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Temperatur-Kosfficienten der im Winter 1883—84 geprüften Chronometet.
Es bestätigt sieh demnach wiederum die Erfahrung früherer Jahre, dafs
die Koeffeienten Aenderungen unterworfen sind, für welche sich indefs weder
mit Bezug auf Gröfse noch mit Bezug auf Richtung eine Regel ableiten läfst.
Die Aenderungen sind gewifs zum Theil reell, zum Theil jedoch läfst sich
annehmen, dafs Beobachtungsfehler und sprungweise Gangänderung, die in dem
zur Ableitung der Koefficienten verwendeten Material nicht ganz eliminirt werden,
wenn sie auch abgeschwächt in dasselbe eingehen, zu scheinbaren Aenderungen
der Koefficienten Anlafs geben; indefs ist der Unterzeichnete geneigt, anzunehmen,
dafs die Realität in den meisten Fällen, wo grofse Aenderungen vor sich ge-
gangen sind, aufser Zweifel ist, weil die Beobachtungsfehler jedenfalls nur sehr
klein sind. Auch kann man sich als Ursache solcher Aenderungen molekulare
Veränderungen . des. verwendeten Materials, Aenderungen der Spannung der
für die Hülfskompensation verwendeten schwachen Federn” und ähnliche Vor-
gänge vorstellen; es bleibt freilich schwierig, hieraus den Wechsel des Vor-
zeichens der Aenderung in verschiedenen Jahren zu erklären.
Endlich ist noch über Versuche zu berichten, welche angestellt wurden,
um den Einfufs eines in der Nähe des Chronometers hingelegten Hufeisen-
magneten, wie er für die Einstellung der Indices eines Capeller’schen Maximum-
und Minimum-Thermometers gebraucht wird, zu bestimmen, speciell mit dem
Zweck, zu konstatiren, ob es zulässig sei, ein solches Thermometer für die
Chronometerspinden zu verwenden und zugleich den Magneten im Spinde selbst
aufzubewahren.
Die Versuche wurden in der Weise angestellt, dafs der Magnet zunächst
in verschiedenen Entfernungen vom Kasten hingelegt wurde, und zwar mit den
Polen demselben zugewendet und nördlich, östlich, südlich und westlich vom
Kasten, welche Lagen in nachstehender Tabelle durch die Bezeichnungen
I, II, III, IV unterschieden sind. Aufserdem wurde der Magnet auf das Glas
über dem Zifferblatt und in den Kasten unterhalb des Gehäuses hingelegt. Die
Resultate dieser verschiedenen Beobachtungen sind folgende:
Stellung des Magnets
1. Ohne Magnet . . 2. ......
2. Magnet in Entfernung 15cm vom Kasten
3. Ohne Magnet. . 0‘...
4. Magnet in Entfernung 5cm vom Kasten
5. Magnet in Berührung mit dem Kasten
6. Magnet wie in 5, aber in halber Höhe
des Kastens, . . . 0.0.0. 0 + 0
7. Magnet auf dem Glase über dem Ziffer-
blatt .
B. Magnet im Kasten unterhalb des Ge-
häuses
9, Ohne Magnet
Lage des Magnets zum Kasten I Andere
un | ıv Tegen
Sek, | Sek.
—48 | — 47
— 5,0 — 4,6
Sek.
45
— 43
—4.7
—48
— 5,0
— 4,5
Pt 4,5
— 4,0
— 4,5
—50
—4,7
—47
4,7
— 43
— 4.0
—45
43
— 4.0
— 3,8
— 4,6
45
—4,7 —45
—_43 | 43
—4,0
— 40
|
—43
— 3,7
—43
—4.2
48
— 5,2
— 4,5
4,8
CA
Aus den in vorstehender Tabelle enthaltenen Zahlen folgt, dafs keine
bemerkbare Gangänderung durch die Nähe des Magneten bewirkt worden ist,