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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

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Kleine hydrographische Notizen. 
Der Leuchtthurm auf Utldngan markirt sich schlecht, da er grau ge- 
strichen ist und die nebenstehenden Häuser nur wenig überragt. Bei unsich- 
tigem Wetter dürfte die Passage zwischen Utklipporna, und Utlängan nicht zu 
empfehlen sein. 
Die Einsegelung nach Karlskrona kann bei günstigem Wind und sichtigem 
Wetter ohne Lotsenhülfe ausgeführt werden. Die Seezeichen auf den Untiefen 
vor dem Hafen markiren sich gut, und für die Passage zwischen denselben 
giebt die Vertonung in der Karte (Tit. I, No. 3, D. K. 60) guten Anhalt. Der Kurs 
von der östlichen zur westlichen Riff-Bake bei Utlängan ist West; sobald man 
ietztere passirt hat, führt der Kurs NW'/2W auf die Treibbake von Ksten, In 
liesem Kurs sieht man auf Bäldö (ein charakteristisches Merkmal, welches in 
den Segel-Direktionen nicht erwähnt ist) zwei Felsblöcke, den einen auf dem 
Riff, den zweiten weiter landeinwärts in Linie, und kann dann mit NW-Kurs 
in die auf der Karte angegebene Peilung für die Einsegelung laufen. Von den 
vor dem Hafen beginnenden Untiefen ragt Sundsbäden flach über die Wasser- 
oberfläche hinaus. Da diese Untiefe am weitesten nach Westen in das Fahr- 
wasser hineinragt, so wird man such nach Entfernung der Seezeichen das 
Kömigstief sicher passiren könuen. Innerhalb der Forts mufs man auf die Mitte 
von Werkö halten, um Lindelöfs Grund zu vermeiden. Die Passage zwischen 
Getskär und Gotnatt ist für gröfsere Schiffe unsicher; die Küstendampfer be- 
nutzen auch diese, um in den Innenhafen zu gelangen. Die Kriegsschiffe ankern 
in der nördlich von Getskär liegenden Bucht in 9 bis 16m Wasser auf Schlick- 
grund. Die Fahrwasserrinnen im inneren Hafen sind durch Pricken gekenn- 
zeichnet, Auf Ansuchen fällt von einem auf der Königlichen Werft befindlichen 
Thurme ein Zeitball. 
2. Ueber die Rhede von Kap Palmas berichtet der Kommandant 
S, M. Kr. „Möwe“, Korv.-Kapt. Hoffmann, dafs dieselbe wegen der hohen 
Dünung und der Untiefen in der Nähe einen schlechten Ankerplatz bildet. 
Steht etwas See, so arbeitet ein hier vor Anker liegendes Schiff in gefährlicher 
Weise wegen der einlaufenden Roller, und ist die See glatt, so markiren sich 
die Untiefen nicht mehr durch Brandung, und man fühlt sich unsicher beim 
Ein- und Auslaufen. Ein Auslegen von Bojen ist mehrfach von Kriegsschiffen 
and Dampfschiffrhedereien versucht, die Bojen sind aber immer schnell wieder 
verschwunden, wie man behauptet, durch Anbohren Seitens der Neger in der 
Hoffnung auf Strandgut. Die Ansiedelung von Kap Palmas gehört der Republik 
Liberia; die Bauart der Häuser und alle Aeufserlichkeiten gleichen denen von 
Monrovia. Die Faktoreien liegen am Fluß innerhalb der Barre, welche in der 
Regel von Schiffsbooten nicht mit Sicherheit zu passiren ist. Aufserhalb der 
Barre befindet sich kein Landungsplatz. Der Leuchtthurm auf dem Kap ist 
gin hohes, bei Tage gut sichtbares Gebäude, an welches sich einige andere, 
mehrere Stockwerk hohe Häuser (Schule, Hospital) anlehnen, so dafs der Ge- 
däudekomplex zusammen aus weiter Entfernung einer Kirche mit Glockenthurm 
an einem Ende gleicht.) Das Feuer ist immer noch nicht im besseren Zustande 
ale früher und verschwand, als die Reise am Abend fortgesetzt wurde, auf 
wenige Seemeilen Entfernung. 
3. (D. S.) Strömung an der Westküste von Afrika bei Lagos. 
Die Deutsche Brigg „Gottlieb“, Kapt. P. Dunckler, fand am 25. April 1884 
ınter der Afrikanischen Küste auf 6° 22‘ N-Br und 3° 27’ O-Lg eine ziemlich 
atarke westliche Strömung, so dafs bei der leichten Briese kein Fortgang nach 
Osten zu erzielen war. Ebenso lief der Strom auf der Rhede von Lagos vom 
27. April bis zum 1. Mai fortwährend nach Westen. Erst dann kam der hier 
gewöhnliche Oststrom wieder durch. 
4. (D. S.) Der Gesundheitszustand in Guayaquil und einige 
Bemerkungen über die Plätze Potrero und Brasilito an der Küste 
von Nicaragua. Kapt. C. Fesenfeldt von der Bark „/da“ berichtet: 
„Während unseres Aufenthaltes in Gwayaquil vom 11. Januar bis zum 
26. Februar 1884 war es recht ungesund, Mitunter, wenn nach Regenwetter 
die Sonne schien, entstand eine wahre Stickluft. Das Hospital war zeitweise 
überfüllt, und es kamen mehrere Todesfälle unter den Mannschaften der hier 
‘' Hiernach modificirt sich die Ansicht auf Karte Tit. YI. No. 122 {Br. K. 1692.
	        
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