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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

312 Theorie der Lamont’schen Instrumente zur Beobachtung des Erdmagnetismus. 
und wenn hieraus mit Hülfe der Gleichung für die Normalstellung der Nadel: 
Xo sin go’ = K‘ sin (m1'— po + A’ sin («a'-—0)0 
K’ eliminirt wird, so erhält man: 
3: £ + A! 3 4 
a sin 0’ cos d(a'—) sin go‘ cos («1 —4 + sin («1'—0«3‘) . ; , 
(m) X = xo[ sin (go‘-Hda‘) + sin (mo‘-Hde) sin («1'— sin d(e1‘—p ] 
welcher Ausdruck in (14) übergeht, wenn A‘ = 0 ist. 
4 
Die Koeffcienten bezw. die Gröfsen a1‘ und #‘ können, wenn Se ' und 
@2‘, Sowie Zi w und &2 durch anderweitige Beobachtungen bekannt sind, auf 
dieselbe Weise bestimmt werden, wie für die Aufstellung an einem eisenfreien 
Orte beschrieben wurde, Es werden daher folgende Beobachtungen gemacht: 
1. Ein Hülfsmagnet in der Entfernung eı” senkrecht auf der Richtung 
der Nadel lenkt diese um Ag“ ab; dies giebt: 
. sin a1 A‘ sin (@1'-—09") Fan Mı 
@12) X [= (eg) * X sin Ce) 18 dp’ = ea? 
2. Derselbe Magnet werde nördlich oder südlich in der Entfernung 62‘ 
in die Verlängerung der freien Nadel, nachdem die Deflektoren entfernt sind, 
hingelegt, darauf die Deflektoren angebracht und die Ablenkung A41@‘ beob- 
achtet. Die freie Nadel ohne Deflektoren stellt sich nicht in den Meridian, 
sondern wird durch die magnetischen Massen um den Winkel %‘ abgelenkt, 
der Hülfsmagnet bildet daher auch nicht den Winkel @‘, sondern w‘— u‘ mit 
der Nadel, daher: 
X sin «1' A’ sin (e1'—0&g') ı 2M 
© Det | FA 
3. Der Hülfsmagnet, nördlich oder südlich senkrecht zur Deklinations- 
nadel gelegt, lenke dieselbe aus der Entfernung eı um Ag ab, dann: 
"2 , A cos (e2—ı) __Mı 
Endlich kann man noch 
4. Den Hülfsmagnet nördlich oder südlich von der Intensitätsnadel 
senkrecht auf der Richtung der freien Nadel anbringen (indem man denselben, 
nachdem Beobachtung 2 gemacht worden ist, um 90° dreht) und die Ablenkung 
42’ beobachten. In diesem Falle ist: 
X sin a1‘ _ A’ sin (m’— 02) ‚—Mı 
@10) cos (’— 1) = (&1'—0p) + X sin A] 1 hg = es3 
Aus (21a und b) folgt: 
8 4 —_ e23 tg dı p' 
(22) sin (p’—) = Zeig dgl 
und aus (21b und 4): 
; __ e2®tg 419’ 
(28) tg (p'—) = Settg dag 
woraus sich %’ findet, wenn w’ bekannt ist. 
Die Kombination von (20a und ©) giebt: 
; _ sin «1 A’ sin («1'— a2) __ eßtg 4a A cos (aa—2) 
CD sin Dt sin (&1'—') eißtg 4’ os [1+% cos ] 
Hiermit sind alle Größen gefunden, welche zur numerischen Berechnung 
der Koeffcienten der Gleichung (II) erforderlich sind, 
4 
Die Anwendung dieser Formeln setzt die Kenntnifs von Se x , , & 
and a2‘ voraus, Es ist schon oben, bei Gelegenheit der Deklinations- Variationen 
gezeigt worden, wie man diese Gröfsen bestimmen kann; wir wollen hier jedoch 
noch eine Methode ableiten, welche nur die Beobachtung von Ablenkungswinkeln 
voraussetzt, Es werden die folgenden Ablenkungswinkel der Nadel bestimmt 
und zwar am besten in der hier gegebenen Reihenfolge: 1. der Winkel ı‘,
	        
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