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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Eingänge von meteorologischen Journalen ete,, April 1885. 
des zunächst angetroffenen leichten südlichen Zuges nur in sehr langsamer 
Weise. Als „Panama“ sich aber am 22. Dezember in der Nähe von 25,3° S-Br 
und 76,3° W-Lg befand, stellte sich der frische SE-Passat ein, bei dem man 
bis zum 28. Oktober nach 32,7° S-Br in 88,8° W-Lg vorrücken konnte. In 
yeringer Entfernung von diesem Punkte, wo ein höchster Barometerstand von 
770,0 mm beobachtet wurde, schien die polare Passatgrenze zu liegen. Der 
zum ganz leisen Zuge herabgesunkene Wind veränderte sich dort nach Süd. 
Nachdem der später wieder kräftiger gewordene Wind für einen Tag aus süd- 
westlicher Richtung geweht hatte, hielt sich derselbe für längere Zeit im süd- 
östlichen Quadranten, Günstigere Westwinde stellten sich erst ein, nachdem 
man am 5. Januar 1885 südlich von 43° S-Br gelangt war. Bei ihnen legte 
„Panama“ dann, ohne dafs sich ferner irgend Nennenswerthes ereignete, bis 
zum 13. Januar die Strecke zum Meridian des Kap Horn zurück, Der 13. Januar 
war der 27. seit der Abreise verflossene Tag. Während dieser Zeit hatte man: 
30° S-Br in 84° W-Lg am 25. Dezember, 40° S-Br in 92,5° W-Lg am 2. Januar 
und 50° S-Br in 84,2° W-Lg am 9. Januar gekreuzt. 
Im Süd-Atlantischen Ocean nahm „Panama’s“ Reise ebenfalls einen ganz 
zufriedenstellenden Verlauf. Der zwar nicht sehr beständig auftretende Wind 
hielt sich doch vorherrschend im westlichen Halbkreise und führte die Bark 
bis zum 29. Januar nach 28° S-Br in 30,8° W-Lg. Als sich dort der frisch 
wehende Wind durch S nach SSE veränderte, schien os, als ob damit das 
Passatgebiet erreicht sei. Nachdem man aber am 30. Januar 23° S-Br in 
30,2° W-Lg erreicht hatte, drehte der gleichzeitig bis zum ganz leisen Zuge 
abnehmende Wind bei regnerischem gewitterhaftem Wetter zurück durch S 
nach W, und schliefslich foigte ein fast sechs Tage lang anhaltender mäfsiger 
Nordwind. Indem sich der Wind nach dieser Zeit durch NE nach ENE ver- 
änderte, entstand aus ihm der Passat. Die polare Grenze desselben schien am 
1. Februar in der Nähe von 17° S-Br und 31,7° W-Lg zu liegen. Man beob- 
achtete dort einen höchsten Barometerstand von 763,3 mm. Der später auch 
nur in mäfsiger Stärke auftretende Passat begleitete „Panama“ nicht bis zur 
Linie. Als die Bark sich am 14. Februar in etwa 1,7° S-Br und 30,6° W-Lg 
befand, ging dort der Passat in leichte Mallung über. Bei flauer südöstlicher 
Briese ging „Panama“ am 15. Februar in 830,7° W-Lg von südlicher in nörd- 
liche Breite über. Zur Vollendung der zwischen Kap Horn und Aequator 
liegenden Strecke waren 33 Tage erforderlich gewesen. Während dieser Zeit 
hatte man: 50° S-Br in 50,7° W-Lg am 17. Januar, 40° S-Br in 39,8° W-Lg 
am 23. Januar, 30° S-Br in 31,4° W-Lg am 29. Januar, 20° S-Br in 29,5° W-Lg 
am 4. Februar und 10° S-Br in 31,5° W-Lg am 11. Februar gekreuzt. Am 
16. Februar erreichte in 28° W-Lg die auf einer Reise von Puerto Oliva nach 
dem Kanal begriffene eiserne Altonaer Bark „Niagara“ die nördliche Halbkugel. 
Dieselbe war am 29. November in See gegangen und hatte sich am 2. Januar 
beim Kap Horn befunden. 
In nördlicher Breite traf „Panama“ vom Stillengürtel keine Spur mehr 
an. Der schwache, in der Nähe der Linie wehende SE-Wind drehte langsam 
durch E nach NE und wurde zum Passat. Indem derselbe bald gröfsere Stärke 
gewann, trat derselbe auf der zwischen 3,5° und 21° N-Br liegenden Strecke 
recht kräftig und beständig auf. Nördlich vom letzteren Parallel wehte der- 
3zelbe nur schwach und unbeständig, und in geringer Entfernung von 28,5° N-Br 
in 41,2° W-Lg endete er am 28, Februar. Der flau gewordene Wind veränderte 
3ich dort bei einem höchsten Barometerstande von 7(70,5mm nach einer südlich 
von SE liegenden Richtung. Indem der Wind die Drehung fortsetzte, wehte er 
bald aus dem westlichen Halbkreise, um sich in demselben für längere Zeit 
vorherrschend zu halten. Nördlich von 40° N-Br stellten sich wieder östliche 
Winde ein, und als „Panama“ sich am 13. März in 46° N-Br und 21,5° W-Lg 
befand, wurde dort bei dem noch immer herrschenden Ostwinde die Führung 
des meteorologischen Journals eingestellt. Die Kanal-Mündung wurde von der 
Bark am 20. März erreicht. Um zu derselben von Taltal aus zu gelangen, 
waren 93 Tage erforderlich gewesen. In nördlicher Breite hatte man 33 Tage 
zugebracht und dort: 10° N-Br in 38° W-Lg am 20, Februar, 20° N-Br in 
41° W-Lg am 23. Februar, 30° N-Br in 40,6° W-Lg am 1. März und 40° N-Br 
in 28,5° W-Lgy am 9. März überschritten. Als „Panama“ sich am 6. März in
	        
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