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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Eingänge von meteorologischen Journalen ete., Januar 1885. 
25,7° S-Br und 51,8° O-Lg, „Melpomene“ dagegen schon in 27° S-Br und 
46° O-Lg. Südlich vom Passatgebiet führte der Wind mehrere Rundläufe nach 
links aus, in denen derselbe in zwei Fällen, als er von NW nach SW ausschof, 
als heftiger Sturm auftrat. Eine bedeutende Verzögerung wurde durch die vom 
16. Juni an wehenden anhaltenden Westwinde verursacht. Am Mittage dieses 
Tages befand sich „Fürst Bismarck“ in 36,1° S-Br und 23,6° O-Lg, und am 
28. Juni war der Schiffsort noch in 35,1° S-Br und 20,2° O-Lg. Am 16. Juni 
Mittags war der Schiffsort von „Melpomene“ in 35° S-Br und 20,6° O-Lg ge- 
wesen. Da es diesem Schiffe dann trotz der herrschenden Westwinde aber am 
21. Juni gelang, die Länge der Kapstadt zu überschreiten, konnte dasselbe bis 
zum Mittage des 28. Juni nach 23,3° S-Br in 4,1° O-Lg vorrücken. 
„Fürst Bismarck“ erreichte den Atlantischen Ocean erst am 29. Juni 
und kehrte nach 30° S-Br in 11° O-Lg am 2. Juli zurück. Derselbe hatte sich 
22 Tage südlich von diesem Parallel befunden und während seiner Fahrt über 
den Indischen Ocean: 10° S-Br in 87° O-Lg am 17. Mai, 20° S-Br in 73° O-Lg 
am 23. Mai und 30° S-Br in 32,8° O-Lg am 10. Juni, wie 90° O-Lg in 8,5 S-Br 
am 16. Mai, 60° O-Lg in 24° S-Br am 27. Mai und 30° O-Lg in 33° S-Br am 
12. Juni gekreuzt. Der Mitsegler „Melpomene“ hatte sich in 30° S-Br und 
12° O-Lg am 24. Juni befunden. 
Auf den frischen SSE-Wind, bei welchem „Fürst Bismarck“ nördlich von 
30° S-Br gelangte, folgte nach zwei Tagen noch wieder ein nordwestlicher 
Wind. Erst indem dieser Wind sich während der nächsten Tage langsam naclhı 
links veränderte und schliefslich durch S nach SSE drehte, entstand aus ihm 
der regelmäfsige Passat. Die polare Grenze desselben schien am 7, Juli in der 
Nähe von 23,5° S-Br und 7,4° O-Lg zu liegen. Der sich in letzter Zeit in 
starken Schwankungen bewegende Luftdruck, welcher am 29. Juni unweit von 
34,5° S-Br in 18° O-Lg auf 766,0 mm gezeigt hatte, war bis zum 1. Juli auf 
764,0 mm gesunken und nahm dann innerhalb der nächsten 30 Stunden bis 
772,0 mm zu. Von diesem am 2, Juli in der Nähe von 30° S-Br beobachteten 
Maximum fand dann abermals eine in diesem Falle allmählich erfolgende 
Abnahme statt, die bis zu dem am 6. Juli in 25,5° S-Br und 8° O-Lg abgelesenen 
niedrigsten Stand von 761,0 mm anhielt. An der polaren Passatgrenze zeigte 
das Barometer auf 768,5 mm und nördlich von derselben stieg dasselbe bis zu 
dem unweit von 21° S-Br erreichten Maximum von 772,0 mm. Vom SE-Passat 
getrieben, segelte „Fürst Bismarck“ bis zum 24. Juli zu der "in 23,3° W-Lg 
überschrittenen Linie. Um zu derselben von 30° S-Br her zu gelangen, waren 
22 Tage erforderlich gewesen, Während dieser Zeit hatte man: 20° S-Br in 
0,8° O-Lg am 9. Juli und 10° S-Br in 12° O-Lg am 17% Juli gekreuzt, Der 
Mitsegler „Melpomene“ hatte den Aequator in 24° W-Lg am 12. Juli erreicht. 
In nördlicher Breite ging der SE-Passat bei „/ürst Bismarck“ in den 
SW-Monsun über, ohne dafs dadurch eine Störung in der Fahrt verursacht 
wurde. Nördlich von 11,5° N-Br in 26° W-Lg, bis wohin der Monsun die Bark 
begleitete, wurde leichte, von Stille unterbrochene Mallung angetroffen, bei der 
man in 6 Tagen bis nach 13,7° N-Br in 28,7° W-Lg vorrückte. In der Nähe 
dieses Punktes stellte sich am 5. August der NE-Passat ein. Anfänglich kräftig 
and beständig wehend, nahm derselbe, nachdem die Bark bei ihm bis zum 
9. August nach 20° N-Br gesegelt hatte, bis zur schwachen Briese ab, und 
obgleich man später für kurze Zeit noch wieder frischen Wind beobachtete, so 
wurde ein beständiger, kräftiger Passat doch nicht wieder angetroffen. Die 
polare Passatgrenze schien am 14. August in der Nähe von 28,5° N-Br in 
37,6° W-Lg zu liegen. Leichter, häufig von Stillen unterbrochener Ostwind 
hinderte nördlich vom Passatgebiet noch für längere Zeit jeden raschen Fort- 
schritt. Durchstehende Westwinde stellten sich erst ein, nachdem 41° N-Br 
überschritten worden war. Bei denselben liefs sich endlich ein etwas rascherer 
Fortgang erzielen, Am 9. September, 143 Tage später als Rangoon verlassen 
worden war, erreichte „Fürst Bismarck“ die Kanalmündung. Im Nordatlantischen 
Ocean hatte man 47 Tage zugebracht und dort: 10° N-Br in 25,8° W-Lg am 
29. Juli, 20° N-Br in 32,7° W-Lg am 8. August, 30° N-Br in 38,8° W-Lg am 
16. August und 40° N-Br in 42,4° W-Lg am 27. August geschnitten. Der Mit- 
segler „Melpnomene“ war in Sicht von LZizard am 28. August gelangt. 
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