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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

17) 
Eingänge von meteorologischen Journalen etc., April 1885, 
Im Süd-Atlantischen Ocean wurde „Roland“ nur bis 16,8° S-Br in 34,4° W-Lg 
vom Passat begleitet. Schon in der Nähe dieses Punktes veränderte sich der 
frische Wind am 18. November, bei auf 764,1 mm gestiegenem Barometerstande 
nach NE, um sich dann für längere Zeit in diesem Viertel zu halten. Einen 
Rundlauf nach links führte der Wind in diesem Falle nicht aus, sondern als 
der NE-Wind das Schiff bis zum 23. November nach 25,8° S-Br in 42,3° W-Lg 
geführt hatte, endete derselbe in Stille. Auf diese folgten später umlaufende, 
wiederholt von Stillen unterbrochene Winde, die abwechselnd aus östlicher und 
westlicher, jedoch meistens günstiger Richtung wehten. Zu wiederholten Malen 
wurde die Fahrt nun auch durch Stürme beunruhigt. Am 18. Dezember, 36 Tage 
später als die Linie verlassen worden war, erreichte „Roland“ den in 65,5° W-Lg 
überschrittenen Parallel von 50° S, Auf dem Wege zu demselben war: 10° S-Br 
in 31,6° W-Lg am 16. November, 20° S-Br in 36,2° W-Lg am 20. November, 
30° S-Br in 47° W-Lg am 27. November und 40° S-Br in 58,6° W-Lg am 
5. Dezember gekreuzt worden. Der Mitsegler „Parnass“ war nach 50° S-Br in 
54,6° W-Lg am 1. Dezember gelangt. 
Am 21. Dezember führte ein mäfsiger SE-Wind den „Roland“ zur Ost- 
spitze von Staaten Land. Nachdem dieser Wind dort, bei einem höchsten 
Barometerstande von 753,8 mm, in Stille geendet hatte, folgte auf diese bald 
sin mäfsiger NNW-Wind, bei dem man in zwei Tagen bis zum Kap Horn 
scgelte. In Sicht desselben und bei auf 740,0 mm gesunkenem Luftdrucke 
andete auch jener Wind in Stille, die selbst wieder nach zwei Wachen von 
einem rasch auffrischenden SSW-Winde verdrängt wurde. Leider hielt dieser 
günstige Wind nicht lange genug an, um bei ihm die erforderliche Länge 
zurücklegen zu können, Als „Roland“ sich am 25. Dezember in der Nähe von 
56,5° S-Br und 71° W-Lg befand, nahm der Wind wieder nordwestliche Richtung 
an, und da er später an mehreren Tagen stürmisch wehte, konnte man für 
die nächste Zeit nur in langsamer Weise vorrücken. Am 3. Januar 1885 gelang 
as, den in 80,7° W-Lg überschrittenen Parallel von 50° S wieder zu erreichen. 
Es waren dann 16 Tage vergangen, seit man dieselbe Breite im Atlantischen 
Ocean verlassen hatte. Der Mitsegler „Parnass“, welcher am 3. Dezember die 
Strafse Le Maire durchsegelte, hatte 50° S-Br in 77,8° W-Lg am 12. Dezember 
erreicht. 
Auf dem Wege zum Passatgebiet fand „Roland“ anfänglich ganz günstige 
Verhältnisse. Nachdem das Schiff aber bis zum 8, Januar nach 39,5° S-Br in 
39,8° W-Lg gesegelt hatte, stellte sich dort zunächst ganz leiser, südlicher und 
östlicher Zug und einen Tag später ein hoch nördlicher Wind ein, durch den 
die Reise eine bedeutende Verzögerung erlitt. Diese ungünstigen Verhältnisse 
hielten, wenn auch zuweilen und für kurze Zeit von günstigeren unterbrochen, 
für recht lange Zeit an. Als 25° S-Br überschritten worden war, beobachtete 
man auch häufige Windstillen, und wurde der Verlauf der Reise dort ein solch 
langsamer, dafs, um von 25,2° S-Br in 102° W-Lg nach 20° S-Br in 102,4° W-Lg 
zu gelangen, nicht weniger als zehn Tage erforderlich waren. Nicht weit von 
letzterem Punkte entfernt, stellte sich endlich am 31. Januar der allmählich 
stärker werdende SE-Passat ein, bei dem sich wieder ein rascherer Fortgang 
erzielen liefs. „Roland“ segelte bis zum 10. Februar zu dem in 115,2° W-Lg 
äberschrittenen Aequator. Um zu demselben von 50° S-Br her zu gelangen, 
waren nicht weniger als 38 Tage erforderlich gewesen. Während dieser Zeit 
hatte man: 40° S-Br in 88° W-Lg am 7. Januar, 30° S-Br in 96,4° W-Lg am 
17. Januar, 20° S-Br in 102,4° W-Lg am 31. Januar und 10° S-Br in 109° W-Lg 
am 5. Februar gekreuzt. Die Bark „Parnass“ hatte die Rhede von Valparaiso 
am 23. Dezember erreicht. 
In nördlicher Breite wurde „Roland“ bis nach 3,8° N-Br in 116,5° W-Lg 
vom SE-Passate begleitet. Um den in diesem Punkte betretenen Stillengürtel 
zu überschreiten, waren sechs Tage erforderlich. Als die in ihm herrschenden, 
schwachen meist südöstlichen Winde das Schiff in dieser Zeit nach 10,3° N-Br 
in 117,7° W-Lg geführt hatten, stellte sich dort am 17. Februar der NE-Passat 
wieder ein. Dieser bis nach 26° N-Br hin frisch und beständig wehende Wind 
dehnte scin Gebiet bis nach 27,1° N-Br in 131° W-Lg aus. Der schwach 
gewordene Wind endete in der Nähe dieses Punktes, bei auf 768,6 mın gestiegenem 
Luftdrucke in Stille. Später herrschte noch wieder ein lange Zeit anhaltender,
	        
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