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Kingänge von meteorologischen Journalen etc., März 1885.
Nachdem „Jupiter“ in Sidney in fünf Tagen entlöscht worden war, nahm
die Bark Kohlen als Ballast ein. Ein Schleppdampfer schleppte das Schiff
dann nach dem benachbarten Kohlenplatz Newcastle, wo der Rest der Kohlen-
ladung eingenommen wurde. Dasselbe geschah vermittelst hydraulischer Krähne
in der kurzen Zeit von 2! Tagen. Am 23. November trat das Schiff von
Newcastle aus eine Reise nach Manila an. Der zu Anfang derselben herrschende
mäfsige NE-Wind nahm bald bis zum ganz schwachen Zuge ab, so dafs eine
längere Verzögerung verursacht wurde. Nachdem sich der Wind aber am
30. November durch N nach NW verändert hatte und kräftiger geworden war,
nahm die Reise einen rascheren Verlauf. Indem der Wind die Drehung nach
links später fortsetzte, entstand aus ihm unmittelbar der SE-Passat, „Jupiter“
betrat dessen in 28,1° S-Br und 166,2° O-Lg beginnendes Gebiet am 2. Dezember.
Man beobachtete dort einen Barometerstand von 763,0 mm, während in der Nähe
von 32,5° S-Br und 162° O-Lg ein höchster Stand von 768,3 mm abgelesen
worden war. Der zwischen 25° und 15° S-Br am frischesten wehende Passat
besafs nördlich vom letzteren Parallel nur geringe Stärke. Er endete, nachdem
die Bark von ihm bis zum 13. Dezember nach 7,8° S-Br in 163,3° O-Lg geführt
worden war. Um von diesem letzteren Punkte aus den Aequator zu erreichen,
war dann noch eine verhältnifsmäfsig sehr lange Zeit erforderlich. Leichte
nordöstliche, von häufigen Stillen unterbrochene Mallung zunächst und ein nördlich
von 5° S-Br in 161,7° O-Lg auftretender, schwacher nordwestlicher Zug ver-
arsachten, dafs „Jupiter“ erst am 23. Dezember die Linie in 165,3° O-Lg über-
schreiten konnte. Der 23. Dezember war der 30. bis dahin auf See zugebrachte
Tag. Während dieser Zeit hatte man: 30° S-Br in 165,1° O-Lg am 1. De-
zember, 25° S-Br in 164,6° O-Lg am 4. Dezember, 20° S-Br in 162,4° 0-Lg am
6. Dezember, 15° S-Br in 163,2° O-Lg am 7. Dezember, 10° S-Br in 163,5° O-Lg
am 11. Dezember und 5° S-Br in 162° O-Lg am 17. Dezember gekreuzt. Im
Gebiete des SE-Passats hatte „Jupiter“ meistens eine etwa 0,5 bis 1 Kn starke
westliche Strömung beobachtet; dagegen stellte sich mit der nördlich von 5°
S-Br auftretenden, schwachen westlichen Briese ein Oststrom ein, von dem das
Schiff an einem Tage nicht weniger als 49 Sm nach Osten versetzt wurde. In
der Meerestemperatur waren keine auffallenden Veränderungen bemerkt worden,
DS betrug unweit 6,5° S-Br 30° C. und in der Nähe des Aequators
9,5° €.
In nördlicher Breite konnte „Jupiter“ bei dem dort zunächst etwas frischer
wehenden NW-Winde auch einen mehr befriedigenden Fortschritt erzielen.
Nördlich von 3° N-Br drehte der schwache Wind allmählich durch N nach E,
and später hielt sich der Wind für mehrere Tage im südöstlichen und süd-
westlichen Quadranten. Indem der Wind sich schliefslich von S nach SE ver-
änderte und stärker wurde, schien aus demselben der Passat entstehen zu
wollen. Die äquatoriale Grenze desselben schien am 1. Januar 1884 unweit
von 8,2° N-Br in 163,5° O-Lg zu liegen. Man traf jedoch nördlich von diesem
Punkte später noch für längere Zeit schwache unbeständige, sich stets südlich
von E haltende Winde und in der Nähe von 12,5° N-Br in 153,2° O-Lg sogar
am 8, Januar noch wieder kurze Stille und leisen westlichen Zug an. Erst
indem sich dieser letztere nach rechts veränderte und stärker wurde, entstand
aus demselben am 9. Januar der kräftige Passat. Von 13,2° N-Br in 150,4°
0-Lg ab konnte bei diesem heftig und beständig wehenden Winde ein rascher
Fortschritt erzielt werden. Am 17. Januar gelangte „Jupiter“ zur San Bern-
hardino-Strafse, und am 19. Januar wurde auf der Rhede von Manila geankert.
Um zu derselben von Newcastle aus zu gelangen, waren 57 Tage erforderlich
gewesen. Nördlich vom Aequator hatte die Bark 27 Tage zugebracht und
dort: 5° N-Br in 165,1° O-Lg am 29, Dezember und 10° N-Br in 160,8° O-Lg
am 3. Januar, 160° O-Lg in 10,2° N-Br am 3. Januar, 150° O-Lg in 13,3° N-Br
am 10. Januar, 140° O-Lg in 13,8° N-Br am 12. Januar und 130° O-Lg in 13,4°
N-Br am 15. Januar gekreuzt. Am 21. Januar erreichte das von Cardiff nach
Manila bestimmte Bremer Vollschiff „Zise“ seinen Bestimmungsplatz, Dasselbe,
welches die Nordspitze von Lugon umsegelte, hatte sich am Mittage des
14. Januar in 13,1° N-Br und 128,5° O-Lg befunden, während „Jupiter“ damals
in 13,6° N-Br und 133,7° O-Lg stand. Von diesem letzteren, von Manila be-
deutend entfernter gelegenen Punkte aus erreichte der durch die Bernhardino-