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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

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Theorie der Lamont’schen Instrumente zur Beobachtung des Erdmagnetismus. 
Ersetzen wir die (in Theilen des Radius ausgedrückten) Winkeländerungen 
dan‘ und d(a:”—g) durch die Skalenablesungen, so haben wir zu substituiren: 
N dU__ N 
das = — a und d(a1”— gg") = sd wenn N“ die Skalenablesung 
ist, welcher die Normalstellung der Nadel, welcher wo“ und (a1“-—@“)o zuge- 
hören, entspricht, und solange die Aenderungen der Winkel nicht gröfser sind, 
als dafs Bogen und Tangente vertauscht werden können; ist dies nicht zulässig, 
so ist die bekannte Reduktion vorzunehmen (8a). Man erhält alsdann: 
— Xo sin 1“ ka“ sin (a1 —g)\S nt — N 
28) IY = a sin(01”—' 0 [= a (l —2 Xo sin «1” ) 2a” 
un—N „u dAX 
=— COS Fo 9a + sin go 5 
Ist dio Nadel senkrecht auf der Verbindungslinie der Deflektoren und 
nach Westen abgelenkt, so liegt a1‘ im vierten Quadranten und aı“ — ‘= 270°. 
Die Formel (28) geht dann über in: 
R “ HH... N —N ” aX 
SS = [es ga a za) Hein go“ %] 
wenn wir mit Lamont (4. Supplementbaud S. 125) setzen: 
a X)“ sin (a1 — 3 
a=— (2 sin «1 ) 
Der Ausdruck (28a) weicht von dem von Lamont*) gegebenen nur 
durch den Faktor q ab, dessen Nothwendigkeit erst später von ihm er- 
kannt ‚wurde. 
. Sind die Variationen der Vertikal-Intensität grofs, so kann man nach 
folgender Formel rechnen. . 
Für die Normalwerthe ist: 
Xo sin go” = — Ko sin (e1“— po + k“ sin Ha“ — pp) 
für irgend welche andern Werthe von X und Y ist: 
X sin (god) == — (Ko -+a1dY) sin ((e— po + Ker—g")) + K sinUe— a + Aa —p") 
WOoraus8: 
sin (go Hd”) “ 4 
mdY = —Ky X — —(- — SL +2" 008 ((e1”— po d(ar”— 
i sin ((m“—gp' or dlan—g)) ( —% 
und wenn hierin 
U sin Po —_ u Hm! 
— Ko" = Som (a1 — po BEN eos % 
eingesetzt wird: 
(30) adY — X 7 1 
sin (o01“-—‘ 9 sin ((a1” —g")9-+ Kar") 
— Ak“ sin (— 2% + > d(es“—p*)) sin + d(«1”— 0") 
X. sin go X sin (go-+dp“) 
sin («1 —@")9 sin ((e1“— 2% + d(«1—g")) 
i 3 4 vzi 1 di s 1 4 
X sin (ago zz de“ p'9) sin za“ 
wenn der Werth von k“ aus (29) eingesetzt wird. 
Ist (ax1“—g')o = 90° oder = 270°, so geht dies über in: 
@D adY = a Xpsinge EX GE X (19) 008 pg sin der“ g") 
Das obere Vorzeichen gilt für (g1“-—@“)o = 90°, das untere für (a1—dg"), 
= 270°; im ersteren Falle ist die Nadel nach Osten abgelenkt und go“ liegt im 
vierten Quadranten, im zweiten ist die Ablenkung nach Westen und 0“ liegt 
im ersten Quadranten, | 
Die Bestimmung der Koöffcienten geschieht in derselben Weise wie für 
das Horizontal-Intensitäts-Instrument mit dem Unterschiede, dafs in Formel (18) 
und (19) die Gröfse auf der linken Seite mit q multiplicirt erscheint, man also 
9) 
12) Handbuch des Erdmagnetismus, S. 215.
	        
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