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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Kleine hydrographische Notizen, 
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anwesenden Schiffe vor. Glücklicherweise blieb die Besatzung der „/da“, ab- 
gesehen von einigen leichten Fieberanfällen, von ernsten Unfällen verschont.“ 
Von Guayaquil versegelte „Ida“ zunächst nach Funta Arenas und nahm 
darauf während der Monate April und Mai in Potrero und Brasilito an der 
Küste von Nicaragua eine Ladung Cedernholz ein. Die beiden genannten Plätze 
liegen an ziemlich geschützten Buchten, ungefähr in der Mitte zwischen Morro 
Hermosa oder Kap Velas und der Culebra-Bai, und sind ziemlich geschützt 
durch die vorliegenden Brumel-Inseln. Wenn möglich, sollte man hier die 
Boote nicht zuviel im Wasser haben, da sie sehr leicht vom Wurm angefressen 
werden. In Potrero kann man sich das Trinkwasser kostenfrei selber holen, 
aber in Brasilito mufs es erst vermittelst Wagen an den Strand geschafft werden, 
und kostet das Fafs 1,50 Doll. Hühner und Eier, zuweilen auch Fleisch, sind 
zu mäfigen Preisen zu haben. 
5. Hafen von Matupi, Neu-Britaunien. Der Kommandant S. M. S. 
„Marie“, Kapt z. See Krokisius, berichtet, dafs der rothe Fleck, wodurch 
sich nach der Angabe S. M. Knbt, „Hydne“ der als Einsegelungsmarke dienende 
Bergrücken links von dem Berg „Mutter“ (Vergl, Ann, 1883, S. 518) kennzeichnet, 
jetzt fast gänzlich zugewachsen ist und keine Marke mehr bildet. Um die an 
der O- und NO-Seite der Insel Matupi vorhandenen flachen Stellen sicher zu 
vermeiden, hat man sich nur möglichst dicht an der rechten (nördlichen) Küste 
der Bucht zu halten, da dort bis fast unmittelbar an Land tiefes Wasser ist. 
Sobald „Bienenkorb“ und Westspitze der Insel in Eins kommen, verfahre man 
weiter nach den Angaben S. M. Knbt. „Hyäne“ (Annalen 1883, S, 518). 
6. Die Banka-Strafse („Hydrographische Nachricht“, 1885, No. 24/132). ') 
Folgende Bemerkungen über die Banka-Strafse sind einem Bericht des Komman- 
danten des Oestr.-Ung. Knbt. „Nautilus“, Korv.-Kapt. Spetzler, von diesem 
Jahre entnommen: 
Die Position des Felsen (Insel) Lucipara dürfte nicht genau richtig sein, 
da Kontrolpeilungen von gut bestimmten Peilpunkten nicht stimmten.*) 
Die Dapur-Inseln heben sich mit ihren dichten, dunklen Baumgruppen 
gut vom Hinterlande ab. Der Toboe Ali Lama Pick, schon auf 16 Sm ge- 
sichtet, ist wegen der nicht scharf markirten höchsten Kuppe zur Peilung nicht 
sehr verlälßslich, dagegen der Gadong mit kegelförmiger Spitze eine gute Marke. 
Toboe Ali Spitze. Der einzeln stehende, 65 m hohe Baum kann als Peil- 
objekt erst für den 4. Quadranten empfohlen werden, da er erst dann deutlich 
erkennbar ist. Die Insel Puni war mit ihrer dunklen Bewaldung auf 5 Sm gut 
sichtbar. Die Baumgruppe auf dem höchsten Theile der Melvill-Bank wurde 
auf 6 Sm Entfernung deutlich wahrgenommen. 
‚ Die Küste von Sumatra erscheint in der Dwarspeilung als flacher Saum 
von Bäumen und Buschwerk; auf 12 bis 15 Sm Entfernung in der Kursrichtung 
gesichtet, unterscheidet man einzelne Baumkronen über der sonst freien Kimm. 
Der 51m hohe Sail Tree, besonders gut durch seine massive Krone 
gekennzeichnet, ist ein sehr verläfslicher Peilpunkt; nicht minder Pulo Besar, 
während Pulo Dahun nur schwer zu erkennen ist und sich kaum vom Hinter- 
Jande abhebt. 
Die Spitze Pudi ist erst auf 2 bis 3 Meilen kenntlich durch den Einschnitt 
der Mündung des Ballar-Flusses, 
Zwischen Panjang und Lalarie war starker Oststrom fühlbar, bei Tweede- 
Spitze wurde starke Kabbelung wahrgenommen. 
‚ Pulo Pemein, die Inseln Nangka, Bukit Pandin, Bukit Assam, Bukit 
Panjang und Monopin Hill sind gute, verläfsliche Landmarken und für die 
Passage der Bank Karang Brom Brom, deren Seezeichen fehlten, zu empfehlen. 
Bemerkung. Das Feuer von Lueipara und der weifee Leuchtthurm von 
Kalian wurden auf 16, das Leuchtfeuer von Tanjong Oelar auf mehr als 
6 Meilen gesichtet. 
7. Rhede von Batavia,. („Hydr. Nachr.“, 1885, 24/134.)!) Derselbe 
Kommandant berichtet über die Rhede von Batavia: 
‘) Siehe auch „Annalen“, 1884, S. 436. — „China Sea Directory“, I, 1878, S. 201. 
2) Diese Bemerkung wurde an Bord S, M. S, „Prinz Adalbert“, wo die Insel auch. vielfach 
zu Peiluugen verwandt wurde, nicht gemacht. Red.
	        
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