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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

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Eingänge von meteorologischen Journalen ete,, April 1885. 
bald um nach einer hoch südlichen Richtung, doch konnte man auch dann, da 
jener nicht stürmisch wurde, in ziemlich befriedigender Weise nach Westen hin 
fortschreiten. Am 4. Dezember wurde in Sicht von Land die Länge des Kap 
Horn überschritten, und am 5. Dezember gelangte man in die Nähe der 
Tidefonso-Insel. 
Auch der noch übrige Theil der Kap Horn-Umsegelung konnte trotz 
vorherrschender Westwinde in befriedigend rascher Weise vollendet werden. 
Am 12. Dezember, 11 Tage später, als derselbe Parallel im Atlantischen Occan 
rorlassen worden war, gelangte „Parnass“ nach 50° S-Br in 77,8° W-Lg. Der 
Mitsegler „Roland“ erreichte diese Breite in 80,7° W-Lg am 3. Januar und 
„Germania“ that dasselbe in 81,7° W-Lg am 15. Dezember. Am 8. Dezember 
Mittags hatte sich „Parnass“ in 57,4° S-Br und 77,1° W-Lg und „Germania“ 
in 57,5° S-Br und 78,2° W-Lg befunden. Auf dem von 50° S-Br im Grofsen 
Oecan noch vorliegenden Theil der Reise traf „Parnass“ ebenfalls fast nur 
westliche Winde an. Dieselben wehten vorherrschend aus raumer Richtung 
and begleiteten das Schiff bis zu der am 23. Dezember erfolgten Ankunft im 
Hafen von Valparaiso. Um denselben von Lizard aus zu erreichen, waren nur 
74 Tage erforderlich gewesen. 40° S-Br im Grofsen Ocean war in 78,6° W-Lg 
am 18, Dezember überschritten worden, Als „Parnass“ am 23. Dezember die 
Rhede von Valparaiso erreichte, befand sich „Roland“ in 56,2° S-Br und 
57,4° W-Lg und „Germania“ in 29,4° S-Br und 86,8° W-Lg. 
Von Valparaiso versegelte „Parnass“ nach Antofagasta. Man verließ 
Jen ersteren Hafen am 2. Januar 1885 und segelte bei dem auf See herrschen- 
den leichten Südwinde bis zum 6. Januar zum Bestimmungshafen. In demselben 
srhielt das Schiff eine neue, für Hamburg bestimmte Ladung. Dieselbe wurde 
in solch kurzer Zeit übergenommen und verstaut, dafs schon am 18. Januar die 
Heimreise angetreten werden konnte. An die Stelle des in der Nähe der Küste 
wehenden schwachen und unbeständigen SSW-Windes trat in gröfserem Ab- 
stande vom Lande der frischere Passat. Das Gebiet desselben dehnte sich bis 
sach 27,3° S-Br in 85,5° W-Lg aus. In geringer Entfernung von diesem Punkte 
endete der zuletzt aus hoch südlicher Richtung wehende Wind am 24. Januar 
oei auf 765,2mm gestiegenem Luftdruck in Stille. Nachdem diese, nur zeitweiso 
7on leichten südlichen und westlichen Winden unterbrochen, bis zum 31. Januar 
angehalten hatte, stellte sich in etwa 31° S-Br und 85,5° W-Lg ein schwacher 
SW-Wind ein. Auf diesen folgte jedoch bald wieder ein mehrere Tago 
lauernder SE-Wind, und ebenso wurde auch noch Stille wieder beobachtet. 
Von 87° S-Br in 89° W-Lg ab nahm die Reise bei anhaltendem Westwinde 
ainen günstigen Verlauf. „Parnass“ segelte, ohne dafs sich weiter irgend 
Nennenswerthes ereignete, bis zum 16. Februar zur Länge des Kap Horn. Um 
zu derselben vom Abgangshafen zu gelangen, waren 29 Tage erforderlich 
zewesen, Während dieser Zeit hatte man: 30° S-Br in 84,9° W-Lg am 28, Ja- 
nuar, 40° S-Br in 86,2° W-Lg am 7. Februar und 50° S-Br in 79,6° W-Lg 
am 13. Februar überschritten. 
Im Süd-Atlantischen Ocean nahm die Reise bei den dort angetroffenen 
Westwinden zunächst auch einen befriedigenden Verlauf. Ungünstig war der, 
freilich nur kurze Zeit anhaltende, am 23. Februar herrschende NE-Wind. 
Derselbe folgte auf kurze Stille und nahm, indem der Luftdruck rasch sank, 
schnell zum Sturme zu. Als das Barometer bis auf 732,6 mm gefallen war, 
veränderte sich der in Stärke 10 wehende Wind, bei Gewitter und heftigem 
Regen, durch N nach NW, um sich dann, indem der Luftdruck gleichzeitig zu 
steigen begann, zu mäfsigen. Nördlich von 37° S-Br traten die westlichen 
Winde nur schwach auf, In geringer Entfernung von 33,5° S-Br in 31,6° W-Lg 
kam am 2. März ein schwach beginnender SE-Wind durch, der sich später 
langsam durch E nach N veränderte und, als die Windrichtung eine nordwest- 
liche geworden war, wieder bis zum leisen Zuge abnahm. Nachdem später noch 
für mehrere Tage leichte, unbeständige, nordöstliche Briese geherrscht hatte, 
yelang es am 12. März, den unweit von 17,5° S-Br in 30,8° W-Lg einsetzenden 
SE-Passat anzutreffen. Der seit langer Zeit verhältnifsmäfsig sohr niedrige 
Luftdruck zeigte selbst bei der polaren Passatgrenze nur auf 761,6 mm. Boi 
dem später schwach und unbeständig wehenden Passato segelte „Parnass“ bis 
zum 20, März zu dem in 3831,3° W-Lg überschrittenen Aequator. Um zu dem-
	        
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