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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

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Kartographie und Hydrographie der Küste von Ober-Guinea. 
Die von S. M. S. „Olga“ auf der Küstenstrecke Great Popo—Quitta 
gemachten Wahrnehmungen wurden im Allgemeinen bestätigt gefunden. Der 
östlich von Great Popo auf der Karte Tit. VI, No. 128 angegebene Mt, Pulloy 
ist nicht mehr zu erkennen, 
Great Popo hat an seinem westlichen Ende einige Hütten,!) und darauf 
folgen niedrige Zäune, aus denen heraus eine Deutsche Flagge wehte, dann 
sine Französische zweistöckige Faktorei mit Vorbau und dreieckigem Dach, 
dann eine Deutsche einstöckige, endlich ein zweistöckiges Haus mit Veranda 
und rechts und links niedrigen Nebengebäuden, alle drei roth gedeckt und 
rechts davon sehr weit ausgedehnt die Hütten der Eingeborenen, theilweise 
etwas von Bäumen verdeckt. 
Ahgwey‘) ist durch eigenartige Gebäude vor jeder Verwechselung geschützt: 
am Westende steht ein zweistöckiges Haus mit weißem Dach, unmittelbar 
daneben eine neue gelbe Kirche mit viereckigem Thurm und rothbraunem 
Dache, daran schliefsen sich zahlreiche Hütten von Eingeborenen, sowie eine 
weilse Ruine eines scheinbar gröfseren Gebäudes und ein Haus mit vier hohen 
Bogeonfenstern, etwas zurückliegend und anscheinend ganz neu. 
Little Popo!) wird .charakterisirt durch zahlreiche, mit hohen Flaggen- 
stangen versehene, weiß gedeckte und in Zwischenräumen von einander stehende 
Faktoreien, an welche sich nach Westen die Hütten der Eingeborenen, unmittel- 
bar am Strande und Wand an Wand gedrängt stehend, anschliefsen; westlich 
von diesen sieht man noch das rothe Dach einer thurmlosen niedrigen Kirche. 
Porto Seguro*) ist ein kleiner Flecken, an dessen westlichem Ende sich 
eine Französische Faktorei, bestehend aus weißsem Hause mit rothem Dach und 
markirt durch einen davorstehenden kleinen viereckigen gelben Holzbau mit 
pyramidal geformtem schwarzen Dach, befindet; in der Mitte liegt eine Englische 
Faktorei — niedrige weils gedeckte Gebäude —, rechts ein gröfseres und ein 
kleineres weifses Haus mit rothem Dach, zwischen diesen drei Komplexen die 
Hütten der Eingeborenen, unter welchen sich östlich von der Französischen 
Faktorei eine zweistöckige, östlich von der Englischen eine in Bienenkorbform 
hervorhebt. Ungefähr in der Mitte zwischen Porto Seguro und Bagida stehen 
cine größere und zwei kleinere Negerhütten, der Lage nach mit dem auf der 
Karte verzeichneten, in der Segelanweisung nicht vermerkten Orte Adafu 
identisch. 
Bagida besteht aus vier Faktoreien, zwei unansehnlichen Englischen auf 
beiden Seiten und zwei Deutschen mit ansehnlichen Gebäuden, unter denen ein 
zweistöckiges das Hauptgebäude der östlichen bildet, in der Mitte; etwa 800 m 
westlich von diesen Faktoreien steht eine einzelne Hütte, Bei klarem Wetter 
ist jeder der Orte zwischen Whydah und Bagida von dem nächstliegenden aus 
zu sehen. Von Bagida aus scheint die südlichste Französische Faktorei von 
Porto Seguro im Wasser zu stehen, noch weiter hinaus die dazu gehörige 
Flaggenstange. Die Flaggenstangen und Häuser von Lome sind ebenfalls 
deutlich erkennbar. . 
Lome?) ist ein lang gestrecktes, weitläufig gebautes Negerdorf mit 
sieben Faktoreien, von denen fünf weiß gedeckt sind und dio westlichste, eine 
Deutsche, die ansehnlichste ist. 
Das kleine Dorf Kudjo-be-koffi enthält nur einige Gehöfte; von den !/z Sm 
westlich davon stehenden beiden Grenzpfählen ist der Deutsche kurz, dick und 
einmal schwarz-weifs-roth gestreift, während der Englische die Gestalt und 
Höhe einer mächtigen Flaggenstange hat. , 
Von Danoe werden, wenn man von Osten kommt, zuerst zwei weils 
gedcckte Faktoreien sichtbar, von denen die linke, eine Bremer, gröfser scheint, 
als die rechte, Englische; dann sieht man Negerhütten und westlich von diesen 
schienen die weifsen Gebäude eines Englischen Forts durch den Palmenwald 
hindurch, der von einer hohen Flaggenstange mit dem Union-jack überragt 
wird. Bei Danoe lichtet sich das Ufergehölz und an Stelle des zusammen- 
hängenden Busches treten einzelne Bäume, meist Palmen, die häufig zu kleineren 
Gruppen zusammenstehen. 
iy Siehe Skizze auf Tafel 5, Heft 1II, 1885. 
%) Siehe Skizze auf Tafel 5, Heft III, 1885.
	        
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