Nautische Bestimmung der: Länge durch. Chronometer,.
Auflösung 2 nach der Formel (7): . 2
Mn _.cotgA 4 | cotgp‘ 4d
I = (1 M)- 15 cs‘ 2 * cos0’ 2
Die Rechnung giebt A = 50° 17‘ und p. = 34° 20,
womit etwas genauer: S
L’ = «—25° 44,02‘ — 11,52‘ + 2,87’ -
= — 25° 52,67‘ (W-Lg) zur Zeit des wahren Schiffs-Mittags.
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Die Resultate beider Auflösungen sind also in guter Uebereinstimmung
und können somit zur Bestätigung der richtigen. Rechnung dienen. Freilich ist
als definitiver Werth für die gesuchte Länge in Prof. Bono’s Abh. 25° 40‘ 48“
longitudine vera a mezzodi berechnet, also 12‘ kleiner gefunden worden, indessen
ist dabei zufällig das Versehen vorgekommen, die Zeitgleichung mit dem verkehrten
Zeichen in Rechnung zu nehmen, wodurch sich die Differenz erklärt. Einige
andere kleine Differenzen, z. B. bei dem Aufschlagen aus der Koppeltafel, sind
von geringerer Bedeutung und kompensiren sich zufällig. Mehrere Druckfehler
in der Aufgabe und noch mehr in der Auflösung waren etwas störend bei der
Vergleichung. Uebrigens wird der zufällige Zeichenfehler bei der Zeitgleichung,
nachdem er berichtigt ist, die Anwendung der Methode nicht weiter beein-
irächtigen können, aber gerade wegen der bekannten Erfahrung, dafs man unter
allen möglichen Fehlern bei solchen Rechnungen am wahrscheinlichsten einen
Zeichenfehler machen wird, möchte doch wohl die zweite Auflösung (Formel 7)
vorzuziehen sein, weil dabei in dem zweigliedrigen Ausdruck die Verschiedenheit
der Fälle so bedeutend beschränkt ist im Vergleich mit. dem viergliedrigen
Ausdruck der ersten Auflösung nach Formel (6), welche die gespannteste Auf-
merksamkeit auf den Zeichenwechsel erfordert, ;
Die Berechnung der Zuverlässigkeit des gefundenen Resultats ergiebt
nach der Formel (9): ;
dL = — 0,58 d 4 — 0.99. dh + 0,99 . dh’
80 dafs ein konstanter Höhenfehler natürlich gar keinen Einflufs auf die Länge
hat. Die Unsicherheit über die Veränderung der Breite, z. B. bei einer mög-
lichen Versetzung durch den Strom bei grofser Zwischenzeit, würde also den
bauptsächlich zu befürchtenden Fehler liefern, wenn d4g sehr grofs werden sollte.
Die noch nicht erwähnte erste Tafel der Abhandlung giebt die Grenzen
an für eine zweckmäfßige Wahl der Beobachtungen, um namentlich bei hohen
Breiten das Zeitintervall zwischen den Beobachtungen nicht zu klein zu nehmen.
Eine so ausführliche monographische Bearbeitung eines der wichtigsten
Fälle des Längenproblems, wie sie Herr Prof. Bono uns in dieser neuen Ab-
handlung darbietet, wird ohne Zweifel mit allgemeinem Interesse aufgenommen
werden, nur wäre eine sorgfältigere Korrektur zu wünschen gewesen, wie schon
das folgende Verzeichnifs der Corrigenda zeigt, welches sich bei der Durch-
lesung ergab und als Nachtrag zu der Abhandlung dienen könnte; denn ohne die
eigentliche Ursache der so mangelhaften Korrektur des Abdrucks zu ‘kennen,
darf doch wohl sicher angenommen werden,. dafs der Verfasser dabei nicht der
Meinung des Archäologen Pinaroli gewesen ist, welcher-in seiner Antichitd
di Roma den geneigten Leser über die etwa stehen gebliebenen Fehler. ver-
tröstete: „serviranno per essereitar la tus pDazienza“.
Corrigenda
zu Prof; Bono’s Abhandlung: Nuovo metodo per calcolare la longitudine etc.
Seite 4, Zeile 16, statt — lies -+
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