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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Ad 
Die Paracel-Inseln, 
Bei und innerhalb der Crescent-Gruppe fand man ein Vorherrschen 
der zwischen West und NW setzenden Strömungen bis zu 2,1Sm p. h., doch 
traten auch nordöstliche Strömungen bis zur Geschwindigkeit von 0,8 Sm p. h. 
auf, An einem Tage wurde bei Robert-I. ein Umsetzen des westlichen Stromes 
in einen nordöstlichen, fünf Stunden 20 Minuten vor Hochwasser, beobachtet. 
Zwischen Lincoln-I. und Discovery-Riff, sowie rings um diese Untiefe 
machte sich eine Südströmung bemerklich, während westlich von dem Riff eine 
nordwestliche und zwischen demselben und Triton-I. eine südwestliche kon- 
statirt wurde, Südlich von Bombay-Riff setzte der Strom stark nach Ost. 
Da alle Beobachtungen während derselben Zeit des Jahres angestellt 
wurden, haben dieselben auch nur für diese Zeit volle Gültigkeit. In den 
anderen Monaten, namentlich in denjenigen, in welchen der Hauptstrom in der 
chinesischen See seine gröfste Stärke und Stetigkeit erreicht hat, oder in denen, 
in welchen der von dem SW-Monsun erzeugte schwache Strom auftritt, werden 
wahrscheinlich die bei den Paracel-In, beobachteten Strömungen eine Modifikation 
erleiden. 
Segelanweisungen. Den bei den einzelnen Gruppen und Inseln ge- 
gebenen Segelanweisungen mögen noch folgende allgemeine Angaben hinzugefügt 
werden. 
Das Befahren der Gewässer innerhalb der Paracel-Inseln bietet bei gutem 
sichtigen Wetter keine Gefahr, ist jedoch bei stürmischem und dickem Wetter 
zu vermeiden, da in letzterem Falle die Riffe und Inseln schwer zu entdecken 
and auszumachen sind, und die an und für sich schon sehr unregelmäfeigen 
Strömungen durch heftigen Wind in ihrer Stärke sowohl wie ihrer Richtung 
stark beeinflufst werden, Bei ruhigem, klarem Wetter heben sich die Riffe 
durch eine hellgrüne Farbe gegen das umliegende tiefblaue Wasser deutlich ab und 
sind vom Topp aus auf eine Entfernung von einigen Seemeilen zu erkennen; die 
meisten markiren auch ihre Ränder durch kleine, aus dem Wasser hervorragende 
Felsstücke und machen sich durch die auf ca 2 Sm weit hörbare Brandung 
bemerkbar und können selbst von den gröfsten Schiffen in nächster Nähe, auf 
ca 500 m, umdampft werden. Will man seine Route durch die Paracel-Gruppe 
oehmen, so vermeide man es, in die südwestlicho Ecke, zwischen Triton, 
Passoo Keah, Discovery und Vuladdore-Riff zu gerathen, da hier die Passagen 
eng und keine guten Marken vorhanden sind. Alle übrigen Durchfahrten können 
unter der nöthigen Vorsicht benutzt werden, sowohl die südliche zwischen 
Bombay-Riff und Passoo Keah als auch die zwischen dem genannten Riff und 
Lincoln, ferner zwischen Lincoln und der Amphitrite-Gruppe sowie die zwischen 
dieser, dem Nord-Riff und der Crescent-Gruppe. Wo möglich wähle man solche 
Passagen, in denen man gute Landmarken hat, die ein stetes Orientiren ge- 
statten; die besten und am weitesten sichtbaren Marken sind die Palmen auf 
den Inseln Pattle, Duncan, Tree und Lincoln sowie der Pyramiden-Felsen. Zur 
Ansteuerung von Norden eignet sich am besten Tree-I., von Westen die Crescent- 
Gruppe, und zwar die Insel Pattle; von Süden her ist die Ansegelung schwieriger, 
da Triton, die einzige Insel dieser Seite, niedrig und nicht weiter als 6 Sm zu 
gehen ist, 
Ankerplätze sind bei den Inseln genügend zu finden, die wichtigsten sind 
bei den Einzelbeschreibungen angeführt, sie liegen jedoch alle ziemlich offen 
und gewähren nur bei bestimmten Windrichtungen Schutz.
	        
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