360 Eingänge von meteorologischen Journalen ete,, Februar 1885.
Vollschiff „Adelaide“, welches 50° N-Br am 1. April verlassen hatte, ging am
5. Mai in 24,7° W-Lg von nördlicher in südliche Breite über. Am 7. Mai
schnitt in 26° W-Lg auch die von Boston nach Adelaıde bestimmte Elsflether
Bark „Gerd Heye“ den Aequator. 30° N-Br war von „Adelaide“ in 19,8° W-Lg
am 13. April vom „Gerd Heye“ in 36,6° W-Lg, wie vom „Papa“ in 19,5° W-Lg
am 19, April gekreuzt worden. Am Mittage des 28. April, an welchem Tage
beim „Gerd Heye“ der NE-Passat einsetzte, befand sich diese Bark in 21° N-Br
und 29,5° W-Lg, „Adelaide“ in 5,6° N-Br und 24,7° W-Lg und „Papa“ in
11,6° N-Br und 27,5° W-Lg. Beim Uebergange vom Gebiete des NE- in das
äes SE-Passats traf das eiserne Vollschiff eine verhältnifsmäfsig viel schlechtere
Gelegenheit an, als die beiden Mitsegler. Nachdem bei der sich am 30. April
in 3,3°N-Br und 25,1° W-Lg befindenden „Adelaide“ der NE-Passat ein Ende
genommen hatte, vergingen nahezu fünf Tage, bevor es gelang, den SE-Passat
wieder anzutreffen.
Im Südatlantischen Ocean wurde „Papa“ bis nach 19° S-Br in 32,7° W-Lg
vom Passate begleitet, In geringer Entfernung von diesem Punkte endete der
von 15° S-Br an nur noch schwache Passat am 13. Mai. Der flaue Wind ver-
änderte sich dort, bei einem höchsten Barometerstande von 766,2 mm, nach einer
nördlich von NE liegenden Richtung. Es folgten dann zwei Runudläufe des
Windes nach links, während welcher die Windrichtung nur für verhältnifsmäfsig
kurze Zeit eine westliche war. Nachdem sich der frische Wind am 20. Mai in
geringer Entfernung von 27,5° S-Br in 24° W-Lg noch einmal wieder durch
N verändert hatte, führte derselbe keine Drehungen mehr aus. Es folgten viel-
mehr von nun az hoch nördliche und westliche Winde, bei denen die Bark bis
zum 28. Mai zu dem in 40,4° S-Br überschrittenen Meridian von Greenwich
segeln konnte. Der 28. Mai war der 23. bis dahin in südlicher Breite zuge-
orachte Tag. Während dieser Zeit hatte man: 10° S-Br in 30,4° W-Lg am
9. Mai, 20° S-Br in 30,8° W-Lg am 14. Mai und 30° S-Br in 20,2° W-Lg am
22. Mai gekreuzt. Der Mitsegler „Gerd Heye“, der zwischen 13,5° und 16,5°
S-Br infolge dort angetroffener leichter Mallung nicht weniger als sechs Tage
zugebracht hatte, erreichte 0° Länge in 40° S-Br am 7, Juni. Nach 20° S-Br
war diese Bark in 32,4° W-Lg am 21. Mai, das Vollschiff „Adelaide“ in 37,5°
W-Lg, wie „Papa“ in 30,8° W-Lg am 14. Mai gelangt. Zur Zeit als „Papa“
westliche Länge verliels, befand sich „Adelaide“ in 41,5° S-Br und 51° W-Lg,
„Gerd Heye“ dagegen noch in 26,8° S-Br und 30,8° W-Lg.
Während der Zeit, in welcher die erforderliche Länge zurückgelegt wurde,
hielt „Papa“ sich meistens in der Nähe von 44° S-Br. Die dort angetroffenen
Winde wehten fast ununterbrochen aus westlicher Richtung und ermöglichten
ein rasches Fortschreiten des Schiffes nach Osten. Nur in einem Falle nahm
äjer Wind bis zum heftigen Sturme zu, doch wurde man auch durch diesen nicht
zum Beidrehen gezwungen. Die Bark überstand diesen aus SW beginnenden
and aus SW endenden, von einem niedrigsten Barometerstande von 736,8 mm
begleiteten Sturm, als sie sich am 3. Juni in der Nähe von 44° S-Br und
28° O-Lg befand. Aın 14. Juni, 17 Tage später als westliche Länge verlassen
worden war, schnitt „Papa“ in 38,4° S-Br den Meridian von 80° O-Lg, Der
Mitsegler „Gerd Heye“ that dasselbe in 43° S-Br am 27, Juni.
Auf dem Wege zur polaren Passatgrenze wurde „Papa“ ebenfalls von
anhaltenden Westwinden begünstigt. Diese bis nach 31° S-Br hin sehr kräftig
wehenden Winde traten nördlich von diesem Parallel schwächer auf und ver-
änderten sich dort langsam nach links, Indem der Wind am 21. Juni in der
Nähe von 27,3° S-Br und 98° O-Lg durch S drehte, entstand aus ihm der bald
auffrischende Passat, bei dem die Reise wieder einen rascheren Verlauf nahm.
Als der Passat einsetzte, hatte der Luftdruck einen höchsten Stand von 768,2mm
erreicht. Vom Passat wurde „Papa“ bis zum 28. Juni in Sicht von Java Head
geführt. Um dahin vom Kanal aus zu gelangen, waren nur 83 Tage erforder-
lich gewesen. Auf dem letzten Reiseabschnitt hatte die Bark: 30° S-Br in
36° O-Lg am 19. Juni, 20° S-Br in 100,4° O-Lg am 24, Juni und 10° S-Br in
104,5° O-Lg am 27. Juni gekreuzt. In der Sunda-Strafse wurde „Papa“ durch
ungünstige Verhältnisse bis zum 3, Juli zurückgehalten. Nachdem man nördlich
von derselben gelangt war, segelte die Bark bei leichten südlichen und östlichen
Winden bis zum 6. Juli zur Gaspar-Strafse und von dieser bei frischem