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Theorie der Lamont’schen Instrumente zur Beobachtung des Erdmagnetismus.
Man kann sich leicht eine Tabelle entwerfen, welche mit doppeltem
Eingange (da:“ und d(a«1“—g), resp. n— N und n‘“-— N“) die beiden ersten
Glieder ergiebt, während eine zweite Tabelle mit einfachem Eingang (d(a1“—dgp“)
resp. n“— N“) die beiden letzten Glieder als Korrektion der ersten ent-
nehmen lälfst,
Bezüglich der Bestimmung der Ko&ffcienten bezw. der Gröfsen q, a, @”
und a1“ sind folgende Bemerkungen zu machen, Werden die Beobachtungen
zur Bestimmung von q in derselben Weise gemacht, wie oben beschrieben
worden, so haben wir anstatt (32a) die Gleichung:
sin a1” A" sin (de, — 09") u Mı
X (001 09 (+ sin a1“ ) 4 a
and anstatt (32b):
sin «1 A" sin («1”— a2") Mı
Ka (U ana) AS > 8
zu setzen, woraus sich ergiebt:
tg de‘ A" sin (a1 -— 02" tg 4@'\,
(86) U aa (gm)
Die Bestimmung von a1 geschieht in derselben Weise und nach denselben
Formeln wie oben (34, 34a und 34b), denn ebenso wie dort überall der Faktor q
nr“ 3 n“. Hr
herausfällt, so fällt nun der Faktor a Sam), - welcher an die
Stelle tritt, weg.
Alle andern Gröfsen werden ebenso gefunden, wie bei der Horizontal-
Intensität gezeigt wurde, jedoch mit der Modifikation, dafs in Formel (24):
sin a1” sin «1 . #
—— qq anstatt -————— — ——— zu setzen ist,
sin (d1“-—g"') sin (&1'—0")
Bestehen die störenden magnetischen Massen in vertikal stehenden Kisen-
estäben (wie die Röhren der Heizkörper in Wilhelmshaven), so ändert sich
natürlich deren Magnetismus mit der Vertikal-Intensität, durch welche derselbe
hervorgerufen wird, und es mufs, ‘wenigstens nach der Theorie, eine Einwirkung
auf die Skalenablesung stattfinden; jedoch ist es nicht unwahrscheinlich, dafs
bei der immerhin ziemlich grofsen Entfernung von der Nadel die Aenderungen
des inducirten Moments keine in Betracht kommenden Aenderungen des Nadel-
standes bewirken werden, sodafs die Eisenmassen als permanente Magnete
betrachtet werden dürfen. Sollte dies nicht der Fall sein, so würde in (I1II)
der Nenner a: sin (e1“—p"). — a1‘ sin (a2“-— ep“) lauten, wenn. wir mit a1‘ den
[nduktions-Kogfficienten für die Eisenmassen bezeichnen. Es dürfte kein anderes
Mittel zur Entscheidung dieser Frage geben als die Vergleichung mit Beob-
achtungen, welche gleichzeitig an einem eisenfrei aufgestellten, wenn möglich
gleichartigen Instrumente gemacht werden,
Es möge noch erwähnt werden, dafs die nach den Formeln (I), (II) und
(II) berechneten Variationen des Erdmagnetismus zu Wilhelmshaven in sehr
befriedigender Uebereinstimmung sind mit denjenigen, welche durch die
registrirenden Instrumente, bezw. durch Beobachtungen an der Lloyd’schen
Wage der Expedition nach Cumberland-Sund erhalten. wurden.
Berichtigung zu dem ersten in Heft V erschienenen Theile des vor-
stehenden Artikels:
S. 253 Zeile 1 v. u. statt aı lies 6 .
Non B— N! ..
„ 258 „ 29u. 30 v. ©. statt und Se lies n—N und n‘—XN“
259 „ 15 v. 0. statt cos @’ lies sin &‘
259 16 v. 0. statt Kosinus lies Sinus: