwar, wenn das Schiff sich unter Segel befand, am Ende einer jeden 
Wache, wenn es aber vor Anker lag, nur während des Tages, von 6 Uhr 
Morgens bis 8 Uhr Abends, entweder” alle vier oder alle zwei Stunden. Zur 
Feststellung der meteorologischen Verhältnisse sind von den letztgenannten 
Beobachtungen nur diejenigen gewählt worden, welche um 8 Uhr Morgens, 
12 Uhr Mittags, 4 Uhr Nachmittags und 8 Uhr Abends gemacht sind, während 
die Beobachtungen auf See sämmtlich zur Verwendung gelangten. 
Wie schon aus dem ersten Abschnitte dieses Aufsatzes ersichtlich ist, 
Jag „Agustina“ vom 17. Oktober 1883 bis zum 1. November erst ab und än 
von der Sydney-Insel und segelte dann nach der Mary-Insel. Hier lag das 
Schiff bis zum 20. November, worauf es eine Fahrt nach der Sydney-Insel und 
zurück, welche am 3. Dezember beendet war, ausführte. Vom 3. bis 15. De- 
zember lag das Schiff zum zweiten Male unter der Mary-Insel vor Anker. Die 
Zeit vom 15.. bis 24. Dezember benöthigte man, um wieder nach Sydney-Insel 
zurückzusegeln. Vom letztgenannten Tage bis zum. 20. Februar 1884 lag 
„Agustina“ ununterbrochen auf dem Aukerplatz bei der Sydney-Insel. 
Da die Witterungsverhältnisse auf dem ganzen, während der Zeit vom 
17. Oktober bis 20. Februar befahrenen Gebiete -— etwa zwischen 2° und 
5° S-Br und 169,7° und 171,6° W-Lg — überall ziemlich dieselben sein dürften, 
so sind die an verschiedenen Orten dieses Gebietes angestellten meteorologischen 
Beobachtungen so angesehen worden, als ob sie von einem und demselben Orte 
herrührten. ; 
Die von Kapt. Zimdars benutzten Instrumente sind demselben von der 
Seewarte geliehen und die Korrektionen derselben am Anfange und Ende der 
Reise auf der Seewarte bestimmt worden. Die Windrichtung ist auf 2 Strich 
angegeben. Für die Ableitung der täglichen Schwankung des Luftdrucks und 
der Lufttemperatur sind nur die Beobachtungen von 8 Uhr Morgens, 12 Uhr 
Mittags, 4 Uhr Nachmittags und 8 Uhr Abends zur Verwendung gelangt. 
Die Häufigkeit der ‚verschiedenen Windrichtungen, in Procenten aus- 
gedrückt, und die mittlere Stärke des Windes, nach der Skala von Beaufort, 
veranschaulicht die umstehende Tabelle, 
Es geht daraus hervor, dafs in der Phönix-Gruppe vom 17. Oktober 1883 
bis 20. Februar 1884 östliche, besonders nordöstliche Winde vorherrschten; 
doch kamen auch öfters nordwestliche Winde und Windstillen und einige Male 
veränderliche Winde vor. Die nordwestlichen Winde, welche vielfach steif und 
von heftigen Böen begleitet waren, traten andauernd während der Periode vom 
10. bis 20. Dezember, später vereinzelt auf. Selbst südwestlicher Wind ist 
einige Male beobachtet, Böen von der Stärke 7—9 aus NW bis W waren 
nicht selten. Früh am 7. Februar wehte Oststurm. 
(In der Zeit vom 12. September bis 16. Oktober 1883 war nach den 
Beobachtungen von Kapt. Bannau der Wind ebenfalls vorwiegend aus nord- 
östlicher Richtung, aber beständiger, Windstillen oder veränderliche und 
stürmische Winde kamen während dieser Zeit nicht vor; auch hatte der Wind 
in keinem Falle eine Richtung westlich von S oder N.)
	        
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