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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

356 Eingänge von meteorologischen Journalen etc,, Februar 1885, 
nur schwach auf. Er führte die Bark bis zum 3. Dezember zu der in 24,5° W-Lg 
überschrittenen Linie. Um zu derselben von 30° S-Br her zu gelangen, waren 
20 Tage erforderlich gewesen, Während dieser Zeit hatte man: 20° S-Br in 
1° W-Lg am 20. November und 10° S-Br in 12,5° W-Lg am 26. November 
gekreuzt. Der Mitsegler „Marie Lowise“ erreichte nördliche Breite in 23,5° W-Lg 
am 9, Dezember. 
In nördlicher Breite wurde „/nca“ bis nach 4,5° N-Br in 251° W-Lg 
vom SE-Passate begleitet. Um den in diesem Punkto beginnenden Stillengürtel, 
bei darin beobachteter, leichter, südöstlicher Mallung zu überschreiten, waren 
4 Tage erforderlich. Nachdem die Bark während dieser Zeit bis nach 6,8° S-Br 
in 25,7° W-Lg vorgerückt war, wurde dort am 9. Dezember der NE-Passat 
wieder angetroffen. Dieser von 10,5° bis 22° N-Br in gröfster Stärke herrschende 
Wind wurde auf der zwischen 23° und 26° N-Br liegenden Strecke zu zwei 
verschiedenen Malen durch kurze Stille und leichte Mallung unterbrochen, 
Nördlich von dem letzteren Parallele herrschte später noch wieder für längere 
Zeit ein frischer, beständiger Ostwind, der die Bark bis über 35° N-Br hinaus 
begleitete. Als dieser Wind dort eine hoch nördliche Richtung angenommen 
hatte, wurde für längere Zeit mit B.B.-Halsen gesegelt. Am 25. Dezember 
veränderte sich der Wind, unweit von 33° N-Br in 26,5° W-Lg, durch N nach 
NW, ohne sich jedoch später beständig im westlichen Halbkreise zu halten. 
„Inca“ mulste den noch übrigen Theil der Reise bei umlaufenden Winden von 
mäfsiger Stärke vollenden. Am 3. Januar 1885 wurde die Mündung des Tajo 
erreicht. Es waren bis dahin 93 Tage seit der Abreise vom südlichen Ein- 
gange der Balc-Strafse verflossen. Im Nordatlantischen Ocean hatte die Bark 
dl Tage zugebracht, und dort: 10° N-Br in 26,9° W-Lg am 11. Dezember, 
20° N-Br in 31,7° W-Lg am 15. Dezember und 30° N-Br in 33,8° W-Lg am 
19. Dezember gekreuzt. Die Bark „Marie Louise“, welche nach 30° N-Br in 
32,3° W-Lg am 31. Dezember gelangt war, erreichte den Kanal am 25. Januar, 
4. Reise der Rostocker Bark „Emma Römer“, Kapt. P. Albrand. 
Als die auf einer Reise von Amsterdam nach Macassar begriffene Bark 
„Emma Römer“ sich am 23. März 1884 in 49° N-Br und 8° W-Lg befand, 
begann man an Bord derselben mit der Führung des meteorologischen Journals. 
Bei leichtem veränderlichem Winde konnte dieselbe während der nächsten Tage 
nur in langsamer Fahrt nach Süden vorrücken. Nachdem der Wind aber am 
25. März nordwestliche Richtung angenommen, am nächsten Tage sich nach NE 
verändert hatte, nahm die Reise für längere Zeit einen recht günstigen Verlauf. 
Südlich von 36° N-Br nahm der durch N drehende Wind wieder westliche 
Richtung an, doch konnte auch dann der gewünschte Kurs gesteuert werden, 
Störend wirkte der bei 24° N-Br an zwei Tagen beobachtete leise Zug. Indem 
dieser, als man sich am 6. April in der Nähe von 23,5° N-Br und 20,3° W-Lg 
befand, aus nordwestlicher Richtung auffrischte, entstand aus ihm der Passat. 
Man fand denselben später in gröfster Stärke auf der zwischen 17° und 7° N-Br 
liegenden Strecke. Sein Gebiet dehnte sich aus bis nach 1,8° N-Br in 25,1° 
W-Lg. Der in der Nähe dieses Punktes beginnende Stillengürtel reichte bis in 
südliche Breite hinüber, Als die Bark am 21. April in 25,6° W-Lg von nörd- 
licher in südliche Breite überging, geschah dasselbe bei leichtem Zuge aus NE. 
Auf dem Wege zur Linie hatte „Xmma Römer“ vorher: 40° N-Br in 18° W-Lg 
am 29. März, 30° N-Br in 20,7° W-Lg am 2. April, 20° N-Br in 24,1° W-Lg 
am 9. April und 10° N-Br in 62,2° W-Lg am 13. April gekreuzt. Die auf einer 
Reise von Hamburg nach Rio de Janeiro begriffene Rostocker Bark „Frieda 
Grampp“, welche sich am 17. Mai bei Zizard, am 23. März in 45,7° N-Br und 
x Wi Lg befunden hatte, gelangte zum Aequator in 25,8° W-Lg am 
. April, 
Im Südatlantischen Ocean wurden beide Schiffe noch eine unverhältnifs- 
mäfsig lange Zeit durch Stille und Mallung zurückgehalten, bevor es gelang, 
den SE-Passat wieder anzutreffen. Derselbe stellte sich am 29. April bei beiden 
Schiffen gleichzeitig ein. Bei „Emma Römer“ in 3,8° S-Br und 26,4° W-Lg, 
bei „Frieda Grampp“ in 4,1° S-Br und 28° W-Lg. Von beiden Mitseglern 
wurde später auch noch wieder eine am 3. Mai auftretende Störung des Passats 
beobachtet. „Emma Römer“ fand später beständigen Passat eigentlich nur auf
	        
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