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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Eingänge -von meteorologischen Journalen ete,, April 1885. 463 
der Nähe von 37,5° N-Br und 33° W-Lg befunden hatte, wurden dort während 
eines stürmischen NW-Windes äufserst heftige, von kleinen Wirbelwinden be- 
gleitete Böen beobachtet. Durch einen dieser das Schiff treffenden Wirbel 
schlugen das Vormarssegel und das Focksegel plötzlich back und ebenso plötz- 
lich auch, ohne Schaden anzurichten, wieder voll, Der Mitsegler „Niagara“ 
gelangte in Sicht von Lizard am 1. April. Noch ein anderer Mitsegler, die 
am 25. November von Antofagasta in See gegangene Hamburger Bark „Pedraza“, 
welche sich am 30. Dezember beim Kap Horn, am 8. Februar in 0° Breite und 
29,9° W-Lg befunden hatte, überschritt die Länge von Lizard am 21. März. 
Am Mittage des 13. März hatte sich „Panama“ in 46° N-Br und 21,7° W-Lg, 
„Niagara“ in 38,9° N-Br und 37,5° W-Lg urd „Pedraza“ in 48,9° N-Br und 
20,1° W-Lg befunden. . 
2, Reise der Schwedischen Bark „Robertsfors“, Kapt. @. E. Sandborg. 
Die für die Seewarte das meteorologische Journal führende Schwedische 
Bark „Robertefors“ befand sich am 7. Dezember 1883 während einer Reise von 
Kronstadt nach Wiadiwostock im Sicht von Lizard. Der dort damals wehende 
kräftige Ostwind endete schon am nächsten Tage, und es folgte auf ihn ein 
mehrere Tage anhaltender nordwestlicher Wind. Man konnte bei demselben 
einen mehr befriedigenden Fortschritt erzielen, als bei dem sich am 12. De- 
zemnber wieder einstellenden schwachen NE-Winde. Aus diesem letzteren Winde 
entwickelte sich später der Passat, ohne dafs dessen polare Grenze sich deutlich 
erkennbar machte. Von 33° N-Br an wurde die Fahrt für längere Zeit von 
ungewöhnlich kräftigem Passat begünstigt, während derselbe südlich von 25° N-Br 
nur geringe Stärke besaß. Nur zwischen 17° und 7° N-Br herrschte wieder 
frischerer und beständigerer. Wind. Die äquatoriale Passatgrenze schien am 
29. Dezember in der Nähe von 6° N-Br und 25° W-Lg zu liegen. Um den 
Stillengürtel bei darin angetroffenem leichtem östlichem und nördlichem Zuge 
zu überschreiten, waren drei Tage erforderlich. Nach Verlauf dieser Zeit gelang 
es, den in etwa 4° N-Br und 24,7° W-Lg einsetzenden SE-Passat wieder an- 
zutreffen, bei dem „Robertsfors“ bis zum 3. Januar 1884 zu der in 26° W-Lg 
überschrittenen Linie segelte, Um zu derselben vom Kanal aus zu gelangen, 
waren 27 Tage erforderlich gewesen. Während dieser Zeit hatte man: 40° N-Br 
in 16° W-Lg am 13. Dezember, 30° N-Br in 21,3° W-Lg am 18, Dezember, 
20° N-Br in 24,8° W-Lg am 23. Dezember und 10° N.Br in 25,3° W-Lg am 
27. Dezember gekreuzt. Die nach Hongkong bestimmte Hamburger Bark 
„Esmeralda“, welche den Kanal am 5. Dezember verlassen hatte, erreichte 
südliche Breite in 28,2° W-Lg am 28. Dezember. Am 3. Januar, und zwar 
fast zur selben Stunde, in welcher „Robertsfors“ es that, passirte in 29,5° W-Lg 
auch das auf einer Reise von New- York nach Pulo Penang begriffene Bremer 
Vollschiff „Christine“ den Aequator. Dasselbe war am 17. November in See 
gegangen und hatte das Passatgebiet in 28,5° N-Br und 42,6° W-Lg am 
16. Dezember betreten. Zur Zeit, als dieses letztere geschah, befand sich 
„Robertsfors“ noch in 34,7° N-Br und 18,3° W-Lg. 
Im Süd-Atlantischen Ocean wurde „Robertsfors“ bis nach 23,3° S-Br in 
29° W-Lg vom Passate begleitet. Wenige Wachen später als dort der Wind 
am 12. Januar nordöstliche Richtung angenommen hatte, veränderte sich der- 
selbe auch bei der in 20,4° S-Br und 32° W-Lg stehenden „Christine“ nach NE. 
Der Wind vollondete dann bei beiden Schiffen während der nächsten Tage 
einen Rundlauf nach links, um nach demselben wieder für mehrere Tage aus 
östlicher Richtung zu wehen. Nachdem der Wind bei dem am 18, Januar in 
30,5° S-Br und 21,6° W-Lg stehenden „Robertsfors“ zum zweiten Male durch N 
gedreht hatte, führte derselbe keine Drehungen mehr aus, sondern blieb an- 
haltend günstig. Bei kräftigem .nordwestlichem Winde ging die Bark am 
27. Januar in 39,2° S-Br von westlicher in östliche Länge über. Der 
27, Januar war der 24. bis dahin in südlicher Breite verbrachte Tag. Während 
dieser Zeit hatte man: 10° S-Br in 30,9° W-Lg am 7. Januar, 20° S-Br in 
29,1° W-Lg am 11. Januar und 30° S-Br in 21,8° W-Lg am 18. Januar 
geschnitten. Der Mitsegler „Zsmeralda“ hatte östliche Länge in 408° S-Br 
m 21. Januar erreicht, und „Christine“ that dasselbe in 38,6° S-Br am 
-_ Februar.
	        
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