Eingänge von meteorologischen Journalen etc., März 1885.
winnenden „Jupiter“ in 42,7° N-Br und 11,4° W-Lg, und derjenige von „Pata-
gonia“ in 45,9° N-Br und 11,7° W-Lg. Aus diesem kräftigen, beständigen
NE-Winde entwickelte sich bei beiden Schiffen der NE-Passat, Im Gebiete
desselben steuerte „Jupiter“ westlich und „Patagonia“ östlich von den Kap
Verde-Inseln nach Süden. Die erstere Bark traf auf ihrem Wege bedeutend
yünstigere Verhältnisse an als die letztere. Die Folge davon war, dafs, als
„Jupiter“ am 14. August die in 13° N-Br und 25,6° W-Lg gelegene äquatoriale
Passatgrenze erreichte, „Patagonia“ sich noch in 17,9° N-Br und 22,3° W-Lg
befand. Bei diesem Schiffe endete der Passat, nachdem es bis zum 17. August
nach 13,2° N-Br in 23,8° W-Lg vorgerückt war. Der Passat hörte bei „Jupiter“
zu wehen auf, indem sich der für kurze Zeit schwache Wind in rascher
Drehung nach links durch SE und S nach SW veränderte. In dieser Weise
erreichte diese Bark den SW-Monsun ohne vorhergehende Störung, während
„ Patagonia“ südlich von der Passatgrenze zwei Tage durch Stille zurück-
gehalten wurde. Erst nach dieser Zeit stellte sich auch hier der in etwa
12,1° N-Br und 24° W-Lg einsetzende kräftige SW-Monsun ein. Bei demselben
segelten beide von östlicher Strömung versetzte Schiffe für längere Zeit mit
St. B.-Halsen. „Jupiter“ wendete, als sich derselbe am 18. August in 6,4° N-Br
und 20° W-Lg befand, während „Patagonia“ dasselbe erst am 24. August in
4,5° N-Br und. 16,7° W-Lg that. Am letzteren Tage ging jene Bark in 26,2°
W-Lg von nördlicher in südliche Breite über. Von „Patagonia“ geschah es
in 25,3° W-Lg am 28. August. Für Jupiter waren, um von Lizard aus den
Aequator zu erreichen, 26 Tage erforderlich gewesen. Während dieser Zeit
hatte man: 40° N-Br in 14,2° W-Lg am 4. August, 30° N-Br in 20,7° W-Lg am
8. August, 20° N-Br in 25,3° W-Lg am 11. August und 10° N-Br in 24,3°
W-Lg am 15. August gekreuzt. „Patagonia“ hatte die zwischen Kanal und
Linie liegende Strecke in 30 Tagen vollendet. Um von 20° N-Br aus zum
Aequator zu gelangen, waren für „Jupiter“ 13 und für „Patagonia“ 15 Tage
erforderlich gewesen.
In südlicher Breite wurde „Jupiter“ von frischem, beständigem Passate
begleitet, Das Gebiet desselben dehnte sich bis nach 26° S-Br in 35,8° W-Lg
aus, Als die Bark sich am 4. September in der Nähe dieses Punktes befand,
veränderte sich der für kurze Zeit ganz schwache Wind, bei auf 772,0 mm ge-
stiegenem Barometerstande nach NE. Es folgten darauf zwei Rundläufe des
Windes nach links, während welcher die Windrichtung nur für kurze Zeit eine
westliche war. Erst nachdem der kräftige Wind am 12. September, in der
Nähe von 36° S-Br und 19° W-Lg, zum zweiten Male durch N nach NNW
gedreht hatte, hielt sich derselbe im westlichen Halbkreise. „Jupiter“ segelte
bei ihm bis zum 16. September zu dem in 40,3° S-Br überschrittenen Meridian
von Greenwich. Der 16. September war der 23, bis dahin in südlicher Breite
zugebrachte Tag. Während dieser Zeit hatte man: 10° S-Br in 32,3° W-Lg
am 28. August, 20° S-Br in 36,8° W-Lg am 1. September und 30° S-Br in 32,4°
W-Lg am 6. September gekreuzt. Am 13. September hatte sich die Bark in
Sicht von Tristan da Cunha befunden, Der Mitsegler Patagonia, welcher bis
nach 28° S-Br in 32,5° W-Lg vom Passat begleitet worden war, welcher südlich
von diesem Punkte nur kräftige Nord- und Westwinde angetroffen hatte, er-
reichte östliche Länge in 41,2° S-Br am 18. September. .
Beim Ablaufen der Länge hielt „Jupiter“ sich für die längste Zeit in
der Nähe von 44° S-Br. Die dort beobachteten Winde kamen vorherrschend
aus nördlicher oder westlicher Richtung und traten in keinem Falle‘ heftig
stürmend auf. Oestliche Winde und Winde von unerwünscht geringer Stärke
wehten an mehreren Tagen, nachdem 80° O-Lg schon überschritten worden
war. „Jupiter“ kreuzte: 20° O-Lg in 42,8° S-Br am 21. September, 50° O-Lg
in 44° S-Br am 27. September, 80° O-Lg in 43,8° S-Br am 4. Oktober und die
Länge des Kap Leewwin in 44° S-Br am 12, Oktober, Am 22. Oktober durch-
segelte „Jupiter“ bei kräftigem SW-Winde die Bass-Strafse, und am 25. Oktober
ankerte die Bark in der Nähe ihres Bestimmungsplatzes. Um zu demselben
von Lizard aus zu gelangen, waren nur 88 Tage erforderlich gewesen. Der
Mitsegler „Patagonia“ hatte 80° O-Lg in 41,5° S-Br am 8. Oktober überschritten.
Als „Jupiter“ sich am 10. September in etwa 33,8° S-Br und 25° O-Lg befand,
wurde dort eine groflse lebende Schildkröte, im Meere schwimmend, gesehen.
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