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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Eingänge‘ von meteorologischen Journalen etc., Februar 1885. 859 
der Nordspitze Schottlands her zu gelangen, waren nur 31 Tage erforderlich 
gewesen, Am Schlusse dieser günstigen Reise macht Kapt. Bereckmann die 
Bemerkung, dafs diese Fahrt über den Ocean schon die vierte sei, auf welcher 
er die letzte Hälfte des Weges südlich vom Golfstrome zurücklegte, und dafs 
er dort in jedem Falle ebenso günstige Verhältnisse angetroffen habe, als Mit- 
segler sie nördlich vom Golfstrome fanden. 
Von Philadelphia aus trat „Mathias“ am 21.-Juli die Rückreise nach 
Antwerpen an. Dieselbe verlief bei den während derselben ‘ angetroffenen 
mäfsigen, aus westlicher Richtung vorherrschenden Winden ih ruhiger Weise 
und ohne dafs sich Nennenswerthes während derselben ereignete. Die Bark 
kreuzte: 70° W-Lg in 38,6° N-Br am 23. Juli, 60° W-Lg in 39,6° N-Br am 
26. Juli, 50° W-Lg in 38,7° N-Br am 30. Juli und 30° W-Lg in 45° N-Br am 
6. August, Am 15. August, 25-Tage später als der Delaware-Flufs verlassen 
worden war, befand sich „Mathias“ in der Nähe von Lizard. 
Nachdem die Bark von Antwerpen aus eine neue Reise nach New- York 
angetreten hatte, verliefs sie am 29. September den Kanal. Bei den während 
der nächsten Zeit angetroffenen leichten veränderlichen Winden konnte sie nur 
in langsamer Weise nach Westen hin fortschreiten. Am 4. Oktober stellte sich 
ein frischer Ostwind ein, der mehrere Tage anhielt und die Bark bis nach 
47,5° N-Br in 23,5° W-Lg begleitete. Westlich von diesem Punkte waren 
westliche und südliche Winde vorherrschend, bei denen „Mathias“ bis zum 
21. Oktober nach‘ 40,5° N-Br in 43° W-Lg segelte. In der Absicht, sich südlich 
vom Golfstrome. zu halten, wurde von jenem Punkte ab ein südlicher Kurs 
gesteuert. Bei den dort später angetroffenen nicht günstigen Winden vollendete 
„Mathias“ bis zum 9. November den noch vorliegenden Theil der Reise. Der 
9. November war der 41, seit der Abreise vom Kanal verflossene Tag. 
Während dieser Zeit hatte man: 30° W-Lg in 46,8° N-Br am 13. Oktober, 
50° W-Lg in 37,2° N-Br. am 24. Oktober, 60° W-Lg in 36,4° N-Br am 
28. Oktober und 70° W-Lg in 38,1° N-Br am 4. November gekreuzt. Das auf 
der Reise von Hamburg nach New- York begriffene Bremer Vollschif „Hedwig“, 
welches sich am 5. Oktober bei Fair Island befand, das: in der Zeit vom 
16.. Oktober...bis zum 28, Oktober nur von 54,7° N-Br in 30,5° W-Lg nach 
49° N-Br in 35° W-Lg vorrücken ‚konnte, und welches später 40° W-Lg in 
42,3° N-Br am 9. November und 50° W-Lg in 36,1° N-Br am 17. November 
kreuzte, erreichte -den Hafen von New-York am 30. November. Ein anderer 
Mitsegler, das Bremer, von Fiume nach Philadelphia bestimmende Vollschiff 
„J. W. Wendt“, welches die Strafse von Gibraltar am 26. September passirte 
und das die Fahrt über den Ocean zurücklegte, indem es sich zwischen 36° 
und 37° W-Lg hielt, gelangte zum Delaware-Flufs am 25. Oktober. 
9. Reise der Hamburger Bark „Papa“, Kapt. J. F. Köhler. ve 
Die nach Hongkong bestimmte Bark „Papa“ befand sich am 6. April 1884, 
fünf Tage später, als die Elbe verlassen worden war, in.der Nähe von Lizard, 
Dieselbe segelte‘ bei den während der nächsten Zeit angetroffenen meist süd- 
lichen und östlichen Winden südwärts und rückte bis zum 16. April nach 37° 
N-Br in 18,5° W-Lg vor. In geringer Entfernung von diesem Punkte ver- 
änderte sich der frische Wind durch N nach W,.um sich für längere Zeit im 
westlichen .Halbkreise zu halten. Westwinde, bei denen sich indessen meistens 
ein einigermafsen befriedigender Fortgang nach Süden erzielen liefs, begleiteten 
die Bark bis. nach 22,6° N-Br in 22,3° -W-Lg. Erst hier nahm der schwache 
Wind, indem er, durch N zurücklief, wieder östliche Richtung an und wurde 
Passat. . Das Gebiet dieses nur schwach und unbeständig wehenden Windes 
dehnte. sich südwärts-bis nach 2,2° N-Br in 26,7° W-Lg aus. Um den in 
diesem Punkte betretenen Stillengürtel zu. überschreiten, waren nahezu zwei 
Tage erforderlich. Am 5. Mai stellte sich unweit von 1,3° N-Br in 25,7° W-Lg 
der .SE-Passat wieder ein, bei dem am 6. Mai der in 25,9° W-Lg überschrittene 
Aequator erreicht wurde. Um zu demselben vom Kanale her zu gelangen, waren 
30 Tage erforderlich gewesen, Während dieser Zeit hatte man: 40° N-Br in 
17,4° W-Lg am 15. April, 30° N-Br in 19,5° W-Lg am 19. April, 20° N-Br in 
25,2° W-Lg am 24. April und 10° N-Br in 27,3° W-Lg am 29. April gekreuzt. 
Das eiserne, auf einer Reise von Swansea nach San Francisco begriffene Bremer 
Ann. d. Hydr. ete.. 1885. Heft VL.
	        
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