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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

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Tafel zur Verbesserung der Länge oder des Stundenwinkels, 
| Beispiel 3. Am 3, Februar 1884 wurde um 9* 45” Vm. in ungefähr 
12° 40,6‘ N-Br und 72° 0‘ W-Lg beobachtet um 2h 42” 19,4° Nm. mt. Gr. Zt. 
w. € 44° 42‘ 22“, darauf bis Mittag gesegelt rw. SSW 19 Sm und die Mittags- 
breite durch Observation 12° 32,0‘ N gefunden. Die Mittagslänge soll bestimmt 
werden. 
Der Gang der Rechnung ist folgender: 
2h 42" 19,4° Nm. mt. Gr. Zt. w. <> 44° 42‘ 22“ Od d. 3./2. u. 2" 42" mt. Gr. Zt. = — 16° 34 
Hieraus berechnet: 
w. Ortszeit 9* 40” 1° Vm. und 
72° 4,0‘ W-Lg 
Korr. fürdp ==  7,6‘0 
Verb. Lg = 71° 56,4 W 
Verseg. =  715W 
MVittagslänge = 72° 3,9 W 
© A (nach Azimuthtabelle) = N 129,5° 0 
dt für 1’ de (nach Tafel) — 0,85 
dt für de von 9,0‘ N = 9.0,855 = 16 
Versegelung SSW 19 Sm. 
Bru, 17,6‘ N Abw. 7,3‘ W 
Lgu. = 71,5 W 
Um Mittag gefunden: 
Breite = 12° 320‘ N 
Verseg. = 17,6‘ N 
Breite zur Zeit der Längenbeob, = 12° 496‘ N 
Angenommene Breite = 12° 40,6‘ N 
de = 9,0“ N. 
Beispiel 4. („Handbuch der Navigation“, Seite 309). Zum Zwecke 
der Ortsbestimmung mittelst der Sumner’schen Methode wurden um 7" 56" und 
9 36” Vm., w. O. Zt. zwei Sonnenhöhen beobachtet. Die Breite lag zwischen 
35° 20‘ und 35° 40' S. Für die erste Beobachtung wurde mit der Breite 
35° 40‘ die Länge 99° 13,6‘ O0 berechnet und das Azimuth N 65° O gefunden; 
für die zweite Höhe mit derselben Breite die Länge 99° 38,8‘ O0, das Azimuth 
N44°0O. Es sollen die Längen für 35° 20‘ Breite bestimmt werden. 
Für 65° Azimuth und 36° Breite giebt die Tafel eine Korrektion von 
0,58, folglich für 20‘ Breitenänderung 20.0,58 == 11,6. Diese Verbesserung 
ist westlich, da das Azimuth im NO-Quadranten liegt, die Höhenlinie demnach 
durch den NW- und SO-Quadranten geht und die Breitenänderung nördlich 
ist. Die Länge für 35° 20‘ Breite ist demnach: 
99° 13,6‘ O 
11,6‘ W 
— 99° 920‘ Q. 
Für 44° Azimuth und 36° Breite ist die 
für 20‘ demnach die Verbesserung 20, 1,29 — 
ersten Falle, d. h. westlich, anzuwenden ist. 
sprechende Länge der zweiten Linie ist also: 
99° 38,8‘ 0 
25,8‘ W 
— 99° 13.0‘ 0. 
Korrektion aus der Tafel 1,29, 
25,8‘, welche ebenso wie im 
Die der Breite 35° 20‘ ent- 
Aehnliche Tafeln, wie die bisher besprochenen, lassen sich mit denselben 
Argumenten auch zur Verbesserung der Länge resp. des Stundenwinkels für 
eine kleine Höhenänderung, und der Breite für eine Aenderung des Stunden- 
winkels resp. der Länge aufstellen. KErstere würde in der praktischen Navigation 
hauptsächlich sich verwenden Jassen, wenn mit fehlerhafter Höhe eine Länge 
berechnet ist, sowie bei korrespondirenden Gestirnshöhen, wenn man nicht auf 
beiden Seiten des Meridians genau gleiche Höhen erhalten hat, in welchem 
Falle dieselben mit Hülfe der Tafel leicht reducirt werden können. Die zweite 
Tafel würde bei Berechnung einer Aufsermeridianbreite mit fehlerhaftem Stunden- 
winkel, demnach auch in einzelnen Fällen der Sumner’schen Methode gute 
Dienste leisten. Die Aufstellung der Tafeln ergeben die Formeln 
4 
at = Sa a dh und de = tangA.cos@. dt.
	        
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