Theorie der Lamont’schen Instrumente zur Beobachtung des Erdmagnetismus.
sin a1“ sin &1” ara “
de (a9) und U mE Ca erhält, jedoch müssen besondere Beob-
achtungen vorgenommen werden, um die Gröfsen q und aı zu bestimmen,
Zum Zwecke der Bestimmung von q wird zunächst die Nadel durch einen
Hülfsmagnet senkrecht zur Richtung @“ abgelenkt, darauf die Eisenstäbe entfernt
und dieselbe Ablenkung durch Magnete hergestellt, worauf wieder die Beob-
achtung der Ablenkung der Nadel aus derselben Lage des Hülfsmagnets erfolgt.
Die erste Beobachtung ergebe die Ablenkung Aw”, dann erhält man wie
früher; N N .
X [<os a = cos (a1"—gp") +2 = cos 2(o1— 0") cos dp | tg Ag = =
Wird hierin der Werth von K“ aus (26) eingesetzt und innerhalb der
Klammer cos 4%‘ — 1 gesetzt, so wird:
sin «1“ kr. u HI sin a1” „_ Mı
(32a) Ka 2 ein (en ge] te de SS a 1899 =
Man entfernt nun die Eisenstäbe (welche stets in vertikaler Stellung
bleiben müssen) und stellt dieselbe Ablenkung durch einen oder besser durch
zwei Magnete her, die man von ‚entgegengesetzten Seiten der Nadel nähert. Es
ist hierbei sehr darauf zu achten, dafs die Verbindungslinie der Magnete mit
der Nadel und mit dem Meridian dieselben Winkel bilde, wie vorher die Ver-
bindungslinie der Eisenstäbe, Ist dies der Fall, so giebt die Beobachtung der
durch den Hülfsmagnet hervorgebrachten Ablenkung 40, nach (16a):
sin «1 ‚__ Mı
und hieraus in Verbindung mit (32a): 4
ig dp
(38) q = tg do
Die Winkel &1“ und @“ werden in derselben Weise gefunden, wie dies
für das Horizontal-Intensitäts-Instrument beschrieben wurde, und finden die
Gleichungen (17) und (20) unverändert auf das Instrument für Vertikal-Inten-
sität Anwendung, weil der Faktor q, mit welchem die Tangenten der ver-
schiedenen Ablenkungswinkel Ag“ zu multiplieiren sein würden, in allen Fällen
derselbe ist und also herausfällt, dagegen tritt in (18) und (19) im Nenner der
Faktor q hinzu. ;
Es ist noch zu zeigen, in welcher Weise der Induktions-Koefficient aı
bestimmt werden kann. Dies geschieht folgendermafsen. Senkrecht unter oder
über der Mitte der Nadel wird ein Hülfsmagnet in vertikaler Stellung ange-
bracht. In dieser Stellung wirkt der Magnet nicht direkt ablenkend auf die
Nadel (vorausgesetzt, dafs er genau senkrecht unter oder über der Mitte der
Nadel sich befindet) inducirt aber in den Eisenstäben ein
magnetisches Moment, dessen Wirkung auf die Nadel durch
Beobachtung des Ausschlages derselben einmal bei Nord-
ende oben und dann bei Nordende unten bestimmt wird.
Das magnetische Moment Mı des Hülfsmagnets wird dadurch
bestimmt bezw. eliminirt, dafs man den Magnet in die
horizontale Lage bringt und wiederum die dadurch be-
wirkte Ablenkung beobachtet. In dieser Lage wird kein
Magnetismus in den Eisenstäben induecirt, oder vielmehr
die inducirten Momente sind aufserordentlich klein, da sie
sich in ihrer Wirkung gegenseitig, wenigstens sehr nahe,
aufheben und der Magnet wirkt direkt ablenkend auf die
Nadel.
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£s sei in nebenstehender Figur m die Nadel, AB,
A'B‘ die Eisenstäbe, NS der Hülfsmagnet, ferner Cm = ee,
Co=f, Cce' = fi, nD = mD'=h, cD=0eD'‘=k, nCc= ww
und mÖc' = wı, dann ist nach (6) die Kraft, mit welcher
der Hülfsmagnet in dem Stabe AB Magnetismus indueirt,
abgesehen‘ vom Vorzeichen und unter Beschränkung auf die
zwei ersten Glieder:
= 21 (1 — 3 sinus)
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