120 Eingänge von meteorologischen Journalen etc., März 1885,
niedrigste Barometerstand war 753,0 mm, während bei „Zlise“ der Luftdruck
nicht unter 758,5 mm sank. Der Unterschied der Zeiten des eventuellen Aus-
schiefsens des Windes, verglichen mit der etwa 190 Sm grofsen Entfernung in
der 0SO'!/2O-Richtung beider Schiffe, deutet auf eine freilich nur angenähert
richtige Schnelligkeit der Fortbewegung der Depression nach Osten von 20 Sm
in der Stunde. Bei den nach diesem Sturme folgenden Westwinden gelang es
„Jupiter“, am 18, Juni die Länge der Kapstadt zu überschreiten, während
„Elise“ für längere Zeit fast gar keinen Fortschritt erzielen konnte. Als die
Bark am 24, Juni zu dem in 12,5° O-Lg überschrittenen Parallel von 30° Süd
zurückkehrte, befand sich das Vollschiff noch in 35,5° S-Br und 20° O-Lg.
„Else“ erreichte 30° S-Br in 9,8° O-Lg erst am 1. Juli. Die Bark, welche
17 Tage südlich von diesem Parallel zugebracht, hatte während ihrer Fahrt
zur Südspitze Afrikas: 10° S-Br in 98,5° O-Lg am 12. Mai, 20° S-Br in 69°
O-Lg am 22, Mai, 30° S-Br in 33° O-Lg am 7. Juni, 90° O-Lg in 14,2° S-Br
am 15. Mai, 60° O-Lg in 22,5° S-Br am 25. Mai und 30° O-Lg in 32,5° S-Br
am 9. Juni gekreuzt.
Der frische SE-Wind, bei dem „Jupiter“ wieder nördlich von 30° S-Br
gelangte, veränderte sich später noch wieder nach S. Indem er nach einiger
Zeit nach SSE zurückkehrte, wurde derselbe zum beständigen Passat, Derselbe
irat nördlich von 21,5° S-Br an zwei Tagen nur in geringer Stärke auf, faßte,
nachdem 19° S-Br überschritten worden war, aber wieder kräftig durch, um
die Bark bis zum 13, Juli zu der in 25° W-Lg überschrittenen Linie zu führen.
„Jupiter“ hatte die zwischen 30° S-Br und dem letzteren Punkte liegende
Strecke in 19 Tagen zurückgelegt und auf derselben: 20° S-Br in 1° W-Lg
am 1. Juli und 10° S-Br in 13,7° W-Lg am 7. Juli gekreuzt. Der Mitsegler
„Else“ passirte den Aequator in 36° W-Lg am 22. Juli.
In nördlicher Breite ging der Passat bei „Jupiter“ in den südwestlichen
Monsun über, ohne dafs vorher von Mallung eine Spur angetroffen wurde. Der
zwischen 6,5° und 8,5° N-Br recht frisch wehende Monsun begleitete die Bark,
bis sie sich am 19. Juli in der Nähe von 10,5° N-Br und 33,1° W-Lg befand.
Nördlich von diesem Punkte wurde die Fahrt für einen Tag durch Stille und
leichte Mallung unterbrochen, nach welcher der in der Nähe von 10,4° N-Br und
32,5° W-Lg einsetzende NE-Passat angetroffen wurde. Die Fahrt nahm nun
für längere Zeit wieder einen recht befriedigenden Verlauf. Das Gebiet des
zwischen 15° und 23° N-Br am frischesten wehenden Passats dehnte sich aus
bis nach 34,5° N-Br in 65,2° W-Lg. Als dort am 5. August der seit zwei
Tagen schwach gewordene Wind sich nach SE veränderte, zeigte das Baro-
meter auf einen Stand von 768,5 mm. Zwei Tage vorher war unweit 32° N-Br
ein höchster Stand von 769,5 mm abgelesen worden. Nachdem der Wind sich
nördlich vom Passatgebiet durch S nach SW verändert hatte, gewann derselbe
wieder gröfsere Stärke und führte die Bark bis zum 9. August zum Hafen von
Boston. Es waren dann 125 Tage seit der Abreise von Cebuw und 93 Tage
zeit der Abfahrt von Anjer vergangen. Im Nordatlantischen Ocean hatte die
Bark 27 Tage zugebracht und dort: 10° N-Br in 32,9° W-Lg am 19. Juli,
20° N-Br in 49,5° W-Lg am 27. Juli und 30° N-Br in 62° W-Lg am 2. August
gekreuzt. Der Mitsegler „Else“ erreichte den Hafen von New-York am
19. August. Kapt. Ringe fügt dem Schlusse der Reise die Bemerkung hinzu,
dafs die Hamburger Bark „Willy“, welche am 30. März von Iloilo ausge-
zangen war, am 31. Juli zum Hafen von Halifax gelangte. Noch ein anderer
Mitsegler, die Bark „Prudenecia“, welche am 26. März von Manila aus in See
gegangen war, ankerte in der Boston-Bai am 15. August, und noch ein weiterer
Mitsegler, das Amerikanische Schiff „Zcebear“, welches Cebuw am 25. März ver-
lassen hatte, gelangte zu seinem Bestimmungsplatze New- York am 28. August.
Nachdem „Jupiter“ in Boston entlöscht und aufs Neue wieder mit einer
aus Stückgütern bestehenden Ladung beladen worden war, trat die Bark am
21. September eine Reise nach Melbourne an. Bei den auf See herrschenden,
fast nur aus westlicher oder südlicher Richtung kommenden Winden wurde ein
östlicher Kurs verfolgt und auf demselben ein einigermafsen befriedigender
Fortgang erzielt. Nachdem man südlich von 35° N-Br gekommen war, nahm
der Wind mehrere Male südöstliche Richtung an, ohne dieselbe jedoch lange
zu behalten. Zwischen 29° und 23° N-Br traf „Jupiter“ an vier Tagen frischen