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Kleine hydrographische Notizen.
den Berg hinan zu den Minen führende Weg eine scharfe Umbiegung fast nach
entgegengesetzter Richtung macht, nicht östlicher als Nord. Der genannte
Weg, welcher auf eine Entfernung von 5'/a Sm eine Steigung von 400m haben
soll, ist die beste Landmarke von Junin, Der in den Karten angegebene
weifse Thurm war nicht vorhanden. (Im „South America Pilot“, Part II, S. 312,
sowie in Findlay’s „South Paeific Directory“, S. 215, Ausg. 1884, wird dieses
Thurmes auch Erwähnung gethan.)
3. Flaschenpost. a) (D. S.) Durch Vermittelung des Deutschen Kon-
zulats in /run (Spanien) ist der Seewarte ein Flaschenpostzettel zugegangen,
welcher von der Deutschen Bark „Canopus“, Kapt. R. Loose, auf der Reise
von Hamburg nach Sydney am 4. Januar 1885 auf 46° 12‘N-Br und 13° 13‘ W-Lg
über Bord geworfen und am 5. Juli 1885 bei dem Kap Higuera (Bucht von
Biscaya), auf etwa 43° 24‘ N-Br und 1° 47‘ W-Lg, durch den Führer des
Leichterfahrzeuges „Santa Anna“, Casimiro Higos aus Fwuenterrabia, auf-
gefunden wurde.
Unter den bekannten Voraussetzungen hat die Flasche in 182 Tagen
515 Sm nach 0S0’!/A40 zurückgelegt.
b) (D.S.) Durch die Societe Anonyme Belge Liberienne in Kap Palmas,
Liberia (West-Afrika), ist der Seewarte ein Flaschenpostzettel zugegangen,
welcher von der Deutschen Bark „Amanda & Elisabeth“, Kapt. F. Föh, auf der
Reise von Hamburg nach Zanzibar am 30. August 1884 auf 7° 14‘ N-Br und
19° 48’ W-Lg über Bord geworfen und am 15. Mai 1885 bei Grand Cess an
der Küste von Liberia, auf ungefähr 5° 20‘ N-Br und 9° 28‘ W-Lg, durch
einen Beamten der Anfangs genannten Gesellschaft aufgefunden wurde.
Unter den bekannten Voraussetzungen hat die Flasche in 258 Tagen
627 Sm nach 0zS zurückgelegt.
c) (D. S.) Von Herrn Niebour, Direktor der Navigationsschule in
Hamburg, ist der Seewarte ein Flaschenpostzettel zugestellt, welcher ihm von
der Ortsbehörde und dem Kaiserlich Deutschen Konsulate in Trinidad (West-
indien) zugesandi wurde. Derselbe ist am 5. August 1884 beim Passiron des
Aequators (ohne Angabe der Länge) von Passagieren des Deutschen Dampfers
„Santos“, Kapt. J. Heidorn, über Bord gesetzt und am 9. Juni 1885 in der
Mayero-Bai an der Ostküste der Insel Zrinidad, auf ungefähr 10° 15‘ N-Br
und 61° 0‘ W-Lg aufgefunden worden,
Unter der Annahme, dafs die Flasche auf dem mittleren Schnittpunkte
des Aequators auf der Route der ausgehenden Dampfer (30,4° W-Lg) über
Bord gesetzt worden ist, hat dieselbe unter den bekannten Voraussetzungen in
308 Tagen 1930 Sm nach WNW*AW zurückgelegt.
d) (D.S.) Durch Vermittelung der Herren D. H,. Wätjen & Co. in
Bremen ist der Seewarte ein Flaschenpostzettel zugegangen, welcher von der
Deutschen Bark „Olbers“, Kapt. H. Lahmeyer, auf der Reise von Hamburg
nach New- York, am 9. Juni 1885 auf 59° 56‘ N-Br und 5° 41‘ W-Lg über
Bord geworfen und am 2, Juli 1885 bei der Insel Uya (Shetland-Inseln), auf
etwa 60° 37‘ N-Br und 1° 25‘ W-Lg, durch den Herrn James Robertson
aufgefunden wurde.
Unter den bekannten Voraussetzungen hat die Flasche in 23 Tagen
133 Sm nach ON0!20 zurückgelegt.
Anzeige.
Diesem Hefte ist eine von der Deutschen Seewarte herausgegebene
Kartenskizze des Treibeises bei Neufundland während der Zeit vom 16. Juni
bis Ende Juli 1885 beigefügt.
Gedruckt und in Kommission bei E. S. Mittler & Sohn
Königliche Hofbuchhandlung.
Kochstrafse 68—70.