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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Eingänge von meteorologischen Journalen ete,, April 1885, 
abgegangen. Der an diesem Tage beginnende frische NNE-Wind hatte das 
Schiff dann in zwei Tagen zum Kap St, John geführt und den noch übrigen 
Theil der Strecke bis nach 50° S-Br in 82,6° W-Lg hatte das auch ferner fast 
atets von Ostwinden begünstigte Schiff bis zum 28. August vollenden können. 
Noch ein anderer Mitsegler, die eiserne, nach Valparaiso bestimmte Hamburger 
Bark „Parsifal“, welche südliche Breite in 225° W-Lg am 18. Juli und 
50° S-Br in 63,7° W-Lg am 19. August erreicht hatte, gelangte zu dem letzteren 
Parallel in 82,5° W-Lg schon am 26, August. Dafs dieses Schiff die Umsegelung 
des Kap Horn in kürzerer Zeit, als sie „Malinche“ gebrauchte, vollenden 
konnte, war keine Folge des Umstandes, dafs „Parsifal“ durch die Strafse 
lie Maire, „Malinche“ um das Kap St. John segelte. Denn nachdem „Parsifal*“ 
am 19. August Mittags in 49,8° S-Br und 63,7° W-Lg und „Malinche“ in 
50,1° S-Br und 65,3° W-Lg gestanden hatten, rückten sie bis zum Mittage 
des 21. August, jene bis ia die Strafse ie Maire, diese bis ganz nahe zum Kap 
St. John vor, und von diesen Schiffsorten segelte „Parsifal“ dann bis zum 
25. August Mittags nach 53,1° S-Br in 79,2° W-Lg und „Malinche“ nach 
55,3° S-Br in 80,2° W-Lg. Um von diesem Punkte aus 50° S-Br wieder zu 
erreichen, waren für die erstere Bark etwa 30 und für die letztere, die zunächst, 
was im Allgemeinen hier nur zu billigen ist, besonders danach strebte Länge 
gut zu machen, etwa 54 Stunden erforderlich. 
Auf dem nördlich von 50° S-Br im Grofsen Ocean liegenden Theil der 
Reise traf „Pedraza“ zunächst vorherrschend westliche Winde an. Dieselben 
raten wiederholt, und dann meist aus hoch nördlicher Richtung wehend oder 
auch für kurze Zeit durch nordöstlichen Wind unterbrochen, stürmisch auf. 
Der Fortgang aller drei Mitsegler wurde dadurch bedeutend verzögert. 
„Malinche“ wurde nun sogar wieder bis südlich von 50° S-Br zurückgedrängt. 
Den heftigsten Sturm überstanden die drei Schiffe am 1. September. Am Mittage 
dieses Tages befand sich „Pedraza“ in 48,2° S-Br und 80,4° W-Lg, „Parsifal“ 
in 44,6° S-Br und 79,7° W-Lg und „Malinche“ in 50,3° S-Br und 79,6° W-Lg. 
Bei dem ersteren Schiff herrschte damals NE-Wind, Stärke 11 und Luftdruck 
gleich 722,2 mın, bei dem zweiten NNW-Wind (10) und Barometerstand gleich 
737,9mm und bei dem letzten NEzN-Wind von der Stärke 8 und Luftdruck 
gleich 736,6 mm. Der tiefste Barometerstand wurde bei „Pedraza“ mit 720,2 nm 
ım 4* p. m., als Westwind von der Stärke 11 wehte, bei „Parsifal“, bei dem 
gleichzeitig NNE-Wind (10) beobachtet wurde, um 10* a, m. mit 735,2 mm und 
bei „Malinche“ 717,2mm um 8° p. m. des 1. September abgelesen. Bei dem 
letzteren Schiffe herrschte damals NNE-Wind von der Stärke 10. HEine 
Mäfsigung des Sturmes trat bei allen drei Schiffen erst ein, nachdem das 
Ausschielsen des Windes nach W erfolgt war. Die Fortbewegung der diesen 
orkanartigen Sturm verursachenden Depression erfolgte wahrscheinlich nach 
südöstlicher Richtung. Als „Pedraza“ sich am 6. September in der Nähe von 
37° S-Br und 77,4° W-Lg befand, veränderte sich dort der schwache Wind 
durch S nach SSE, worauf man dann den letzten Theil der Reise bei leichter 
Briese aus letzterer Richtung vollendete, Am 11. September wurde auf der 
Rhede von Taltal geankert. Um zu derselben von 50° N-Br her zu gelangen, 
waren 103 Tage erforderlich gewesen, 40° S-Br hatte man in 78° W-Lg am 
4, September und 30° S-Br in 74,2° W-Lgy am 8. September gekreuzt. Der 
Mitsegler „Parsifal“ hatte den Hafen von Valparaiso am 8. September erreicht. 
Die Bark „Malinche“ ‘befand sich am 11. September in 34.3° S-Br und 
82,5° W-Lg. 
Von Taltal versegelte „Pedraza“ später nach Antofagasta, und nachdem 
das Schiff in diesem Platze beladen worden war, trat dasselbe am 25. No- 
vember die Rückreise nach dem Kanal an. Leichte südliche Mallung und Stille 
verzögerten den Anfang der Reise in solcher Weise, dafs man bis zum 1. De- 
zember nur nach 23° S-Br in 74,8° W-Lg vorrücken konnte. An diesem Tage 
wurde wieder mit der Führung des meteorologischen Journals begonnen. Die 
bis dahin beobachteten ungünstigen Verhältnisse herrschten damals noch und 
hielten auch noch für längere Zeit an. Erst als „Pedraza“ sich am 8. Dezember 
in der Nähe von 24° S-Br und 76,4° W-Lg befand, gelang es, den SE-Passat 
anzutreffen, bei dem die Reise einen günstigeren Verlauf nahm. Man segelte 
bis zum 14. Dezember nach 31,8° S-Br in 89,6° W-Lg. In geringer Entfernung 
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