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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Eingänge von‘ meteorologischen Journalen ete., Januar 1885, 297 
Beim ‘Ablaufen der erforderlichen Länge- berührte „Fürst Bismarck“ als 
südlichsten Punkt 43,8° S-Br in 49° 0-Lg am 26, Januar. Der sich fast immer 
in nördlicher oder westlicher Richtung haltende Wind wehte an keinem Tage 
stürmisch, wohl aber wurde zu verschiedenen Malen leiser Zug und Stille 
beobachtet. Am 5. Februar, dem 22. bis dahin in östlicher Länge zugebrachten 
Tage, kreuzte „Fürst Bismarck“ den in 38° S-Br überschrittenen Meridian von 
80° Ost.  „Melpomene“ hatte dieselbe Länge in 36° S-Br am 3. Februar und 
„Wega“ in 32,8° S-Br am 1. Februar gekreuzt. Das erstere Schiff hatte vorher 
als südlichsten Punkt 45,8° S-Br in 33° O-Lg am 21. Januar und das letztero 
45,4° S-Br in 33° O-Lg am 19. Januar berührt. 
Das Gebiet des SE-Passats betraten „Fürst Bismarck“ und „Melpomend“ 
am 8. Februar nahezu zur selben Stunde, Die Bark befand sich damals in 
35,7° S-Br und. 84,3° O-Lg, das Vollschiff dagegen in 32° S-Br und 82° O-Lg. 
Der Mitsegler „Wega“ hatte die in 32° S-Br und 81° O-Lg liegende polare 
Passatgrenze schon am 1. Februar überschritten. Der Passat hielt an, bis 
derselbe „Fürst Bismarck“ bis zum 19. Februar nach 9,5° S-Br in 85,5° O-Lg, 
„Melpomene“ nach 10,3° S-Br in 83° O-Lg am 17. Februar und „Wega“ nach 
8,5° S-Br in 83,2° O-Lg am 11. Februar geführt hatte. Bei dem auf den 
Passat folgenden schwachen NW-Wind segelte „Fürst Bismarck“ bis zum 
26. Februar zu der in 914° O-Lg überschrittenen Linie, Der Mitsegler 
„Melpomene“ hatte südliche Breite in 93° O-Lg am 25, und „ Wega“ in 91° O-Lg 
am 17. Februar verlassen. 
In nördlicher Breite wurde „Fürst Bismarck“ bis nach 4,8° N-Br in 
93,7° O-Lg von unbeständigem schwachem NW-Winde begleitet, Nachdem sich 
in der Nähe dieses Punktes am 3. März der NE-Monsun eingestellt hatte, segelte 
die Bark für mehrere Tage mit St-B.-Halsen. Unweit von 9° N-Br in 91,2° O-Ly 
wurde zum ersten Mal gewendet und dann während der nächsten Tage durch 
den Zehn Grad-Kanal gekreuzt.. Am 11. März befand sich „Fürst Bismarck“ in 
11° N-Br und 94° O-Lg. In der Nähe dieses Punktes endete der NE-Monsun:; 
Es folgten auf ihn dann zunächst leichte Mallung und Stille. und schließlich 
schwache, am 16. März unweit von 13° N=Br in 95° O-Lg einsetzende nord- 
westliche Briese. Bei derselben segelte die Bark bis zum 19. März zur Mündung‘ 
des Rangoon-Flusses. Um dahin von 50° N-Br aus zu gelangen, waren 124 Tage 
orforderlich gewesen. Der Mitsegler „Melpomene“, welcher als westlichsten 
Punkt 93° O-Lg in 9,3° N-Br am 29. Februar erreichte, ankerte am 17. März 
in der Nähe von China Buckeer, und von „Wega“, welche sich am 29, Februar 
in 13,9° N-Br und 88,2° O-Lg befunden hatte; war dasselbe am 7, März 
geschehen. 
Nachdem „Fürst Bismarck“ in Rangoon entlöscht und mit Reis aufs Neue 
wieder beladen worden‘ war, trat die Bark am 19, April die Heimreise an. 
Leichte westliche und nördliche Winde führten dieselbe bis zum 23, April nach 
11,5° N-Br in 94,5° O-Lg. Südlich von diesem Punkte folgte auf kurze Stille 
schwacher NE-Monsun, bei dem man bis zum 29. April nach 5,4° N-Br in 
93,3° O-Lg vorrückte. Recht schwierig erwies sich die Zurücklegung der von 
diesem. Punkte ab bis zur Linie liegenden Strecke.. Leichte dort. herrschende 
güdwestliche .Winde und Stille bewirkten, dafs die Bark erst am 7. Mai in 
93,4° O-Lg von der nördlichen zur südlichen Breite übergehen konnte. Es 
waren dann 18 Tage seit dem Antritt der Reise verflossen. 10° N-Br war in 
94,3° O-Lg am 25, April und 5° N-Br in 93,4° O-Lg am 30. April gekreuzt 
worden. Das auch jetzt als Mitsegler auftretende Vollschiff „Melpomene“, 
welches am 17. April die Heimreise angetreten und das sich am Mittage des 
28, April in 4,9° N-Br und 89,6° O-Lg befunden ‚hatte, verliefls nördliche Breite 
in 91,5° O-Lg am 6. Mai, . 
In südlicher Breite trat der im Allgemeinen nur schwache und unbe- 
ständige Westwind doch an mehreren Tagen kräftig auf. Zu der in 6,5° S-Br 
und 93,4° O-Lg gelegenen äquatorialen Passatgrenze gelangte „Fürst Bismarck“ 
am 15. Mai, während sie „Melpomene“ in 7,5° S-Br und 93,5° O-Lg schon am 
12. Mai angetroffen hatte. Im Gebiete des SE-Passats nahm die Reise beider 
Schiffe für längere Zeit einen befriedigenden: Verlauf. Am 29. Mai veränderte 
sich bei beiden Schiffen der Wind nach NE und deutete dadurch an, dafs die 
polare Passatgrenze erreicht sei. „Fürst Bismarck“ befand sich damals in 
Ann. d. Hydr. ete.. 1885. Hoft Y.
	        
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