Eingänge von meteorologischen Journalen etce., März 1885.
20° S-Br in 28,8° W-Lg am 9. November und 30° S-Br in 23,8° W-Lg am
14. November gekreuzt. Der Mitsegler „Canopus“ verliefs westliche Länge in
40,5° S-Br am 28. November und von „Andromeda“ war dasselbe in 37° S-Br
am 19. November geschehen.
In östlicher Länge überstaud „Rossini“ am 28. November jenen im
Reiseauszuge von „Canopus“ schon des Näheren beschriebenen Sturm, Derselbe
trat jedoch bei „Rossini“, obgleich dieses Schiff ihn in einer einen Grad süd-
licher gelegenen Position überstand, als diejenige war, in welcher „Canopus“
ihn beobachtete, bedeutend schwächer auf, als bei diesem Schiffe. Die während
des Sturmes stattfindende Veränderung der Windrichtung erfolgte bei beiden
Mitscglern in ähnlicher Weise. Bei „Rossini“ nahm der Luftdruck bis auf
741,2mm ab, während „Canopus“ einen niedrigsten Stand von 732,7mm beob-
achtete. Die von „Rossini“ beim Ablaufen der Länge sonst angetroffenen
Winde waren im Allgemeinen westliche, und wenn dieselben auch wiederholt
stürmisch wehten, so trat doch keiner der Stürme derart heftig auf, dafs das
Schiff durch ihn zum Beidrehen gezwungen wurde. Am 18. Dezember, 22 Tage
später, als westliche Länge verlassen worden war, gelangte „Rossini“ nach
jem in 355° S-Br überschrittenen Meridian von 80° Ost. Der Mitsegler
„Canopus“ kreuzte diese Länge in 43,7° S-Br am 24. Dezember, und der Mit-
sogler „Andromeda“ hatte dasselbe in 40° S-Br am 12. Dezember gethan.
Auf dem Wege zum Gebiete des SE-Passats traf „Rossini“ zunächst noch
an mehreren Tagen nordwestliche Winde an. Nördlich von 30° S-Br herrschte
leiser südlicher, oft von Stillen unterbrochener Zug, der anhielt, bis am
28, Dezember der in 27,3° S-Br und 90,8° O-Lg einsetzende SE-Passat durch-
kam. Der anfänglich nur ganz schwache Passat gewann allmählich größere
Stärke, und segelte die Bark bei ihm dann bis zum 3. Januar 1884 nach
i11,5° S-Br im 89,2° O-Lg. Auf die unweit dieses Punktes angetroffene kurze
Stille folgte später noch wieder ein mehrere Tage anhaltender nordöstlicher
Wind, bei dem man bis nach 6,5° S-Br in 88° O-Lg vorrückte. Die. von diesem
Punkte ab noch vorliegende Strecke zur Linie mufste „Rossini“ bei unbestän-
diger westlicher, von häufigen Stillen unterbrochener Briese zurücklegen. Bei
solcher ging die Bark auch am 15. Januar in 90,1° O-Lg von südlicher in
nördliche Breite über. Vorher war: 30° S-Br in 90,5° O-Lg am 23. Dezember,
20° S-Br in 90,2° O-Lg am 31, Dezember und 10° S-Br in 88° O-Lg am
5. Januar geschnitten worden. Der Mitsegler „Andromeda“ passirte die Linie
in 129° O-Lg am 23. Januar.
In nördlicher Breite stellte sich bei „Rossini“ bald leichte nordöstliche
Briese ein, durch die eine bedeutende Verzögerung der Reise verursacht wurde,
Das gegen dieselbe kreuzende Schiff konnte nur in solch langsamer Weise fort-
schreiten, dafs erst am 27. Januar Pulo Brasse erblickt wurde. Da die während
des noch übrigen Theiles der Reise angetroffenen Verhältnisse in ähnlicher
Weise ungüustig waren, gelang es erst am 13, Februar, die Rhede von Singa-
pore zu erreichen. Es waren damals 150 Tage seit der Abreise von 50° N-Br
vergangen.
Als „Rossini“ sich am 24. Januar in 4,8° N-Br und 93,6° O-Lg befand,
wurde dort das eiserne Bremer, von Cardiff nach Rangoon bestimmte Vollschiff
„Regulus“ gesehen und mit demselben Signale ausgetauscht. Dasselbe war von
50° N-Br am 81. Oktober, vom Aequator in 26,8‘ W-Lg am 23. November,
von 0° Länge in 38,8° S-Br am 13. Dezember, von 80° O-Lg in 36° S-Br am
4. Januar und von der Linie in 92,5° O-Lg am 18. Januar abgefahren.
Von Singapore versegelte „Rossini“ nach Akyab. Man verliefs den
ersteren Hafen am 13. März und erreichte am 8. April einen in der Nähe von
letzterem Hafen gelegenen Ankerplatz. Während des Aufenthaltes in Akyab
äberstaud die Bark am 17. Mai einen Orkan. Derselbe begann aus NE und
endete, nachdem sich der Wind durch E und S nach SW verändert hatte, aus
der letzteren Richtung. Der Luftdruck sank während desselben bis auf den
niedrigsten Stand von 736,0mm. Das vor beiden Ankern auf den Strand
ireibende Schiff überstand doch den Orkan, ohne nennenswerthen Schaden zu
erleiden. Nachdem „Rossini“ später mit 1480 Tonnen Reis beladen worden
war, trat derselbe am 17. Juni die Rückreise nach dem Kanal au, Bei dem
auf See angetroffenen, in mäfsiger Stärke wehenden SW-Monsun wurde mit
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