Ann. d. Hydr. ete., XII. Jahrg. (1885), Heft VI.
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Theorie der Lamont’schen Instrumente zur Beobachtung der
Variationen des Erdmagnetismus unter der Voraussetzung, dafs
die Deflektoren einen beliebigen Winkel mit der Nadel bilden und
dafs sie aufserdem unter dem Einflusse störender magnetischer
Massen stehen.
Von Prof. Dr. C, Börgen in Wilhelmshaven,
(Schluls.)
b. Variationen der Horizontal-Intensität unter dem Einflusse
störender magnetischer Massen,
Die Ruhegleichung der Nadel ist in diesem Falle nach (7):
X sing‘ = K’ sin (e1'—g*) + A’ sin («2'-—0")
Wird dies differentiirt, wobei K‘ und A‘ als konstant angesehen werden,
30 wird:
dX sin go‘ + Xo cos go’ dp = KK cos (a1'—p')o d («1'—p') + A’ cos Ca — god (0’— 0).
Da &«1‘— gg’ und 2’ — gg‘ die Winkel sind, welche die Nadel mit zwei
festen Linien bildet, so mufs d(me‘ — @') = d(a1‘— g‘) und aus gleichem
Grunde das‘ =— da‘ sein. Wird daher '
dp! = dar — d (a1'—P')
eingesetzt, so erhält man: .
= = 5 [cos Po + = EN + = cos (09 ] d (&x1'—0p") — cot po’ d ce’
_ sin &1 A‘ sin (a1’— 02‘) En dA
- Le sin (e1”— 90 * Xo sing’ sin m] A
Wird hierin d(a‘ — 9°) = — Ka und daı‘ = — und für letztere
Gröfßfse ihr Werth aus (I) eingesetzt, so erhält man:
aX _ —[. sin a1“ + A’ sin (a1—02) | n‘— N“
Xo sin 0’ sin (&1'—g‘)0 * X9 sin go‘ sin (e1'—g)o) : 2a 3 ;
and hieraus endlich: # |
aX _ 1 — sin &1' A’ sin (a1'—02") n‘—N'
an) Xo 1—cotgpotg vo [ en mo‘ sin (1 — 7%" Koeln Po‘ sin GE en N
; A cos («9—1)0\ D —
eo ) nl
An einem eisenfreien Orte sind A, A‘ und = 0 und die Formel geht
über in den Ausdruck (13). ;
Sind die Variationen grofß, so wird auf folgende Weise ein Ausdruck für
X gefunden, welcher der Gleichung (14) analog ist. Es ist
X sin (go‘-Häg‘) = K’ sin ((m’—g% + dler'—gp9) + A’ sin ((m'—g + do‘)
Tg‘ sim («1 -—60‘)0 - A’ sin —% | cos d(a'—g)
ix O8 («1'—00")0 + A’ co5 (a-— yo } sin d(a1—p')