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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Eingänge von meteorologischen Journalen ete., Februar 1885. 
SSE. Nördlich von 19° S-Br wurde die Windrichtung aber schon wieder eine 
westlich von S liegende, und im Laufe der nächsten Tage veränderte sich der 
schwache Wind noch weiter nach rechts. Bei mälßsigem NW-Winde kam am 
18. Dezember die Sandelbosch-Insel in Sicht. Verhältnifsmäfsig günstige Winde 
fand „Marie Louise“ auf der nun noch vorliegenden Strecke zur Ombay-Passage. 
Die auf derselben herrschenden mäfsigen Westwinde und das Auftreten einer 
nach Osten und Norden versetzenden Strömung verursachten, dals schon am 
22. December die Molukken-See erreicht werden konnte. In dieser wurde man 
zunächst auch für einen Tag von kräftigem Westwinde, bei dem man bis nach 
4,5° N-Br vorrücken konnte, begünstigt. Nördlich von dieser Breite traten 
dagegen ganz schwache, häufig von Stillen unterbrochene Winde auf, bei denen 
sich nur ein sehr langsamer Fortschritt erzielen liefs. Am 25. Dezember befand 
sich „Marie Louise“ in Sicht von der Insel Buru, und am 30. Dezember ging 
die Bark in 129° O-Lg von südlicher in nördliche Breite über. In letzterer 
nahm die Fahrt des Schiffes infolge lang anhaltender, ganz leichter Winde 
and sehr häufiger Stillen noch einen bedeutend langsameren Verlauf, als der- 
jenige gewesen war, in welchem man die zwischen Ombay-Passage und Linie 
liegende Strecke zurückgelegt hatte. Erst nachdem „Marie Louise“ bis zum 
9. Januar 1884 nach 6,2° N-Br in 137,2° O-Lg vorgerückt war, gelang es, den 
NE-Monsun zu erreichen, bei dem der übrige Theil der Reise in rascher Weise 
vollendet werden konnte. Am 18. Januar durchsegelte die Bark bei stürmisch 
wehendem NE-Monsun den Balingtang-Kanal, und am 20. Januar wurde ein in 
der Nähe des Bestimmungshafens gelegener Ankerplatz erreicht. Um zu dem- 
aelben von 50° N-Br her zu gelangen, waren 146 Tage erforderlich gewesen. 
Auf dem östlich von 80° O-Lg liegenden Reiseabschnitte war von der Bark: 
30° S-Br in 105,5° O-Lg am 7. Dezember, 20° S-Br in 111,8° O-Lg am 12. De- 
zember, 10° S-Br in 122,1° O-Lg am 19. Dezember, 5° S-Br in 125,8° O-Lg 
am 23. Dezember, 5° N-Br in 137° O-Lg am 7. Januar, 10° N-Br in 135,2° O-Lg 
am 12. Januar, 15° N-Br in 130,8 O-Lg am 14. Januar und 20° N-Br in 
125° O-Lg am 16. Januar gekreuzt worden. Der Mitsegler „Richard Rickmers“ 
hatte die Linie in 92,4° O-Lg am 9. Dezember und die Rhede von Singapore 
am 1. Januar erreicht. Das Vollschiff „Eise“, welches die Sandelbosch - Insel 
ebenfalls am 18. Dezember sichtete, hatte die Molukken-Seo schon am 21. De- 
zember und den Aequator in 128,8° O-Lg am 29. Dezember erreicht. Am 
17. Januar befand sich dieses Schiff in der Nähe des Kaps Bojeador und am 
20. Januar ankerte dasselbe auf der Rhede von Manila. Als sich „Marie Lowise“ 
and „Else“ am 28, Dezember in 2° S-Br und 127,6° O-Lg in Sicht von einander 
befanden, wurden zwischen den beiden Mitseglern Signale ausgetauscht. 
Nachdem „Marie Louise“ in Hongkong entlöscht worden war, versegelte 
dieselbe nach Saigon, Sie trat diese Reise am 7. März an und beendete sie 
bis zum 13, März, Von Saigon versegelte die Bark weiter nach /iozlo. Diese 
schwieriger auszuführende, als die zuletzt vollendete Reise erforderte zu ihrer 
Zurücklegung eine verhältnifsmäfsig sehr lange Zeit. Denn nachdem man die- 
selbe am 1. April angetreten hatte, vergingen als Folge lang anhaltender, 
schwacher, oft von Stillen unterbrochener Ostwinde nicht weniger als 32 Tage, 
bevor /lotlo erreicht werden konnte, Später segelte „Marie Louise“ noch wieder 
nach Hongkong zurück, und diesen Platz verliefs sie endlich wieder am 23. August, 
am nach London zurückzukehren. Auf der durch die China-See nach Süden 
führenden Route, für welche Kapt. Behring sich entschieden hatte, konnte man 
bei dem während der ersten Tage der Reise angetroffenen, mäfsigen und raumen 
Westwinde in befriedigend rascher Weise vorrücken, Südlich von 19° N-Br 
veränderte sich der Wind jedoch nach einer südlichen Richtung und da der- 
selbe dort gleichzeitig auch flau wurde, selbst Stille nicht selten war, wurde 
der Fortschritt nun ein recht langsamer. Um die zwischen 19 und 17° N-Br 
liegende Strecke zurückzulegen, waren nicht weniger als acht Tage erforderlich. 
Günstigere Verhältnisse gewährten die südlich von der letzteren Breite vor- 
herrschenden, mäfsigen östlichen Winde. Man konnte bei denselben bis zum 
3, September nach dem in 112° O-Lg überschrittenen Parallel von 10° N 
segeln, Die zwischen diesem Parallel und dem von 4° N liegende Strecke 
mußte „Marie Lowise“ bei mäfigem, beständigem SW-Monsune zurücklegen. 
Nachdem ‚man am 16. September 4° N-Br in 111,5° O-Lg erreicht hatte, stellte 
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