accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Eingänge von meteorologischen Journalen ete., April 1885. 
461 
26,7° W-Lg. Südlich von diesem Punkte beobachtete man zunächst an einem 
Tage leichten südlichen Zug und auch Stille, und dann den unweit 12° N-Br 
einsetzenden mäfsigen, aber nicht schr beständigen SW-Monsun. Bei demselben 
mit St-B.-Halsen segelnd und gleichzeitig versetzt von einer etwa !/2 Kn starken 
östlichen Strömung, rückte „Panama“ dann bis zum 11. September nach 4,2° N-Br 
in 21,1° W-Lg vor. In geringer Entfernung von diesem Punkte wurde zum 
letzten Male gewendet und darauf bis zum 13. September zu der in 25,8° W-Lg 
überschrittenen Linie gesegelt. Um zu derselben vom Kanal her zu gelangen, 
waren 31 Tage erforderlich gewesen. Während dieser Zeit hatte man: 40° N-Br 
in 16° W-Lg am 22. August, 30° N-Br in 21,5° W-Lg am 28. August, 20° N-Br 
in 26° W-Lg am 31. August und 10° N-Br in 25,6° W-Lg am 6. September 
gekreuzt. 
Im Süd-Atlantischen Ocean wurde „Panama“ für eine verhältnifsmäksig 
lange Zeit von frischem beständigem Passat begünstigt. Die Bark rückte bis 
zum 24, September nach 30,3° S-Br in 43,6° W-Lg vor, ohne anderen als 
frischen Ostwind anzutreffen... In geringer Entfernung von diesem Punkte ver- 
änderte sich der mäßige Wind bei einem Barometerstande von 769,5mm nach 
NE. Als der Luftdruck dann während der nächsten 24 Stunden bis auf 760,5mm 
gesunken, das Wetter regnerisch geworden war, schofs der Wind aus von N (4) 
nach SW (7). Und es folgten dann weiter zwei ziemlich regelmäfsig verlaufende, 
von bedeutenden Luftdruckveränderungen begleitete Rundläufe des Windes nach 
links. Vorwiegend im westlichen Halbkreise hielt sich der nur mäfsige Stärke 
besitzende Wind, nachdem 39° S-Br überschritten worden war. Man konnte 
indessen auch dort, da die Richtung häufig eine raume war, in befriedigend 
rascher Fahrt nach Süden vorrücken. Am 12. Oktober, dem 29, bis dahin in 
südlicher Breite zugebrachten Tage, gelangte „Panama“ nach dem in 63,5° W-Lg 
erreichten Parallel von 50° Süd. Auf dem Wege zu demselben hatte man: 
10° S-Br in 31,2° W-Lg am 17. September, 20° S-Br in 36,2° W-Lg am 
20. September, 30° S-Br in 43,3° W-Lg am 24. September und 40° S-Br in 
56,2° W-Lg am 4. Oktober gekreuzt. Während der 60 Tage, in welchen 
„Panama“ die zwischen Kanal und 50°. S-Br liegende Strecke zurückgelegt 
hatte, war keine gröfsere Windstärke als 7, und auch die nur für wenige Stun- 
den, beobachtet worden. ; 
Nördlich von Staaten Land überstand die Bark am 14, Oktober in etwa 
53,8° S-Br und 63,3° W-Lg den ersten Sturm dieser Reise. Derselbe begann 
aus WNW, endete aus WSW und war von einem niedrigsten Barometerstande 
von 748,5mm begleitet. Nachdem dieser Sturm in Stille geendet hatte, folgte 
auf diese bald ein rasch auffrischender NE-Wind, bei dem am 15. Oktober 
das Kap St. John umsegelt wurde. Als die Bark sich am 16. Oktober in Sicht 
von Kap Horn befand, veränderte sich der mäfige Wind durch N nach W, 
um nun für längere Zeit westlich zu bleiben. Da die Windstärke dann auch 
wiederholt bis zum heftigen Sturme zunahm, konnte der Fortschritt des Schiffes 
nur ein langsamer sein. Den schwersten Sturm überstand „Panama“ am 
19. Oktober in geringer Entfernung von 58,8° S-Br und 67,5° W-Lg. Dersölbe 
erreichte in den ihn begleitenden Hagel- und Schneeböen fast orkanartige 
Stärke, begann aus N und endete aus W. Das Barometer sank während des- 
selben bis auf den niedrigsten Stand von 737,0mm, Als „Panama“ bis zum 
24, Oktober nach 55,6° S-Br in 71,3° W-Lg vorgerückt war, veränderte sich 
dort der heftige Wind bei einem niedrigsten Barometerstande von 736,8 mm 
von WNW nach SW und gewährte, indem er sich für längere Zeit im letzteren 
Viertel hielt, dem Schiffe eine erwünschte Gelegenheit zur Förderung der Reise. 
Am 29. Oktober, 17 Tage später, als derselbe Parallel im Atlantischen Ocean 
verlassen worden war, erreichte „Panama“ wieder den nun in 80,7° W-Lg 
überschrittenen Parallel von 50° Süd. Der Meridian des Kap Horn war in 
57,3° S-Br am 21. Oktober gekreuzt worden. Auf dem letzten noch vorliegenden 
Theile der Reise wurde die Bark auch fast stets von frischen Westwinden 
begünstigt. Sie segelte bei denselben bis zum 5. November zur Bai von 
Talcahuano. Es waren dann 84 Tage seit.der Abreise vom Kanal verflossen. 
‘ Nachdem die Bark später von Talcahuano nach Valparaiso und nach 
Taltal gegangen und im letzteren Hafen aufs Neue beladen worden war, trat 
sie am 17. Dezember die Heimreise an. Der Anfang derselben verlief infolge 
Ann, <. Hydr. ete., 1885. Heft VI.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.